CS Schüpfheim (7.6)

CS Schüpfheim (7.6)

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„Wer kämpft kann verlieren,

wer nicht kämpft hat schon verloren.“

Das Turnier in Schüpfheim war, wenn man auf Schleifen aus ist, kein Erfolg für uns. Aber fangen wir von vorne an.

 

Der Tag ging für mich wieder ziemlich früh los. Wir hatten mit Chupa zwei Prüfungen über 90cm und mit Amerzio zwei Prüfungen über 100cm gemeldet. Wir kamen gut auf dem Turnierplatz an und ich freute mich auf die bevorstehenden Prüfungen, auch wenn ich etwas nervös war.

 

Chupa war zuerst dran. Beim Abreiten zur ersten Prüfung hat sie mir bereits einen Dämpfer verpasst, indem sie vor einem Kreuz verweigerte. Danach sprang sie ziemlich gut, aber auch am Oxer hatten wir zuerst einen Steher. Na gut, trotzdem haben wir natürlich weiter gemacht und am Ende war sie schön locker. Als ich in die Prüfung hineinritt, hatte ich an sich ein gutes Gefühl. Sprung Nummer 1 war kein Problem, doch schon am zweiten Sprung stand Chupa. Na toll. Beim zweiten Mal klappte es, doch schon vor dem Dritten stand sie wieder. Über Nummer vier kamen wir, aber beim fünften Sprung wurden wir mit drei Verweigerungen abgeklingelt. Nicht einmal die Hälfte des Parcours hatten wir geschafft. und das, obwohl es in den letzten Trainings so bombastisch lief. Ich war den Umständen entsprechend enttäuscht, trotzdem wollte ich den zweiten Umgang reiten. Diesmal war Chupa beim Abreiten besser, nur leider klappte es im Parcours auch diesmal nicht. Wir hatten war bis zur Nummer 6 erst einen Stopp, aber weiter kamen wir nicht, da Chupa den Sprung gar nicht mochte.
Bei beiden Parcours hatte ich mir natürlich mehr erhofft. Allerdings müssen wir einsehen, dass Chupa noch sehr wenig Erfahrung auf Turnier hat. Weil sie im Training so gut läuft (früher hatten wir auch im Training grosse Probleme mit Verweigerungen) glaube ich aber daran, dass sie mit jedem Mal etwas besser laufen wird. Sie lässt sich zur Zeit von allem ablenken, sei es die Dekoration, die Zuschauer, die Sprünge … Ich hoffe, dass sie sich mit den nächsten Turnieren an die Atmosphäre gewöhnen wird und bald auf Turnier so toll springt wie zuhause.

 

Nach der Mittagspause ging es für Amerzio und mich in ein R100. Da ich bisher genug oft schön reiten musste, wollte ich diesmal auf Sieg reiten, wie schon in Hasle-Rüegsau. Dabei verlief der erste Parcours eigentlich wunderbar, nur leider hatten wir nach einer ziemlich engen Wendung dann einen Stopp, weil ich Amerzio nicht genug unterstützt habe. Ich bin sicher, dass er abgesprungen wäre, wenn ich ihm das Zeichen dazu deutlicher gegeben hätte! So hatten wir leider vier Punkte zu verzeichnen und waren damit natürlich aus den Platzierungen. Trotzdem war ich zufrieden, denn ansonsten war es eine solide Runde und Amerzio sprang wunderbar. In der zweiten Prüfung gab es einen ersten Umgang und ein anschliessendes Stechen für alle Nullfehler. An sich hätte ein Nullfehlerritt für uns kein Problem sein müssen, nur leider kam ich an einen Oxer ziemlich dicht und somit fiel die Stange. Ein ziemlich ärgerlicher Fehler, allerdings war ich auch dieses Mal mit Amerzio super zufrieden, da er sich wunderbar händeln liess und super gesprungen ist. Sogar der Wassergraben war kein Thema und er ist ihn ganz ohne zu gucken gesprungen! Das freut mich viel mehr als eine Schleife, denn im Training hatten wir damit die letzten Male doch eher Probleme.
In den beiden R100 lag es also eindeutig an mir, dass wir zu keiner Platzierung kamen, Amerzio hat sich wie immer von seiner besten Seite gezeigt. Es ist mir schon länger bewusst – jetzt kommt die Zeit, an der ich an mir arbeiten muss! Das Pferd kann es, jetzt muss es nur noch der Reiter lernen. 😉

 

Am Ende des Tages war ich auch ohne Schleife zufrieden und ich bin zuversichtlich, dass wir das nächste Mal wieder eine Platzierung erreichen können.

 

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