Januar – mich hat’s erwischt!

Januar – mich hat’s erwischt!

Für den Monat Januar hatte ich mir viel vorgenommen: Das Dressurtraining wieder steigern, die Kondition der Pferde durch lange Ausritte wieder hochschrauben und natürlich erste Springtrainings absolvieren. Ich bin so ein Mensch, der den Jahreswechsel immer als einen Neuanfang sieht – auch wenn sich eigentlich nichts ändert ausser dem Datum, gefällt mir die Vorstellung von einem neuen Jahr, einer neuen Chance. So bin ich mit einer riesigen Portion Motivation ins Jahr 2018 gestartet und war bereit, jeden Tag ein bisschen besser zu werden – nur leider wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Schon um Weihnachten rum war ich nicht ganz fit, ich hatte mir einen fiesen Husten eingefangen. Ich lasse mich aber von Erkältungen grundsätzlich nicht klein kriegen (dachte ich immerhin bis dato) und ging trotzdem in die Schule, ritt alle Pferde, ging am Abend mit Freunden aus und am Wochenende feiern. So auch anfangs Januar, obwohl nun auch noch weiter Unannehmlichkeiten wie Schnupfen und Kopfweh dazu kam. Den ganzen Januar versuchte ich immer alles zu ignorieren, ich gönnte mir lediglich ab und an einen Tag Ruhe. Leider wurde es entgegen meiner Hoffnung langsam immer schlimmer, bisher war es eher ein Auf und Ab gewesen, doch nun ging es mir langsam echt schlecht. Im Januar erwischte ich keinen Termin mehr beim Arzt und so fuhr ich auch noch in die Skiferien, wo ich zwar mal Ruhe hatte, die Höhe mir aber auch noch ziemlich zusetzte. Die Moral von der Geschicht: Liebe Leute, wenn ihr erkältet seid, nehmt euch eine Auszeit und seid nicht so stur wie ich, sonst zögert ihr das Ganze nur heraus. Ich musste es wohl einfach auf die harte Tour lernen – hätte ich mal besser auf die Menschen gehört, die mich davor gewarnt hatten.

 

Durch die ganze Krankengeschichte war der Januar leider um einiges langweiliger, als ich mir erhofft hatte. Für ernsthafte Dressurarbeit war ich nie wirklich fit genug, so bestand mein Trainingsprogramm leider eher aus longieren und ausreiten, wobei ich damit natürlich nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen konnte. Das erste Springtraining mit Amerzio und Diarada hatte ich am 18.1, ich hatte mich so unglaublich auf diesen Tag gefreut und beide Pferde zeigten sich auch wirklich von ihrer besten Seite. Von da an sprangen wir regelmässig mind. 1x die Woche. Amerzio fiel Ende Monat leider noch einmal 10 Tage aus, nachdem der Tierarzt bei einer Kontrolle bei ihm festgestellt hatte, dass er in den Hufgelenken leicht „sauer“ war. Auf seine Empfehlung hin behandelten wir ihn, worauf er 10 Tage nur Schritt gehen durfte.

 

Das Highlight im Januar war für mich auf jeden Fall das Training bei Niall Talbot am 30.1, zu dem ihr auf Instagram (@ms.showjumping) einige Ausschnitte gesehen habt. Ich bin überzeugt, dass man einen Trainer braucht, bei dem man regelmässig Reitstunden nimmt, damit man sich wirklich verbessern kann – in meinem Fall Philip Ryan, in dessen Stall wie ihr wisst auch unsere Pferde stehen. Von Zeit zu Zeit erachte ich es allerdings als sehr aufschlussreich, auch mal bei einem anderen Trainer Unterricht zu nehmen – ich habe mir vorgenommen, zu diesem Thema bald mal einen ausführlichen Blogpost zu schreiben. Auf jeden Fall war es sehr interessant zu sehen, wo Niall bei Diarada und mir die Stärken und Schwächen sah. Ich fand die Art und Weise wie sein Unterricht aufgebaut war und die Übungen, die wir gemacht haben echt interessant. Ausserdem waren die Tipps, die er mir gegeben hat sehr aufschlussreich – spannend für mich war, dass er mir in vielen Hinsichten dasselbe gesagt hat wie Philip!