Reiten, Schule, Freizeit – Zeitmanagement

Reiten, Schule, Freizeit – Zeitmanagement

Reiten ist, besonders wenn man ein eigenes Pferd hat, ein sehr zeitintensives Hobby. Der Stall ist oft einige Minuten entfernt, für das Fertigmachen braucht man eine gewisse Zeit und reiten will man ausgiebig. Gerade wenn man Sportpferde hat und aktiv im Sport mitreitet, ist es ein Ziel, das Pferd täglich zu bewegen, damit es ausgeglichen und fit für Turniere ist.

Wenn ich Leuten erzähle, dass ich drei Pferde habe, jedes täglich geritten wird, ich ins Gymnasium gehe, tanze und trotzdem noch Zeit für meine Freunde habe, ernte ich oft ungläubige Blicke. Mit etwas Disziplin, ein paar Tricks und der Unterstützung meiner Eltern klappt das aber wunderbar!

 

Mein Tagesablauf unter der Woche sieht im Winter meistens so aus: Ich stehe um 7.00 auf, gehe in die Schule und bin um etwa 15.30 wieder zuhause. Danach geht es direkt in den Stall. Wenn ich gefahren werde, bin ich in knapp 10 Minuten dort, mit dem Fahrrad brauche ich 25 Minuten. Ich bin also spätestens um 16.00 im Stall. Fürs Fertigmachen brauche ich rund 20 Minuten, dann reite ich circa eine Stunde. Etwa um 18.00 bin ich also wieder zuhause. An zwei Tagen in der Woche gehe ich nachher tanzen, an den anderen Tagen habe ich Zeit für meine Freunde oder um einfach mal zu entspannen.

Im Sommer wird es etwas anders aussehen, da werde ich wieder beide Pferde reiten. Momentan ist dies leider nicht möglich, da es um 17.30 dunkel wird und ich die Halle nur bis 17.00 nutzen kann. Unser Platz hat leider keine Scheinwerfer, also kann man nur reiten bis es dunkel wird. Ohne die Unterstützung von meinem Vater, der mir täglich ein Pferd abnimmt und meiner Mutter, die mich immer in den Stall bringt, wären zwei Sportpferde aber undenkbar!

 

Wenn ich nach dem Reiten Zeit für meine Freunde habe, wann lerne ich dann? Diese Antwort sollten meine Lehrer besser nicht lesen: Während dem Unterricht. Ich lerne seit zwei Jahren kaum mehr zuhause, sondern 90% während den Schulstunden und kann diesen ‚Trick‘ jedem empfehlen, der trotzdem mit einem Ohr zuhören oder schnell nachlernen kann. Natürlich verpasst man Teile der Lektion, aber ich kann es mir zum Beispiel in Französisch und Deutsch leisten, bei den mündlichen und schriftlichen Übhungen nicht mitzumachen und ’nur‘ bei Grammatik zuzuhören. Den Rest des Stoffes lerne ich während dem Frühstück oder im Bett bevor ich schlafe. Das klappt bisher hervorragend, unter anderem aber auch weil ich das Glück habe, schnell lernen zu können. Ich beginne sehr selten mehr als zwei Tage vor der Prüfung zu lernen und kann mit diesem Rhythmus gute Resultate erzielen.

 

Es braucht natürlich ein wenig Glück, man kann sich nicht aussuchen wie schnell man lernen kann und ob es Lehrer gibt, die über unaufmerksame Schüler hinwegblicken. Auch die Unterstützung der Eltern hat nicht jeder in diesem Masse. Da habe ich es sehr glücklich getroffen und das weiss ich auch sehr zu schätzen. Trotzdem, wer es will und wer diszipliniert genug ist, kann das Hobby Reiten gut unter einen Hut mit der Ausbildung bringen.

 

 

 

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