Chupas Hufprobleme

Chupas Hufprobleme

Chupa hat von Natur aus nicht besonders gute Hufe. Vorne hat sie unterschiedliche Hufe, eines ist ein Bockhuf und das andere ist breiter als normal. Sie sind zudem sehr empfindlich und wachsen unglaublich langsam. Wir hatten dieses Jahr einige Probleme damit, auf die ich in diesem Blogpost näher eingehe.

 

Vernageln und Versagen des Hufschmiedes

Als wir letztes Jahr in den Skiferien waren, bekamen wir einen Anruf, dass Chupa lahm sei. Der Tierarzt kam, zog einen Nageln raus auf den sie reagierte und schon war es etwas besser, aber noch lange nicht gut. Der Hufschmied hatte einen Nagel nicht richtig eingeschlagen, er war zu nahe am lebendigen Teil des Hufes. Beim Röntgen stellte sich dann heraus, dass der Hufschmied doch tatsächlich bei beiden Vorderhufen je einen Nagel nicht korrekt eingeschlagen hatte. Im einen Huf war ausserdem noch ein Teil eines alten Nagels drin. Glücklicherweise waren die Nägel nicht direkt in der Lederhaut, was noch schlimmere Verletzungen hätte hervorrufen können. Chupa ging eine Zeit lang lahm, aber alles wurde wieder gut. Den Hufschmied haben wir danach übrigens gewechselt. Leider hatten wir später noch einmal Probleme mit Vernageln, der Hufschmied meint zwar sie sei nicht vernagelt gewesen, aber es kam doch der ersten Geschichte sehr nahe. Auch hier lief sie nach einer Pause wieder lahmfrei.

 

Abgerissene Hufeisen und Ausbrechende Hufe

Chupa hatte eine Zeit lang ein Talent dafür, sich die Hufeisen abzureissen. Natürlich vorne, wo sie ohnehin schon empfindlich war. Es gelang ihr gleich mehrmals und der Hufschmied hatte Probleme, das Hufeisen wieder aufzunageln, da die alten Löcher einfach nicht hinauswuchsen. Durch das mehrmalige Abreissen fand er keinen Platz mehr, neue Nägel einzuschlagen. Zudem brachen Teile der Hufwand aus, als sie sich die Eisen wegriss, was die Arbeit für den Hufschmied zusätzlich erschwerte und natürlich allgemein nicht gerade zu unserer Zufriedenheit beitrug. Man musste schliesslich einige Male mit Hufkit (Siehe Bild) die ausgebrochenen Löcher füllen.

 

Pilz in der Hufwand

Als wäre das alles nicht schon genug gewesen, hatte Chupa dann auch noch einen Pilz in der Hufwand. Dadurch brach sie noch schneller aus und es dauerte ganz schön, bis der Pilz endlich herausgewachsen war. Da konnten wir nicht viel machen, man musste einfach abwarten.

 

Aufgeklebte Aluminiumeisen

Durch das Ausbrechen der Hufwand war es irgendwann beinahe unmöglich, weiterhin Eisen aufzunageln. Hätte man es gewollt, hätte man es wohl noch ein paar mal probieren können, aber da wir bereits wussten, dass Chupa empfindlich ist und schnell lahm geht, wollten wir kein Risiko eingehen. Der Hufschmied hat uns dann vorgeschlagen, Aluminiumeisen aufzukleben. Erst waren wir skeptisch, wie das funktionieren sollte, da wir noch nie davon gehört hatten, dass man Eisen auch aufkleben kann. Im Nachhinein sind wir aber sehr froh, dass uns der Hufschmied diesen Vorschlag gemacht hatte und dass wir uns dafür entschieden haben.

Aluminiumeisen sind um einiges leichter als normale Eisen. Sie werden aufgeklebt, die Hufwand wird also in Ruhe gelassen und es entstehen keine neuen Löcher. Sie halten +/- 4 Wochen und nutzen sich um einiges schneller ab als die normalen Eisen. Es kann möglicherweise zu Spannungen auf dem Huf kommen, die Lahmheiten auslösen können. Ausserdem sind Aluminiumeisen eine kostspielige Angelegenheit, bei uns hat dieser Spezialbeschlag doppelt so viel gekostet wie der normale Beschlag.

Unsere Erfahrungen damit waren sehr positiv. Wir hatten keinerlei Probleme mit Spannungen und meistens haben die Eisen etwas länger als vier Wochen gehalten. Mehr als 6 Wochen aber nie, und als wir sie einmal voll ausgereizt haben ist doch tatsächlich die Hälfte des Eisens weggebrochen. Glücklicherweise konnten wir direkt zum Schmied fahren, daher konnten wir es mit Humor nehmen!

 

Aktuell

Chupa ist jetzt wieder normal beschlagen. Ihre Eisen wurden jetzt zweimal wieder genagelt und bisher hatten wir überhaupt keine Probleme. Der Hufpilz ist weg, der Schmied passt ordentlich auf und die Hufwände sind wieder einwandfrei. Da Chupa aber allgemein, wie ich oben beschrieben habe, etwas kritische Hufe hat, haben wir ihr jetzt ein halbes Jahr ein Zusatzfutter (Ungulat von St. Hippolyt). Der Huschmied meint, dass das nachwachsende Huf schon besser aussieht, von daher hat sich das Futter auf jeden Fall gelohnt.

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