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Kategorie: Alltag

Fotoshooting mit Siegbert Altenhofer

Fotoshooting mit Siegbert Altenhofer

Etwas mehr als einen Monat ist es nun schon her, unser erstes professionelles Fotoshooting! Ich habe mich riesig gefreut, als ich gehört habe, dass ein Fotograf zu uns in den Stall kommt, denn schon lange wollte ich mal professionelle Fotos von meinen Lieblingen machen lassen. Jetzt konnte ich sie endlich auf meinen Laptop laden und freue mich, euch meine Lieblingsbilder zeigen zu können. Wir haben auch noch zwei Collagen anfertigen lassen, die ich euch natürlich auch zeigen werde, sobald sie aufgehängt sind.

 

Das Shooting hat wirklich super viel Spass gemacht, alle Teilnehmer waren hellauf begeistert und Siegbert kam letztes Wochenende sogar noch ein zweites Mal in unseren Stall, da noch mehr Leute Fotos haben wollten. Verständlich, bei den tollen Ergebnissen!

 

Danke an dieser Stelle nochmal an Siegbert Altenhofer! Ich kann ihn wirklich jedem empfehlen. Wer neugierig geworden ist, kann gerne mal auf seiner Seite vorbeischauen: http://www.a-focus.de/ Auf seiner Facebookseite findet ihr ausserdem noch mehr Fotos: https://www.facebook.com/siegbert.altenhofer

 

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Herbst/Winter 15 – so geht es weiter

Herbst/Winter 15 – so geht es weiter

Die Turniersaison geht auch für uns dem Ende zu und bald beginnt das Wintertraining. Ich bin schon ein klein wenig traurig, dass die Saison schon vorbei ist. Gerade jetzt, wo Amerzio und ich ein richtiges Team geworden sind und immer wieder tolle Resultate nach Hause gebracht haben, müssen wir Pause machen. Andererseits – nach der Saison ist vor der Saison! Wir werden im Wintertraining auf jeden Fall Gas geben, denn für 2016 sind die Ziele wieder hoch gesteckt!

 

Für Amerzio steht am 10. Oktober noch der ZKV-Future-Cup Final an. Was die Punkte angeht haben wir den Cup übrigens mit Abstand gewonnen, obwohl wir an vier von zehn Turnieren gar nicht gestartet sind. HIER geht’s zur Schlussrangliste des Cups. Ganz toll wäre natürlich, wenn wir den Final ebenfalls für uns entscheiden könnten, aber nach den tollen Resultaten in dieser Saison will ich mir da keinen zu grossen Druck mehr machen. Wir könnten es auf jeden Fall schaffen, aber Glück gehört ja auch immer dazu.

Der letzte Termin ist eine Woche später am 17. Oktober, das Vorreiten fürs Regionalkader. Ich bin guter Dinge, dass wir eine schöne Runde hinlegen können. Allgemein habe ich (im Moment noch) keine grossen Bedenken, dass wir es nicht ins Kader schaffen werden, denn auch was die Resultate angeht, sollten wir den Richtern gefallen. Aber warten wir mal ab, wie das zwei Tage vorher aussehen wird. 😛

 

Danach ist für Amerzio erstmal Turnierpause angesagt. Im Wintertraining müssen wir auf jeden Fall die Kondition aufrecht erhalten, damit er nächsten Frühling genau so fit ist wie jetzt. Weiter würde ich gerne versuchen, auf das Niveau 120/125cm zu kommen, so dass wir nächstes Jahr in dieser Kategorie starten können.

 

Ustino hat dieses Jahr noch ein paar Turniere in der Halle. Wir am 18. Oktober am CS Holziken und am 25. Oktober am CS Aarau. Ich bin gespannt, wie sich der Kleine in der Halle schlägt und hoffe, dass wir noch die eine oder andere Schleife nach Hause bringen können. Es werden sehr wahrscheinlich noch einige Turniere folgen, bevor auch er Pause bekommt. Der Grund ist einfach, dass er dieses Jahr noch etwas Erfahrung sammeln soll, da er noch nicht besonders oft auf Turnier war. Aus demselben Grund braucht er auch noch nicht unbedingt eine Pause, denn so viel hat er wie gesagt noch nicht gemacht.

 

Im Wintertraining steht auf jeden Fall die Erhaltung der jetzigen Form im Vordergrund. Meine Pferde kriegen zwar ein paar Wochen keine Sprünge mehr zu sehen und wir gehen keine Turniere mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass sie nur noch auf der Koppel stehen und nicht mehr arbeiten müssen. Ganz im Gegenteil, im Winter werden wir mehr Dressur reiten und lange (anstrengende) Ausritte machen, damit die Kondition nicht verloren geht. Weiter versuchen wir unsere Techniken mit Gymnastik und so weiter zu verbessern, ich sammel jetzt schon Ideen für Stangen- und Cavalettiarbeit, damit uns die Übungen nicht ausgehen werden. Besonders mit Amerzio will ich ausserdem ‚hoch hinaus‘ und uns in der Höhe weiter steigern.

