Fear is a choice

Fear is a choice

Letztes Jahr hatte ich durchgehend Probleme mit meinem Kopf. Ich habe während dem Springen viel zu viel nachgedacht, anstatt einfach zu reiten. Chupa Chup hat immer wieder gestoppt und irgendwann war ich so weit, dass ich bei jedem Sprung unsicher war, ob wir auf der anderen Seite ankommen. Und sobald man solche Gedanken hat, wird man sie kaum mehr los. Sie brennen sich in den Kopf ein, man entwickelt eine Angst und arbeitet letztendlich gegen sich selbst. Vielleicht verschwindet die Angst wieder, aber sie bleibt immer irgendwo im Unterbewusstsein und wenn das alte Problem wieder auftaucht, ist sie wieder oftmals wieder da.

 

Wie wird man so eine Angst aber los? In erster Linie muss man sich ihr stellen. Dazu braucht es einiges an Überwindung und Durchhaltevermögen. Man darf sich nicht davon unterkriegen lassen, egal wie hart es ist. Wer es wirklich will, kann jede Angst überwinden!

 

Mein persönliches Beispiel: Ich konnte meinen Kopf irgendwann nicht mehr abschalten. Ich habe ständig daran gedacht, dass Chupa vielleicht verweigern wird. Ich bekam Angst vor A* Sprüngen, früher wäre ich jegliche Höhen angeritten. Für eine Weile bin ich dann unter E-Niveau gesprungen, bis Chupa und ich wieder etwas Vertrauen ineinander hatten. Wir haben langsam aufgebaut, bis wir wieder bei A* waren. Mein Vertrauen wuchs, die Angst ging zurück – aber es gab immer wieder Rückschläge. Plötzlich hat wieder nichts mehr geklappt und ich habe mich erneut gefürchtet. Das ganze Jahr über ging es immer so weiter und ich war oft völlig am Boden. Aufgeben war für mich jedoch nie eine Option, egal wie hart es war. Weil Springreiten meine Leidenschaft ist, weil ich es liebe und weil man etwas, das man liebt, nicht kampflos aufgibt. Jetzt springe ich mit Chupa im Training A** und mache mir keine Gedanken mehr über Verweigerungen. Auch wenn sie mal stoppt verliere ich meinen Kopf nicht, sondern bleibe ruhig und korrigiere den Fehler.

 

Es gibt beim Reiten genau wie in jedem anderen Sport immer wieder Momente, wo man kämpfen muss. Jeder Reiter kommt irgendwann an so einen Punkt, normalerweise nicht nur einmal. Aber weiter kommt man nur, wenn man diese Punkte überwindet und sich davon nicht bremsen lässt.

Comments are closed.