Es sind die kleinen Dinge die zählen

Es sind die kleinen Dinge die zählen

Meine beiden Pferde sind im Moment richtige Goldschätze. Sie sind bei der Arbeit so fleissig, motiviert und machen selten einen falschen Tritt.

 

Chupa, die früher nie am Zügel laufen wollte, lernt langsam sich immer mehr selbst zu tragen. Sie ist ständig gerannt, in letzter Zeit wird sie immer ruhiger und wir versuchen uns an der Versammlung. Auch beim Springen ist sie im Vergleich zum letzten Jahr ein komplett anderes Pferd. Sie verzeiht mir jede unpassende Distanz, lässt sich von Planken und anderen ‚gefährlichen‘ Sprüngen überhaupt nicht mehr beeindrucken. Wir hatten schon seit mehreren Trainings keine Steher mehr, was echt ein Erfolg ist! Wir sind definitiv auf dem richtigen Weg und bald bereit fürs erste Turnier.

 

Amerzio habe ich in letzter Zeit viel geritten, so, dass ich ihn nun ziemlich gut kenne. Er war von Beginn an toll, aber je besser ich ihn kenne, desto mehr Spass macht es mit ihm! Von ihm kann ich noch sehr viel lernen, gerade was die Dressur angeht, wo ich bei ihm genau spüre, wie es sich anfühlen sollte. Das hat mir auch im Hinblick auf Chupas Ausbildung sehr geholfen. Springen macht mit ihm ebenfalls richtig Spass, unter anderem, weil ich mir bei ihm keine Sorgen machen muss, dass er die Höhe nicht packt. So ein kleines bisschen Luft nach oben hat er ja noch und das beweist er im Training immer wieder! Auch rettet er uns immer über die Sprünge, wenn ich mich mal wieder vermetert habe, worüber ich echt froh bin. Ich fiebere unserem ersten Turnier schon entgegen und bin gespannt, wie die Turniersaison mit ihm laufen wird.

 

Gerade bei der Ausbildung von Chupa habe ich einmal mehr gelernt, dass es die kleinen Dinge sind, die zählen. Wenn der Galoppwechsel nach links mal einwandfrei klappt, wenn sie einige Sekunden ruhig stehen kann, wenn sie abspringt, obwohl es so gar nicht gepasst hat. All diese kleinen Dinge machen so Freude! Für mich war das tägliche Training schon immer ein sehr zentraler Teil meines Alltags. Wenn das Training toll läuft, ist meine gute Laune für den Rest des Tages nicht zu trüben, wenn es schlecht läuft, bin ich mies gelaunt. Darum bin ich momentan fast wunschlos glücklich, denn ich komme in den Stall, setze mich aufs Pferd und weiss, dass ich die nächste Stunde einfach Spass haben werde.

 

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