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Kategorie: Turnier

CS Sursee 2017

CS Sursee 2017

Kurz nach Langenthal hatten wir auch schon ein nächstes Turnier gemeldet, nämlich den CS Sursee. Geplant waren die Prüfungen R110/115 mit Amerzio und Ustino.

 

Der Tag begann nicht besonders gut: Die Wettervorhersage war schlecht und den ganzen Morgen bis zum Nachmittag regnete es wie aus Eimer. Als wir im Stall waren und die Pferde fertigmachten, glaubte ich nicht daran, dass es aufhören würde. Sobald wir aber verladen hatten und losfuhren in Richtung Turnierplatz hörte es allmählich auf. Glück gehabt! Der Abreiteplatz draussen war leider trotzdem überschwemmt, so dass man nur in der Halle abreiten konnte. Das ist an sich kein Problem, nur ist die Halle sehr klein und wenn viele Pferde drin sind, ist Chaos vorprogrammiert. Naja, kann man nicht ändern, also Parcours abgehen und Amerzio fertigmachen. Der Dicke war auch echt super drauf, beim Abspringen hatte ich ein richtig gutes Gefühl und freute mich auf die Prüfung. Leider habe ich schon nach dem ersten Parcours mal wieder die Nerven verloren und bin echt nicht gut geritten … Es blieb bei einem Stangenfehler für uns, womit wir aus den Platzierungen raus waren. Ärgerlich aber na gut, jeder hat mal einen schlechten Tag. Ich hatte ja noch einige Runden vor mir, um wieder besser zu reiten. Da es nicht übermässig viele Paare in der Prüfung gab und einige sich abgemeldet hatten, mussten wir gleich Ustino fertigmachen. Nachdem die beiden letzten Turniere mit ihm nicht so der Wahnsinn waren, hatte ich ein etwas mulmiges Gefühl. Beim Abreiten hatten wir dann plötzlich noch etwas Zeitdruck, weil viele Reiter einfach nicht erschienen sind, ohne sich abzumelden – BITTE liebe Reiter, nutzt doch einfach kurz euer Telefon, wenn ihr keinen Bock habt zu fahren. Es ist soo ärgerlich, wenn man denkt man hat noch 15 Nummern Zeit und dann fehlt plötzlich die Hälfte. 😉 Beim Abspringen war Ustino jedenfalls ganz gut, ich merkte allerdings, dass er etwas zurückhaltend war. Ich musste jeden Sprung richtig reiten, sonst würde er stehen, das war klar. Also ritt ich entschlossen in die Prüfung, galoppierte etwas vor dem ersten Sprung um ihn zu wecken und dann ging es auch schon los. Die ersten vier Sprünge waren wirklich super, er zog zwar nicht wirklich, ich konnte es aber ausgleichen und hatte gute Distanzen. Das fünfte Hindernis war eine etwas speziell gefärbte Kombination, dort hatte ich in der Wendung vielleicht minimal weniger Galopp als zuvor, die Distanz wäre aber passend gewesen. Mister Ustino hatte aber so gar keinen Bock, sich da etwas anzustrengen und drückte nach links weg. Ich hab ihm darauf einen Klaps mit der Gerte gegeben, ihn kurz nachdenken lassen und bin dann nochmal angeritten. Und siehe da? Den Rest des Parcours ist er ohne Springfehler durchgesprungen. Ich war soo happy! Das Gefühl war nach dem Steher richtig gut, ich glaube er war da erst so richtig „an“. Nach Rücksprache mit meinem Trainer beschlossen wir, es für Ustino bei dieser Runde zu belassen. Nachdem er in der letzten Zeit auf Turnier ziemlich frech gewesen war, hatte ich dieses Verhalten nun endlich mal korrigieren können und wir beide beendeten den Parcours dann mit einem guten Gefühl. So durfte er beim R115 nur zusehen, hoffen wir mal er hat was von seinem Kumpel Amerzio gelernt. 😛 Der war nämlich Mal wieder absolut klasse. Wir konnten eine schnelle und einigermassen schöne Runde abliefern, mit der ich recht zufrieden war. Am Schluss reichte es sogar für Platz 2, worüber ich mich mega gefreut habe. <3 Es ist so schön zu sehen, dass Amerzio wieder richtig mitkämpft und selber Spass an der Sache hat. Er war schon lange nicht mehr so selbstbewusst und sicher unterwegs. Das ist einfach Gold wert und noch viel besser als jede Platzierung. Danke Bub!

 

Leider haben wir von diesem Turnier keine Videos. Einmal haben wir die Kamera im Auto vergessen, dann war der Speicher voll … Es sollte wohl nicht sein. Nächstes Mal ist sie aber bestimmt wieder dabei!

CS Langenthal 2017

CS Langenthal 2017

Lange haben wir gewartet, nun war es endlich so weit: Der vierte reitsport.ch CS Langenthal stand vor der Tür! Das Programm versprach fünf aufregende Tage:

Am Mittwoch ging es los mit dem „Tag der Profis“. Dort startete mein Trainer morgens in den Prüfungen 120/125, dann im 130 und im 140. Ich hatte mich als TT zur Verfügung gestellt, also war ich schon morgens auf dem Platz und konnte mir noch das 125 ansehen. Das 130 konnte mein Trainer mit Kobold vom Schlösslihof für sich entscheiden und im 140 wurde er mit ihm nochmal 7. und mit Queen LH 8. Was für eine tolle Leistung und ein schöner Start des Turniers!

Am Donnerstag ging es weiter mit den Jungpferdeprüfungen. Dort hatte mein Trainer wieder einige Pferde am Start, unter anderem auch Santinas. Er ging die JPP für 5-Jährige und blieb zweimal fehlerfrei! Somit sammelte er an ‚unserem‘ Turnier die ersten zwei Platzierungen seines Lebens und machte uns alle mit seiner Ruhe und der Selbstverständlichkeit, die er schon jetzt bei jeder Prüfung an den Tag legt, sehr stolz.

Freitag war dann sein Kumpel Galupy an der Reihe. Er lief zwei Prüfungen über 110cm und 115cm, wobei das 115cm ein Jokerspringen mit zwei Joker über 125cm und 130cm war. Galupy schloss an die tollen Leistungen von Santinas an und lief ebenfalls fehlerfrei durch beide Prüfungen! Wow! Und das obwohl es anspruchsvolle und lange Parcours waren. Im R110 reichte die ruhige Nullrunde leider nicht mehr für eine Platzierung, im R115 reichte es aber für den 13. Rang.

