Meine Meinung zu Sporen

Meine Meinung zu Sporen

Ich selbst reite Dressur oft und Springen immer mit Sporen, im Gelände lasse ich sie weg. Das erst seit ich Chupa habe, vorher waren Sporen für mich negativ und ich verstand den Sinn dahinter nicht. Aber wenn man weiss, wie man Sporen richtig einsetzt und wie genau sie eigentlich wirken können, sind sie ein super Hilfsmittel.

Mit Sporen reiten sollte niemand, der sich im Sattel noch unsicher fühlt oder ein unruhiges Bein hat. Ausserdem sollte man sich immer bewusst sein, dass auch die feinsten Sporen, also kurze wie auch Plastiksporen, einem Pferd Schmerzen bereiten können, was definitiv NICHT der Sinn von Sporen ist! Sie sollten immer als unterstützendes Hilfsmittel genutzt werden, nie als Mittel zur Bestrafung! Meiner Meinung nach darf man durchaus einmal etwas deutlicher werden, wenn ein Pferd nicht reagiert, aber Schmerzen dürfen nie das Ziel sein. Ein falscher Gebrauch von Sporen kann nicht nur äussere Verletzungen verursachen, sondern auch Blutergüsse unter der Haut. Wenn dann am nächsten Tag dort noch einmal draufgehauen wird, kann das richtig wehtun.
Richtig genutzt können Sporen zum Beispiel die Hinterhand aktivieren, helfen den Rücken mehr aufzuwölben und können die Schenkelhilfen verfeinern. Ein Sporen der dauernd am Bauch ist und bei jedem Schritt dagegen tippt, lässt ein Pferd aber stumpf werden und verfehlt damit das eigentliche Ziel. Darum sind bei einem Pferd mit wenig Vorwärtsdrang Sporen nicht unbedingt die richtige Lösung, viel mehr sollte an der Grundausbildung gearbeitet werden.

 

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