CS Thörigen (11.6)

CS Thörigen (11.6)

Bild (c) horsefotograf

Glücklicherweise erhielten wir am CS Thörigen noch einen Startplatz im R100/105. So konnten wir gleich an die Erfolge des letzten Wochenendes anknüpfen und weiter Routine sammeln.

 

Unsere Prüfung fing um 12 Uhr an, also musste ich dieses Mal zu meiner Beruhigung nicht so früh aus dem Bett. Etwa um 11 Uhr war ich im Stall, wo ich Clavaro, das kleine Schweinchen, geputzt habe. Frühzeitig waren wir dann auf dem Turnierplatz, wo wir uns den Parcours angeschaut und zu Mittag gegessen haben, bevor es für mich aufs Pferd ging. Da es ein Grasplatz war und das Wetter über die letzten Wochen furchtbar schlecht war, war der Boden entsprechend nass und tief. Ich hatte eigentlich keine Angst, dass wir das nicht meistern würden, war aber doch etwas aufgeregt, da ich Clavaro zuvor noch nie auf nassem Boden geritten bin. Beim Einspringen vor der ersten Prüfung war er ziemlich nervös, in so einer Situation fängt er dann oft an mit dem Kopf zu schlagen, was mich noch ziemlich aus dem Gleichgewicht bringt, da ich es mir einfach überhaupt nicht gewohnt bin. Gesprungen ist er aber trotzdem toll und so ritt ich mit einem ziemlich guten Gefühl in den Parcours. Der Parcours an sich war super, Clavaro hat sich überhaupt nicht anmerken lassen, dass der Boden so schwierig war. Ich habe leider bei Sprung 4 den blöden Fehler gemacht, ihn nach vorne zu schicken, anstatt mich hinzusetzen und ihn zu unterstützen, so dass dort die Stange fiel. Ich war natürlich trotzdem total zufrieden mit ihm, da er alles richtig gemacht hat.

 

Vor der zweiten Prüfung, einem Zweiphasenspringen, war er schon viel ruhiger, daher klappte das Warmreiten besser. Der Boden im Parcours war aber noch ein Stück schlechter als bei der ersten Prüfung. Kurz vor unserem Ritt fing es dann auch wieder an zu regnen, was mich zusätzlich etwas verunsichert hat. Im Parcours war Clavaro dann trotzdem super, er sprang ganz toll. Nach Sprung 3 erwischten wir die Wendung nicht ganz, ich meinte ihm deutlich nach rechts den Weg angezeigt zu haben, er hat das allerdings irgendwie nicht verstanden und ist mir beinahe in einen anderen Sprung gerannt. Danach konnten wir unseren Ritt fortsetzen – es war halt noch ein kleiner Hüpfer über einen Blumentopf drin, aber was solls. 😛 In der letzten Linie vor der zweiten Phase habe ich ihn leider nicht genug zurückgenommen, so dass der letzte Sprung fiel und wir nicht weiterreiten konnten. Einerseits war das schade, andererseits war ich aber auch total froh, da die zweite Phase mit einigen engen Wendungen nicht ganz einfach war. Der Boden war an den Stellen auch so rutschig und tief, dass mir schon beim Abgehen des Parcours etwas mulmig wurde. So war es vielleicht besser, dass wir nur eine gute erste Phase absolvierten, anstatt im weiteren Parcours etwas zu riskieren.

 

Ich bin auf jeden Fall super zufrieden mit dem Dicken, er macht seine Sache einfach wahnsinnig toll. Genau wie auf Amerzio fühle ich mich total sicher und ich glaube, er ist auch ganz zufrieden mit mir als Reiterin. Wir müssen bestimmt noch an vielen Feinheiten arbeiten, aber das ist ja nach einer so kurzen Zeit auch normal.

 

Eigentlich wären wir am nächsten Tag mit Ustino ebenfalls nach Thörigen aufs Turnier gefahren, allerdings war der Boden schon am Samstagabend furchtbar schlecht, so dass wir darauf getrost verzichten konnten. Es ist etwas frustrierend, dass jetzt schon Sommer ist und ich noch kein Turnier mit ihm reiten konnte, obwohl wir schon einige gemeldet hatten. Aber die Bedingungen waren jedesmal so schlecht, dass ich einfach nicht mit gutem Gewissen hätte aufs Turnier fahren können. Ich möchte, dass diese Turniersaison für ihn so angenehm und positiv wird wie möglich, da er wirklich noch nicht viele Turniere gegangen ist. Ich bin der Meinung, dass gerade der Start in den Turniersport für ein Pferd so positiv wie möglich sein sollte, damit es die Freude daran nicht zu Beginn schon verliert. Ustino ist bisher immer motiviert gewesen und das möchte ich aufrecht erhalten. Daher lohnt es sich einfach nicht, trotz schlechten Bedingungen loszufahren, nur um endlich mal ein Turnier reiten zu können.

 

Zum Video der ersten Prüfung:

https://youtu.be/Y8tLhgjWkmA