Samstag war der einzige Tag, wo kein Vierbeiner aus unserem Team am Start war. Sonntag war es dann endlich soweit, dass ich selber reiten konnte. Ich freute mich sehr auf die Prüfungen, auch wenn ich ehrlich gesagt am CS Langenthal bisher nie Runden abgeliefert hatte, die für mich zufriedenstellend waren. Doch wir konnten dies dieses Jahr ändern! Ustino lief die Prüfungen 105cm und 110cm, Amerzio 110cm und 115cm.
Ustino lief im 105 bis zu einer engen Wendung auf einen Oxer super, dort hatte er aber Angst und verweigerte deshalb. Mist, nochmal anreiten, da klappte es dann und der Rest war bis auf eine Stange am letzten Sprung super. Der Fehler war ärgerlich, allerdings war ich trotzdem recht zufrieden. Ganz anders im 110, das lief leider gar nicht gut, wir kamen mit drei Verweigerungen vom Platz. 🙁 Was genau da geschehen ist, kann ich bis heute nicht sagen. Er hatte wohl einfach keine Lust, war unkonzentriert und abgelenkt? Ich war zugegebenermassen etwas geknickt nach diesem Resultat, denn eigentlich bin ich mit einem sehr guten Gefühl in die Prüfung geritten. Naja, man kann im Nachhinein auch nichts mehr machen. Abhaken, Amerzio satteln und ab auf den Abreiteplatz. Dort hatte ich ein schlechtes Gefühl, er war ziemlich maulig und ich kam irgendwie nicht zum Sprung. Ich hab mir schon überlegt nicht an den Start zu gehen … Glücklicherweise bin ich aber über meinen Schatten gesprungen und in die Prüfung geritten. Und was soll ich sagen? Fehlerfrei und am Schluss der 13. Rang für uns. Ich war zwar mit der Runde vom Gefühl her nicht ganz zufrieden, war aber so stolz auf den Bub, weil er die Aufgabe mal wieder souverän gelöst hat und mir viel Sicherheit gab. <3 Die zweite Prüfung lief dann schon wesentlich besser und wir konnten uns den 7. Platz sichern. Ich hätte das Stechen etwas besser reiten können, allerdings war es mit der Mischung aus langen Wegen und sehr kurzen Wendungen nicht ideal für meinen Grossen. Ich entschied mich deshalb dafür, einfach vorwärts zu reiten und nahm halt eine etwas langsamere Zeit in Kauf. Dafür hatten wir beide ein tolles Gefühl und konnten den CS Langenthal mit einem schönen Resultat beenden. 🙂

 

Alles in allem war es wie jedes Jahr ein wunderschönes Turnier, nicht nur wegen der tollen Resultate, die unsere Pferde nach Hause holen konnten. Das ganze Drum und Dran wie der tolle Boden, der überdachte Abreitplatz, die Ehrung ‚Pferd des Jahres‘, das VIP-Zelt und das vielseitig Menu im Festzelt machen den CS Langenthal zu einem besonderen Ereignis, das man nicht verpassen sollte!

 

 

 

CS Utzenstorf 2017

CS Utzenstorf 2017

Ich bin zugegebenermassen etwas spät mit diesem Blogpost, trotzdem möchte ich noch einmal kurz auf das Turnier in Utzenstorf zurückblicken. Wir sind einmal mit Ustino und einmal mit Amerzio losgefahren.

 

Am Freitag standen für Ustino zwei Prüfungen R110 an. Das war erst das zweite Mal, dass wir auf dieser Höhe unterwegs waren. Viel zu erzählen gibt es leider nicht, denn im ersten Parcours schieden wir am zweiten Sprung aus wegen einem Sturz und den zweiten Parcours brach ich frühzeitig ab, weil ich mich so unsicher fühlte und nichts kaputt machen wollte. Es lief definitiv nicht wie geplant, aber wir nehmen es hin wie es ist und probieren es in Zukunft einfach wieder.

 

Amerzio war dann am Sonntag in den beiden Hauptprüfungen über 1.15m und 1.20m mit. Es war unser erstes R120 für dieses Jahr und ich freute mich dementsprechend sehr darauf. Mein Grosser war wiedermal in Topform, das merkte man schon beim Abspringen. Im R115 konnten wir uns mit einer schönen Nullrunde auf dem tollen 3. Rang platzieren. Ich habe mich so darüber gefreut, ihr könnt euch das gar nicht vorstellen! Beflügelt und voller Elan ging es dann ins R120, was wir mit einem für mich absolut zufriedenstellenden Resultat von 8 Punkten aufgrund von zwei fallenden Stangen abschlossen. Amerzio hat mal wieder richtig mitgekämpft und Spass gehabt, er ist einfach ein Goldschatz. <3

 

Ich möchte an dieser Stelle mal wieder meinen Eltern sowie meinem Trainer Philip Ryan für die Unterstützung danken. Ausserdem geht ein grosses Dankeschön an Frau Nadine Guscetti von Nadine horses & dogs sowie an Longines CSI Basel für die tollen Spezialpreise, wir haben uns sehr darüber gefreut!

 

CS Kappelen-Lyss 2017

CS Kappelen-Lyss 2017

Vergangenes Wochenende waren wir zum ersten Mal am CS Kappelen-Lyss auf der wunderschönen Anlage von Niklaus Schurtenberger am Start. Es war wirklich ein ganz tolles Turnier mit einem Turnierplatz, der keine Wünsche offen lässt.

 

Wir hatten drei Pferde dabei: Amerzio, Ustino und Galupy, wobei dieser von meinem Trainer geritten wurde. Wir ritten die Prüfungen R/N110/115. Die erste Prüfung startete nachmittags um 13.30 Uhr. Es war an diesem Tag ziemlich warm, allerdings gerade noch angenehm.

 

Amerzio
Mein Grosser war an diesem Tag mal wieder in absoluter Bestform. Schon auf dem Abreiteplatz war er richtig locker und sprang wahnsinnig gut. In der Prüfung war er dann voll dabei, selbst als ich auf Sprung drei meinen Zügel verloren habe (ich reite mit einer Aufziehtrense mit zwei Zügeln) und ihn bis zu Sprung neun nicht wieder zu fassen bekam, hat er sich nicht beirren lassen und ist eine fehlerfreie Runde gelaufen. Wir wurden auf dem 8. Rang platziert, was mich riesig freute. Im R115 konnten wir uns dann nochmal steigern, indem wir wieder fehlerfrei blieben und uns über den 7. Platz freuen durften. Schon lange habe ich mich auf ihm nicht mehr so sicher und wohl gefühlt, wie an diesem Turnier. Ich bin sehr stolz und dankbar, dass dies gleich mit zwei Platzierungen belohnt wurde. Danke Bub! <3

 

Ustino
Für Ustino und mich war dieses Turnier etwas ganz besonderes, denn wir sind zum ersten Mal auf der Stufe 110/115 gestartet. Nachdem wir im Winter viele Fortschritte gemacht hatten und in dieser Saison bisher einige Platzierungen in tieferen Prüfungen sammeln konnten, fühlte ich mich bereit diesen Schritt zu wagen. Und was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg! In der ersten Prüfung hatten wir zwar zwei Stangenfehler, ich hatte aber ein richtig gutes Gefühl und es hat total Spass gemacht. Die zweite Prüfung war ein Zweiphasenspringen, wo wir leider in der ersten Phase Fehler hatten. Eine Stange fiel und ein Stopp ging auf unser Konto, weil der Herr Ustino eine Planke so mega gruselig fand. 😀 Schlimm war es aber nicht beim zweiten Anlauf sprang er sie, so dass wir den Parcours trotzdem sehr zufrieden beenden konnten. Die Endresultate waren vielleicht nicht die besten, für mich war es aber viel wichtiger, ein gutes Gefühl zu haben und sagen zu können „Ja, wir können nun mit gutem Gewissen R110/115 Prüfungen gehen.“ Und das kann ich definitiv sagen! Die nächsten Turniere sind schon genannt und ich freue mich wahnsinnig darauf.

 

Galupy
Auch Galupy zeigte sich an diesem Turnier wieder von seiner besten Seite. Nachdem auf dem Abreiteplatz erstmal der Kinderspielplatz mit Rutsche und Schaukeln inspiziert werden musste, war er konzentriert bei der Sache. In beiden Prüfungen hatte er je einen Stangenfehler, sprang aber klasse, obwohl es ein sehr ‚guckiger‘ Platz für junge Pferde ist. Wir sind sehr zufrieden mit seiner bisherigen Entwicklung und freuen uns auf die weitere Zeit!

 

CS Sand-Schönbühl 2017

CS Sand-Schönbühl 2017

Wir waren am Freitag 16.6 und am Samstag 17.6 wieder auf Turnier. Genauer im Sand in Schönbühl, wo ich mit Amerzio die Prüfungen R110/115 geritten bin und mit Ustino R100/105. Mein Trainer ist ausserdem mit Clavaro am Start gewesen.

 

Wir kamen am Freitag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Turnierplatz an und konnten sogleich den Parcours abgehen. Der war auch wirklich schön gestellt und machte Laune auf die Prüfung. Mein Trainer ritt an diesem Tag Clavaro in der selben Prüfung wie ich Amerzio. Er war als erster an der Reihe, also machten wir das Schimmeltier fertig und dann ging es ans Aufwärmen. Clavi war wirklich suuper brav, beim Fertigmachen und auch auf dem Abreiteplatz. Das war gar kein Vergleich zu den vorherigen Turnieren, wo er immer echt aufgedreht und kaum haltbar war. Das freute mich natürlich sehr, denn so war der Tag schon mal deutlich entspannter, als ich erwartet hatte. Beim Einspringen war Clavaro super, in der Prüfung dann eigentlich auch, nur sind leider wiedermal ganz schön viele Stangen gefallen. Er war mal wieder ziemlich unvorsichtig, hat sich zum Teil 10cm übersprungen und dann beim nächsten Sprung die Beine einfach hängenlassen. Zuhause ist er zum Glück schon viel besser, deshalb bin ich zuversichtlich, dass er auch auf Turnier noch vorsichtiger werden wird. Wir packten ihn dann wieder in den Transporter und holten Amerzio hervor. Schon auf dem Abreiteplatz hatte ich mit ihm ein super Gefühl, das Abspringen war nämlich auf Gras und das liebt er ja sowieso. Auch in der Prüfung war Amerzio dann echt top und wir hatten lediglich eine ärgerliche Stange an Sprung 2, weil ich dort schon über dem Sprung in der Wendung war, ihn also gar nicht habe fertig springen lassen. Ein reiner Routinefehler, also alles halb so wild. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden, da ich die Runde echt schön fand und den ganzen Parcours über immer das Gefühl hatte, alles unter Kontrolle zu haben. Okay, der letzte Sprung war vielleicht dann nicht mehr ganz so schön, aber darüber sehen wir mal hinweg. 😛

In der zweiten Prüfung war ich dann als erster dran und auch dort war ich zufrieden. Wir haben den Galopp nicht ganz so gut gefunden wie beim ersten Parcours und dadurch wurde es doch mal etwas grösser, aber Amerzio hat das super gelöst. Bei der Linie mit dem Wassergraben sollte ich den Steil ganz ruhig anreiten – da kam ich dann doch grad mit etwas wenig Schwung, deshalb auch die schlechte Distanz und der Fehler. Es hat mich aber ungemein gefreut, dass er dann so gut übers Wasser gesprungen ist und das obwohl ich ganz schön hinter der Bewegung war. Danke Bub! <3 Clavaro war in der zweiten Prüfung ziemlich ähnlich wie in der ersten – brav, aber unvorsichtig, so dass wieder einige Stangen fielen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er das Ganze einfach nicht so erst nimmt. ;P
Alles in allem war es aber ein super erster Turniertag und ich freute mich schon auf den nächsten Morgen.

 

Am Samstag waren wir um 6.00 Uhr schon wieder mit Ustino unterwegs, denn unsere Prüfung ging um 7.00 Uhr los. Der Parcours war schön gestellt und einige enge Wege hätten sich angeboten, ich entschloss mich aber, heute nur ruhige Runden zu reiten. Dies tat ich mit dem Hintergedanken, dass wir hoffentlich bald unser erstes R110/115 starten werden. Da ist es einfach wichtiger, ihm nochmal Vertrauen zu geben und Nullrunden zu reiten, als gewinnen zu wollen. Ustino war auf dem Abreiteplatz im Gegensatz zu Amerzio nicht besonders wohl, er ist auf Gras nicht so sicher. Es war am Morgen auch noch recht feucht und dadurch ziemlich rutschig, daran wird es wohl gelegen haben. Wir haben deshalb nicht allzu viele Sprünge gemacht, das war auch nicht nötig, da ich sowieso immer ein tolles Gefühl habe auf ihm. Die Prüfung lief dann super, wir hatten keinen Fehler, waren aber wegen der etwas längeren Zeit nicht mehr platziert. Ich finde das immer so schade, wenn man mit einer Nullrunde nicht mehr platziert ist, leider ist das aber heutzutage ja ziemlich oft so. Naja, was will man machen. Auch in der zweiten Runde ritt ich nur auf null und da reichte es dann doch noch, was mich natürlich sehr freute. Es gab aber auch bedeutend weniger Nullfehlerritte. Manchmal ist es schon krass, was 5cm ausmachen können. Natürlich wurde es auch langsam heiss, das muss man wohl auch dazuwerten. Ich freute mich jedenfalls sehr über die Platzierung und wir fuhren glücklich über die Resultate dieses Turnierwochenendes nach Hause.

 

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Herzlichen Dank an Sergio Petrillo von www.photoprod.ch für die tollen Fotos.

 

 

 

CS Bolligen 2017

CS Bolligen 2017

 

Endlich mal wieder ein Turnierbericht, yay!

Am Freitag dem 19.5 waren wir mit Amerzio am CS Bolligen am Start. Dieser fand auf der schönen Anlage des NPZ in Bern statt. Eigentlich habe ich bisher mit diesem Ort was Turniere betrifft nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht, nun scheinen wir diesen kleinen ‚Fluch‘ aber gebrochen zu haben. Mit Sicherheit ist das sowieso nur im Kopf des Reiters, dass es auf einer bestimmten Anlage nicht gut laufen kann, umso besser, dass ich das nun in den Griff bekommen habe. Das Turnier an sich ist nämlich wirklich sehr schön und empfehlenswert!

 

Gestartet sind wir am Freitag Morgen um 7.00 in den Prüfungen R110/115. Da der Start so früh war, klingelte der Wecker für mich um 4:10 Uhr. Das war schon ziemlich früh, aber welcher leidenschaftliche Turnierreiter lässt sich von frühen Aufstehzeiten schon bremsen? Richtig, keiner! Also raus aus den Federn, schnell in die weissen Reithosen hüpfen und dann ab in den Stall. Dort musste ich erstmal den armen, nichtsahnenden, friedlich schlummernden Amerzio wecken und den noch viel ärmeren, verdutzten Ustino, der nur als Beistellpferd mitkommen musste, weil der andere im Transporter nicht alleine sein möchte. Beide haben sich ihrem Schicksal schnell gefügt und folgten mir brav in den Transporter, wo sie erstmal mit dem Frühstück belohnt wurden. Nun ging es also los aufs Turnier – habe ich schon erwähnt, dass es langsam immer kälter wurde und wie aus Eimern regnete? Jedenfalls kamen wir ein ganzes Stück zu früh auf dem Turnierplatz an, wo wir uns erstmal den Parcours angesehen und gefrühstückt haben. Pünktlich begann dann die erste Prüfung, wo ich mir dank einer eher späteren Startnummern noch einige Paare anschauen konnte, bevor es dann aufs Pferd ging.

 

Amerzio war beim Abreiten erst etwas steif, nach einigen Minuten wurde er aber locker. Beim Einspringen sprang er toll und gab mir ein sehr gutes Gefühl. Wir hatten wieder die Aufziehtrense drin, damit lässt er sich wesentlich besser kontrollieren und springt dadurch auch um einiges schöner. Mit einem guten Gefühl ritt ich also in den Parcours und auch meine Nervosität hielt sich ziemlich in Grenzen. Den ersten Sprung konnte ich direkt mit guten Tempo und genügend Zug anreiten, so zog es sich dann durch den ganzen Parcours. Wir hatten eine schöne Nullrunde und dank den kurzen Wegen, die ich gewählt hatte, waren wir schliesslich auf dem 11. Rang von 56 Startern platziert. Über diesen kleinen Erfolg freute ich mich sehr und mir wurde einmal mehr klar, dass Erfolg eben doch kein Glück ist. Das Training der letzten Wochen hatte sich definitiv ausgezahlt.

 

Für die zweite Prüfung hatte ich mir nichts besonderes vorgenommen, wie schon bei der ersten wollte ich einfach einen schönen, kontrollierten Ritt zeigen. Diesmal war auch Amerzios Feind der Wassergraben drin, im Training sprang er ihn allerdings die letzten Wochen über sehr gut, deshalb beunruhigte er mich nicht allzu sehr. Beim Abreiten war Amerzio noch ein Stück besser als bei der vorherigen Prüfung, so machten wir nur einige wenige Sprünge, bevor es dann in den Parcours ging. Es war ein Zweiphasenspringen, das heisst acht Sprünge in der ersten Phase und wenn man fehlerfrei bleibt, darf man die letzten fünf auch noch reiten. Leider hatten wir in der ersten Phase am Wassergraben einen Fehler. Ich habe ihn durch die Wendung etwas zu wenig geritten und dann die Hand etwas vorgeschoben, so fiel dann leider die Stange. Er ist aber absolut ohne zu zögern gesprungen, also war ich trotz des Fehler sehr zufrieden. Den Rest des Parcours fand ich nämlich auch sehr gut, alles fühlte sich so schön flüssig und locker an, genau so wie es sein sollte.

 

Wie ihr auf den Videos wahrscheinlich seht waren die Runden keinesfalls perfekt. Allerdings war das Gefühl für mich beide Male sehr gut und das Turnier hat mir viel Sicherheit gegeben, nachdem das letzte mit ihm so doof gelaufen ist. Wenn ich richtig reite klappt das und auf Amerzio kann man sich dann eben doch verlassen. <3 Ich freue mich schon auf nächsten Freitag, dort werden wir in zwei Prüfungen R115 in Aarberg starten. Auch Ustino wird dort endlich wieder Mal an den Start gehen, darauf freue ich mich auch schon ganz besonders.

 

 

CS Hildisrieden 2017

CS Hildisrieden 2017

Einen ganzen Monat ist mein letzter Blogpost nun schon her, wo ich euch einen Ausblick auf unser Jahr 2017 gegeben habe. Ich entschuldige mich, dass bis jetzt nichts mehr kam – das Wintertraining war einfach nicht so spannend und die häufig diskutierten Winterthemen wie „Wann eindecken und welches Modell“ oder „Wie schere ich mein Pferd“, schienen mir schon ziemlich ausgelutscht zu sein. Nun melde ich mich aber mit einem spannenden, neuen Beitrag zurück; nämlich dem ersten Turnierbericht für dieses Jahr!

 

Die Turniersasison startete für mich am 24. und 26. Februar am CS Hildisrieden, einem Hallenspringturnier auf der wunderschönen Anlage von Paul Estermann. Wir hatten Amerzio und Clavaro am Freitag im R110/115 gemeldet und Ustino am Sonntag in zwei Prüfungen über 1.05m.  Aufgrund des Wintertrainings, das doch recht erfolgreich verlief, fühlte ich mich gut auf diese Prüfungen vorbereitet.

 

Los ging es wie bereits angemerkt am Freitag. Wir fuhren pünktlich los und kamen frühzeitig am Turnierplatz an. Das war mir gerade fürs erste Turnier sehr wichtig, denn Zeitdruck führt bei mir immer schnell dazu, dass ich hektisch werde, was bekanntlich im Umgang mit Pferden nicht wirklich angebracht ist. So hatte ich auf jeden Fall Zeit mir in Ruhe den Parcours anzusehen, der glücklicherweise auch schon stand. Mit Clavaro hatte ich nämlich eine frühe Startnummer, so dass ich schon auf den Abreiteplatz musste, bevor die Prüfung überhaupt begann.
Auf dem Abreiteplatz war Clavaro wie immer etwas nervös, er mag es einfach nicht, wenn ihm fremde Pferde zu nahe kommen. Trotzdem schlug er sich ziemlich gut und ich hatte ein tolles Gefühl beim Einspringen. Auch als ich in den Parcours hineinritt, war ich noch guter Dinge. Dementsprechend passend waren die ersten beiden Sprünge, dann ging das Chaos leider los. Von Sprung zwei auf Sprung drei hatte ich die Distanz falsch gemessen – warum auch immer – und einen Galoppsprung mehr eingeplant als nötig gewesen wäre. So kamen wir dann sehr dicht und die Stangen fielen, ein blöder Fehler meinerseits, aber noch nicht wahnsinnig tragisch. Weiter ging es dann auf eine Kombination mit Oxer als Einsprung. Da vermeterte ich mich leider komplett und jagte Clavaro nach vorne, dieser sprang sehr frühzeitig ab, womit ich dann doch nicht gerechnet hatte. So wurde ich in die Höhe katapultiert und landete auf dem Hals. Den Aussprung nahm er dann, motiviert wie er ist, natürlich trotzdem noch und überwand ihn sogar fehlerfrei. Ich, vorher schon auf dem Hals hängend, rutschte dadurch zur Seite. In der Wendung nach der Kombination geschah es dann – ich küsste den Boden. Na toll, so stellt man sich doch einen gelungenen Start in die Turniersaison vor … nicht. Jedenfalls hatte ich nach dem Sturz ziemliche Schmerzen, entschloss mich aber schon beim Aufstehen, die nächsten Runden noch reiten zu wollen. So nahm ich eine Schmerztablette, ruhte mich ein wenig aus und schwang mich dann auf Amerzio. Dieser war auf dem Abreiteplatz ein absoluter Schatz und es sollte sich im Parcours zeigen, dass es sich einmal mehr gelohnt hat, nicht aufzugeben. Wir hatten nämlich eine fehlerfreie Runde, genau das, was ich nach so einem Sturz gebraucht hatte. Überglücklich ritt ich also aus dem Parcours und dass es am Ende für eine Platzierung doch nicht mehr reichte, war mir herzlich egal.
Im R115 war dann Amerzio als erster an der Reihe. Zwischen den Prüfungen mussten wir also gar nicht absatteln, ich schaute mir nur kurz den Parcours an (Zweiphasenspringen) und  musste dann bereits wieder abreiten. Auch diesmal war er Amerzio super. Ich hatte mir trotzdem vorgenommen, eine ruhige Runde mit weiten Wegen zu reiten, da ich doch aufgrund der Schmerzen nicht zu 100% leistungsfähig war. Amerzio bewies wieder einmal sein Können und brachte uns fehlerfrei durch den Parcours. Erstaunlicherweise war unsere Zeit nicht einmal so übel, so dass wir am Schluss tatsächlich auf dem 5. Rang platziert waren. Das hat mich natürlich riesig gefreut und die tolle Runde stärkte mein Selbstvertrauen wieder, so dass ich mich entschloss, auch Clavaro nochmal zu reiten. Leider war dieser nicht mehr ganz so konzentriert wie beim ersten Mal und ich war vor dem Start sehr nervös, so dass auch diese Runde für uns frühzeitig vorbei war. Dies allerdings nicht wegen eines Sturzes, sondern weil ich eine Volte geritten bin, er an der Kombination einmal nicht konzentriert war und den Sprung erst viel zu spät sah, sowohl als ein Fehler meinerseits wo ich mich vermeterte und ihn vom Sprung wegzog. Alles in allem war der Parcours also wieder weder schön noch erfolgreich, allerdings bin ich trotzdem sehr froh, dass ich nochmal eingerittten bin, denn sonst hätte ich beim nächsten Mal auf alle Fälle Angst gehabt.
Der Freitag war, wie ihr euch nun selber denken könnt, geprägt von Höhen- und Tiefflügen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meinen Pferden. Ich freue mich sehr über die beiden Nullrunden mit Amerzio und im Team mit Clavaro wissen wir, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen. Ich bin zuversichtlich, dass es beim nächsten Turnier auch mit ihm besser laufen wird.

Am Sonntag war dann Ustino in zwei Prüfungen über 105cm an der Reihe. Er hatte im Wintertraining wahnsinnige Fortschritte gemacht, vom letzten Jahr weiss ich aber, dass er auf Turnier ein kleines Schlitzohr ist. Dies löste bei mir gemischte Gefühle aus, weshalb ich beschloss, die Sache einfach ganz locker zu nehmen und mir möglichst keine Gedanken über etwaige Probleme im Parcours zu machen. Auf dem Abreiteplatz war Ustino noch etwas faul, als es ans Einspringen ging, wurde er dann langsam wach. Er sprang fantastisch und gab mir ein sehr gutes Gefühl, was mich mit einem Lächeln auf den Lippen in die Prüfung einreiten liess. Tatsächlich verlief die Prüfung noch besser als ich es mir erträumt hatte. Wir hatten lediglich einen kleinen Stangenfehler, der mich überhaupt nicht störte. Vielmehr freute ich mich darüber, dass Ustino während dem ganzen Parcours sehr aufmerksam war, dass die Ohren stets nach vorne gerichtet und alle Distanzen  passend waren. Nach dieser tollen Runde war ich einfach nur überglücklich und konnte die zweite Prüfung kaum erwarten. Diese folgte sogleich und wir blieben fehlerfrei, was mich enorm freute und sehr stolz machte. Ich bin zwar nicht ganz so gut geritten, habe teilweise Linien nicht gut getroffen und Distanzen vermasselt, aber Ustino sprang einfach fantastisch und meisterte jede Situation mit einer Gelassenheit, von der wir im letzten Jahr nur hatten träumen können. Tatsächlich waren wir dann noch auf dem 14. Rang platziert, was mich zusätzlich freute.

 

 

Alles in allem war der CS Hildisrieden für mich, abgesehen vom Sturz am Freitag, ein voller Erfolg. Ich konnte viele wertvolle Erfahrungen sammeln, habe die Turnieratmosphäre nach der langen Winterpause sehr genossen und freute mich natürlich ausserordentlich, gleich am ersten Turnier zwei Platzierungen feiern zu können. Ich denke, dass wir auf diese Resultate definitiv aufbauen können und freue mich schon auf das nächste Turnier.

CS Root 2016

CS Root 2016

Nach den tollen Erfolgen am CS Obergerlafingen war ich happy, als ich noch einen Startplatz für das R120/125 in Root ergattern konnte. Ich war vorher noch nie dort, weder als Zuschauer noch als Reiter, und so war ich ziemlich neugierig. Jetzt kann ich sagen, dass der CS Root ein wirklich sehr schönes Turnier auf einer wahnsinnig tollen Anlage ist.
Das Turnier wurde in der Halle ausgetragen und war somit unser erstes Hallenturnier nach der Aussensaison. Ich mag Hallenturniere grundsätzlich nicht so gerne, allerdings ist die Halle in Root so schön gross und hell, da reite sogar ich gerne drinnen.

 

Los ging es um 12.00 mit dem R120. Der Parcours beinhaltete einige Tücken für uns, so unter anderem eine Dreifache, einen Wassergraben und ein Sprung mit Wolken als Unterbaute, den wir schon aus dem Training kannten. Was die beiden letzteren angeht, ist Amerzio einfach ein riesengrosser Schisser, wenn man ihn nicht im richtigen Moment erwischt, haut er sofort die Bremse rein. So war vollste Konzentration meinerseits gefordert.
Beim Abspringen war Amerzio sehr gut, anfangs fehlte uns der Rhythmus, allerdings haben wir ihn dann recht schnell gefunden. So machten wir nur wenige Sprünge und ich konzentrierte mich vor allem darauf, ihn schön locker zu bekommen. Amerzio war am Schluss butterweich an der Hand und machte so toll mit, dass ich mit einem sehr guten Gefühl in die Prüfung ritt.
Dort klappte dann auch alles wie am Schnürchen, Sprung 1 trafen wir direkt gut, weiter ging es ohne Probleme über 2-4, dann kam der Wassergraben. Druck am Bein, kurz die Gerte eingesetzt, zack waren wir auch schon auf der anderen Seite! Erstmal durchatmen, dann schön ruhig in die Dreifache, ich war etwas hinter der Bewegung aber Amerzio hat super weitergezogen. Phuu, geschafft! Auf langem Weg zu Sprung 7, weiter zu 8. Dann eine Kombination, die haben wir gut getroffen. Ein letzter Knackpunkt war der Wolkensprung, ich nehme den kurzen Weg, er macht sich etwas fest, Bein dran, schon war auch der geschafft. Noch ein Sprung und dann waren wir durch, unser erstes fehlerfreies R120!! Ich war überglücklich, Amerzio hat so toll mitgekämpft, er ist einfach ein Profi! Wir wurden dann auf dem 17. Rang platziert worüber ich mich sehr gefreut habe, da wirklich sehr viele sehr gute Reiter am Start waren.

 

Weiter ging es dann mit dem R125, unser zweites überhaupt. Ich war beim Abgehen des Parcours nicht sonderlich nervös, er war nicht einfach gestellt aber fair. Sprung 6 war eine Tripplebarre, die habe ich mir nicht zu genau angeschaut, mit genügend Schwung hinreiten, dann klappt das schon.
Beim Abreiten war Amerzio wieder sehr gut. Wir haben nur etwa 5 Sprünge gemacht, die Muskeln gut aufgewärmt, viel Lösungsarbeit, Gas und Bremse getestet. Alles hat wunderbar geklappt und so war mein Ziel eine zweite Nullrunde. Die letzten Minuten auf dem Abreiteplatz war ich dann doch ziemlich nervös, aber ich habe versucht mich auf mein Pferd zu konzentrieren.
Im Parcours war Amerzio wieder der Hammer. Sprung 1 direkt super getroffen, flüssig weiter auf 2, der war etwas dicht aber noch okay. Weiter zu 3, die Unterbaute hat etwas gebremst, der Sprung war trotzdem gut. Dann zu vier, der Oxer kam mir beim Abgehen des Parcours so gross vor, war aber kein Problem für Amerzio. Es folgte eine Kombination, der Einsprung war etwas gross, aber er sprang gut weg. Dann kam die Tripplebarre, also auf dem langen Weg einen guten Galopp aufbauen, Augen zu und drüber, wenns dunkel bleibt wars falsch! Hat sich wie ein normaler Oxer angefühlt, also nach vorne weiter zu 7, der war super. Schon fast geschafft, jetzt bloss konzentriert bleiben für die schwierigste Linie des Parcours. Eine Kombination aus Oxer-Steil mit einem Galoppsprung und dann eine gebogene Linie zu 9. Super getroffen, bei 9 etwas am Holz, aber die Stange blieb oben! Auf dem Weg zur letzten Linie dachte ich mir, ‚jetzt bloss kein Fehler!‘. Die Distanz zu 10 war gut, allerdings haben wir beim letzten Galoppsprung die Spannung verloren und schon fiel die Stange. Mist! Konzentriert weiter zum letzten Sprung und dann war ich überglücklich, Fehler hin oder her. Ich fand die Runde sehr schön, es war immerhin erst unser zweites Mal auf dieser Höhe und dafür war der Ritt doch ganz ordentlich. Amerzio hat wieder super mitgemacht, die Ohren waren immer vorne. Einfach ein wahnsinns Pferd!

 

Alles in allem war der CS Root für mich ein richtig schönes Turnier, ich war mit beiden Runden mehr als zufrieden und freue mich schon aufs nächste Jahr!

 

Stauffer_Michelle_Amerzio-13 Stauffer_Michelle_Amerzio-11 Stauffer_Michelle_Amerzio-3 Stauffer_Michelle_Amerzio-2

Videos folgen

CS Obergerlafingen 2016

CS Obergerlafingen 2016

Anfangs September stand für uns eines der schönsten Turniere im Jahr an, der CS Obergerlafingen. Auf diesem Hof trainieren wir regelmässig bei Philip Ryan, so freute ich mich sehr darauf, da die Anlage einfach der Hammer ist. Riesige Abreitehalle, riesiger Turnierplatz, besser gehts nicht!

 

Los ging es am Donnerstag mit dem R120/R125 mit Amerzio. Nachdem wir am CS Sissach zwar durchkamen, aber doch noch ein paar Fehler passiert sind, war ich ziemlich aufgeregt. Der Parcours des R120 war fair gestellt, der Wassergraben war aber drin, Amerzios grösster Feind. Das Abreiten lief gut und so ritt ich mit positiver Einstellung in den Parcours. Die ersten zwei Sprünge waren gut, dann kam das Wasser, zack zieht er die Bremse. Ärgerlich! Beim zweiten Anlauf hat es geklappt und der Rest des Parcours war fehlerfrei. Das war ein wirklich doofer Fehler, der mich noch ein paar Tage geärgert hat, aber kann halt passieren. Mit dem Rest war ich sehr zufrieden und ich hatte ein super Gefühl gehabt, so traute ich mich tatsächlich in mein erstes R125!

Der Parcours war nicht allzu schwierig und auch mein Trainer meinte, dass wir das schaffen können. Also einmal tief durchgeatmet, rauf aufs Pferd und abgesprungen. Amerzio war in Topform, das hat man bei jedem Galoppsprung gemerkt. So machten wir nur wenige Sprünge und dann ging es auch schon rein in die Prüfung! Gott war ich aufgeregt als ich eingeritten bin. Beim Angaloppieren verflog die Nervosität zum Glück, jetzt war vollste Konzentration gefragt. Der ganze Parcours war echt flüssig und ich kann gar nicht viel dazu sagen, schaut euch einfach das Video an!
Wir hatten dann tatsächlich keinen Fehler und wurden auf dem 14. Rang platziert! Erstes R125 und direkt platziert, das hatte ich natürlich niemals erwartet. Ich war echt soo happy und muss immer noch grinsen wenn ich an den Tag zurückdenke. Herzlichen Dank an alle die das möglich gemacht haben, allen voran natürlich mein fantastisches Pferd Amerzio, aber auch mein Trainer Philip, der uns in nur wenigen Trainings einen Riesenschritt nach vorne gebracht hat, sowie mein Vater, ohne den das alles sowieso unmöglich wäre.

 

 

Am selben Tag startete ich noch mit Clavaro im R110/115. Das R110 lief super, nur leider hatten wir am letzten Sprung einen Stangenfehler. Das war wirklich sehr ärgerlich! Zudem war der Speicher der Kamera nach den ersten paar Sprüngen voll, so dass ich euch kein Video davon zeigen kann. Tut mir echt leid, mein Fehler!
Nach dem guten R110 war ich bereit für unser zweites R115. Das erste war in Glovelier, davon habe ich euch gar nicht berichtet, da war nicht unser Tag. In Obergerlafingen sah das jedoch anders aus! Der Parcours war echt schön gestellt und es war ein Zweiphasenspringen, also galt es die ersten acht Sprünge vorsichtig zu reiten und nachher etwas Gas zu geben. Beim Abreiten war Clavaro super und auch im Parcours war er klasse. Die ersten acht Sprünge überwanden wir ohne Fehler, also ging es weiter in die zweite Phase. Dort machte er sich am ersten Sprung etwas stark und die Stange fiel leider, der Rest war aber gut. Am letzten Sprung war ich leider unkonzentriert und vermasselte die Distanz, so hatten wir dort einen weiteren Fehler. Ich war aber überglücklich mit der Runde, es war ja erst unser zweites R115 und Clavaro ist sehr souverän gesprungen, ohne ein einziges Mal zu zögern! Darauf können wir auf jeden Fall aufbauen.

 

 

Am Samstagmorgen durfte dann auch noch Ustino mit zum R100/105. Mit ihm hatte ich mir zum ersten Mal vorgenommen ein paar Abkürzungen zu reiten und Gas zu geben, damit wir eine gute Platzierung erreichen können. Der Parcours bot einige Möglichkeiten und er war beim Abreiten super, so hatte ich ein tolles Gefühl und war bereit anzugreifen! Die Runde war wirklich super, ich kann gar nicht viel dazu sagen, schaut euch einfach das Video an. Der Kleine hat das soo toll gemacht. Wir wurden dann auf dem 6. Rang platziert von 68 Startenden, das war echt eine Top-Platzierung für uns!
Im R105 hatte ich den gleichen Plan. Leider fiel an Sprung 8 die Stange, da ich die Spannung etwas verlor. Das war suuper ärgerlich, wir wären wieder vorne platziert gewesen! Aber was solls, Ustino ist trotzdem klasse gesprungen und ich war sehr glücklich mit ihm.

 

 

Wie erwartet war der CS Obergerlafingen ein super schönes Turnier. Es sind blöde Fehler passiert, aber die beiden Platzierungen die wir hatten waren der Wahnsinn und haben meine Erwartungen echt übertroffen. Meine Jungs sind einfach die besten! <3

 

CS Sissach (27 & 28.8)

CS Sissach (27 & 28.8)

Auf den CS Sissach hatte ich mich schon länger gefreut, da ich an dieses Turnier sehr schöne Erinnerungen hatte. Im letzten Jahr konnten Amerzio und ich dort nämlich das R110 gewinnen – mein erster Sieg überhaupt! So freute ich mich sehr auf diese Turnierwochenende, das bei sommerlichen 30 Grad wirklich sehr schön ausfiel.

 

Samstag 27.8

Am Samstag fuhren wir mit Ustino aufs Turnier, um am Morgen in den zwei Prüfungen R100 zu starten. Auf diese  Prüfungen habe ich mich besonders gefreut, da Ustino im Moment einfach wahnsinnig toll ist und sich immer weiter verbessert. So habe ich in den Tagen vor dem Turnier weiter am Verkürzen und Verlängern der Galoppsprünge gearbeitet und hoffte, dies bei diesem Turnier umsetzen zu können.
Beim Abreiten war der Kleine wie schon die letzten Male super professionell, er war sehr konzentriert und hat toll mitgearbeitet. Auch im Parcours war er echt spitze. Der Boden war an manchen Stellen etwas rutschig, davon hat er sich aber überhaupt nicht beirren lassen und hat mir auch da geholfen, wo die Distanz nicht ganz perfekt war. Das rechne ich ihm wirklich hoch an – noch vor einigen Monaten wäre das nie denkbar gewesen! Wir konnten den Parcours ohne Fehler beenden und ich war wirklich sehr zufrieden mit der Runde. Leider waren wir wie schon so oft in letzter Zeit erster Nichtplatzierter. ;(
Vor dem zweiten Parcours war es dann schon ziemlich heiss, so dass wir nur noch wenige Sprünge gemacht haben. Ich bin dann wieder mit einem super Gefühl eingeritten und der Kleine war wieder der Hammer, trotz fast 30 Grad. Von Sprung 1 auf Sprung 2 hat er sich sogar ein paar Bocksprünge erlaubt, weswegen ich die Linie nicht so reiten konnte, wie ich eigentlich wollte. Auf den zweiten Sprung waren wir dann VIEL zu dicht, aber als hätte er gewusst, dass er schuld war, hat er einfach aus dem Stand abgedrückt und wir sind sogar ohne Fehler am anderen Ende angekommen. Der kleine Showman. 😀 Den Rest des Parcours fand ich super schön und flüssig. Am Wasser waren wir minimal dicht und da fiel die Stange, er hat sich wohl etwas festgeglotzt und vergessen die Füsse zu heben. Das kann passieren und ist absolut nicht schlimm, solange er alles so selbstverständlich springt bin ich glücklich! <3

 

 

Sonntag 28.8

Am Sonntagmorgen fuhren wir mit Clavaro los für zwei Prüfungen R110. Leider hatte es in der Nacht zuvor stark gewittert, so dass der Boden stellenweise nicht ganz optimal war. Ich war trotzdem optimistisch und der erste Parcours war auch wirklich sehr schön gestellt. Beim Abreiten war Clavaro butterweich an der Hand und hat sich auch gar nicht über die entgegenkommenden Pferde aufgeregt. So konnten wir einige tolle Sprünge machen, bevor es auch schon in die Prüfung ging. Leider hatten wir insgesamt drei Stangenfehler, die allesamt nicht hätten sein müssen. Das verzeihen wir Clavaro aber natürlich, denn ihm fehlt es doch noch deutlich an Muskelkraft und Routine. Die hohen Temperaturen und der rutschige Boden haben es ihm auch nicht gerade leichter gemacht. Alles in allem ist er sehr souverän gesprungen und deshalb war ich mit der Runde doch sehr zufrieden.
Vor der zweiten Prüfung haben wir auch mit ihm nicht mehr viel gemacht. Im Parcours habe ich es dann leider bei Sprung zwei verbockt. Ich habe keine Distanz gesehen und wollte ihn dann auf gross wegschicken. Er hat dann noch einen Galoppsprung reingehauen und ist voll in die Stange geknallt. Das tut mir echt mega leid. :(( In der Linie von Sprung sieben auf die Kombination hat er mir etwas nach links weggedrückt, ich habe ihn dann noch erwischt, aber da fiel dann wieder eine Stange. Alle anderen Sprünge fand ich wirklich perfekt und so bin ich sehr stolz auf ihn, er hat sich an diesem Turnier meiner Meinung nach super präsentiert! Die Stangenfehler kriegen wir auch noch raus, wenn er etwas mehr Kraft hat und ich ihn noch besser unterstützen kann.

 

 

Am Mittag ist mein Vater dann mit Clavaro nach Hause geflitzt, um gleich wieder mit Amerzio zurückzufahren. Bei den hohen Temperaturen wollten wir den beiden einfach nicht zumuten, den ganzen Tag im Hänger stehen zu müssen. Das war zwar etwas stressig für meinen Vater – bei dem ich mich für seine Mühe hier auch nochmal ganz herzlich bedanken möchte <3 – aber die Pferde waren ihm bestimmt dankbar!

 

So ging es am Nachmittag für Amerzio und mich zum ersten Mal nach dem Sturz wieder ins R120. Ich fand den ersten Parcours echt schön und beim Abgehen kamen mir die Sprünge auch gar nicht so wahnsinnig hoch vor. So setzte ich mich mit einem realtiv guten Gefühl auf Amerzio, der beim Abspringen auch wirklich top war. Er war schön weich an der Hand, liess sich gut vorwärts galoppieren und zog auch wieder etwas besser auf die Sprünge. Bis wenige Nummern vor unserem Start war ich überhaupt nicht nervös, dann kribbelte es aber doch so langsam. Glücklicherweise gelang es mir gut, mich einfach auf das Reiten zu konzentrieren und nicht zu viel nachzudenken. Mein einziges Ziel für die Prüfung war, nicht hinunter zu fallen und alle Sprünge einmal zu springen.  Und was soll ich sagen? Ziel erreicht!! Es war definitiv keine Runde fürs Auge, wir hatten ingesamt 26 Punkte – zwei Stops, Stangenfehler und Zeitfehler – aber DURCH! Als ich aus dem Parcours ritt, habe ich Amerzio zu Tode gelobt, mir war speiübel und ich bin erstmal in Freudentränen ausgebrochen, einfach weil ich so überglücklich war, dass wir durchgekommen sind. Ich glaube die anderen Reiter dachten, ich spinne komplett, dass ich mich über den definitiv schlechtesten Ritt des ganzen Starterfeldes so gefreut habe. 😀

Vor dem zweiten Parcours war ich dann relativ entspannt und überzeugt, dass die zweite Runde etwas besser laufen würde. Beim Abgehen wurde mir dann zwischenzeitlich doch wieder etwas mulmig, denn es war sowohl der Wassergraben, den Amerzio ja überhaupt nicht gerne springt, sowie eine Dreifache aufgebaut. Ich wusste aber wir konnten es schaffen und so versuchte ich ihn beim Warmreiten nicht zu müde zu machen. Mein Ziel war wieder, alle Sprünge einmal zu springen, wenn möglich mit einem etwas flüssigeren Galopp. Als es in die Prüfung ging, habe ich einmal tief durchgeatmet und bin ‚einfach geritten‘ – etwas, was mir seit dem Sturz bei Amerzio oft schwer fiel. Aber es hat diesmal suuper geklappt! Wieder war die Runde zum Zuschauen nicht wirklich schön und ich war ein paarmal hinter der Bewegung, weil ich manchmal noch etwas überwältigt bin von seiner Sprungkraft. Am Wassergraben hatten wir leider einen Stop, das war sehr ärgerlich, da die Distanz eigentlich super gepasst hatte. Da muss er einfach noch über seinen Schatten springen und ich muss lernen, ihm gar keine Chance zum Stoppen zu geben. Nach dem Wassergraben hatten wir den Rhythmus etwas verloren, so dass ich vor der Dreifachen einmal abgewendet habe. Über diese Entscheidung bin ich im Nachhinein sehr froh, denn so konnten wir sie beim zweiten Anlauf gut treffen und sind ohne Probleme durch den Rest des Parcours gekommen. Ich war wirklich überglücklich mit dem Resultat und konnte Amerzio gar nicht genug dafür danken, mich so gut durch die Prüfung getragen zu haben. Ich glaube, ich kann mit guten Gewissen sagen: WE ARE BACK! <3

 

 

Alles in allem war der CS Sissach für mich ein voller Erfolg, und das ohne eine einzige Platzierung. Alle Pferde waren absolut top und auch mit meiner eigenen Leistung bin ich ziemlich zufrieden. Klar, gerade im R120 sind mir noch einige doofe Fehler passiert und ich muss unbedingt vermehrt an meinem Sitz arbeiten, aber trotzdem hatte ich auf diesem Turnier zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder das Gefühl, dass ich Fortschritte gemacht habe. So auch meine Jungs, auf die ich wirklich unglaublich stolz bin. Ich freue mich schon auf das nächste Turnier in Obergerlafingen in zwei Wochen, wo wir wieder dreimal an den Start gehen werden!