ZKV-Future-Weekend in Avenches

ZKV-Future-Weekend in Avenches

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Seit langem habe ich mich schon auf das ZKV-Weekend gefreut. Am Samstag war es so weit! Wir sind für einen Tag nach Avenches gefahren, wo ich eine Theoriestunde, Dressurunterricht, Sport und ein Geländetraining hatte. Vor allem auf das Geländetraining habe ich mich sehr gefreut, da ich bisher noch nie Geländesprünge gesprungen bin.

 

Mein Wecker hat schon sehr früh geklingelt, damit ich um 6 Uhr im Stall sein konnte. Dort habe ich Amerzio geputzt und alles in den Transporter eingeladen. Um halb Sieben sind wir dann in Richtung Avenches losgefahren, wo wir etwas vor acht Uhr angekommen sind. Wir bekamen für den Tag eine Box, wo ich Amerzio direkt reinstellen konnte. Anfangs war er etwas nervös, da die Wände zu den Nachbarsboxen keine Gitterstäbe hatten und er die anderen Pferde deshalb nicht gesehen hat. Als er aber dann gemerkt hat, dass nach und nach immer mehr Pferde links und rechts von ihm stehen, ist er ruhig geworden. Mein Vater war zu der Zeit schon wieder nach Hause gefahren, er konnte den Tag über nicht bleiben. Ich habe mich aber sofort super mit meiner Boxennachbarin verstanden und auch alle anderen Mädchen waren sehr nett. Nachdem wir uns eingerichtet hatten wurden wir von den Leitern begrüsst und der Tagesplan wurde noch einmal erklärt.

 

Als erstes stand für uns eine Theoriestunde an. Leider hatte der USB-Stick der Leiterin sich am Vortag seinen Geist aufgegeben, weshalb wir keine Theorie machen konnten. Stattdessen haben wir uns anlässlich der 150-Jahre-ZKV Jubiläumsfeier Gedanken über den ZKV gemacht, was auch ganz interessant war.

 

Nach der Theoriestunden hatten wir noch etwas Zeit, bis das Dressurtraining anfing. Ich habe die Pause genutzt um eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu plaudern. Ich habe dann Amerzio fertiggemacht und meine Boxennachbarin und ich sind schonmal zum Dressurplatz gelaufen, wo wir dann lange einschritten konnten, bis die Trainerin kam. Anfangs haben die Beschränkungen am Boden Amerzio überhaupt nicht gefallen und er hat sie immer wieder angeglotzt. Nachdem wir zum zehnten Mal vorbeigeritten sind hat er sich dann aber etwas beruhigt und ist brav daran vorbeigelaufen. Wir waren insgesamt fünf Reiter mit sehr unterschiedlichen Pferden. Das Pferd meiner Boxennachbarin war erst fünf und eine andere Reiterin hatte eine Vierjährige. Deshalb haben wir vor allem an den Basics gearbeitet, was mich aber überhaupt nicht gestört hat, da ich in der Dressur auch ein Anfänger bin, zumindest was Lektionen betrifft. Amerzio hat aber super mitgemacht, auch wenn wir die Sachen teilweise sehr oft wiederholt haben, bis sie alle Reiter korrigiert hat. Irgendwann wurde es ihm dann doch zu doof und ich musste ganz schön ackern, um ihn motiviert zu behalten.  Trotzdem war ich am Ende sehr zufrieden mit ihm, da er sehr schon am Zügel lief, fein an den Hilfen war und toll mitgearbeitet hat.

 

Nach dem Training hatten wir Mittagspause. Nachdem wir die Pferde ausgeschrittet, abgesattelt und in die Box gestellt haben,  gab es für sie Mittagessen. Wir sind dann ins Restaurant gegangen, wo wir gegessen und uns etwas ausgeruht haben.

 

Nach der Mittagspause ging es weiter mit Sport. Zuerst mussten wir selber ein Warm-Up gestalten und fünf Gründe nennen, wieso man ein Warm-Up macht. Anschliessend haben wir ein Spiel gespielt. Der Sportunterricht war also nicht wahnsinnig anstrengend und hat Spass gemacht.

 

Dann kamen wir endlich zu meinem persönlichen Highlight: Dem Geländetraining! Endlich hatte ich die Möglichkeit, Natursprünge zu springen. Der Geländeplatz in Avenches ist ziemlich gross und es gibt viele verschiedene Sprünge und einen grossen See. Ich hatte keine Ahnung wie sich Amerzio anstellen würde, da ich vermutete, dass er noch nie Natursprünge gesprungen ist. Wir waren zu viert in der Gruppe, davon war ein Pferd bereits erfahren, eines vier-, ein anderes fünfjährig und Amerzio, den ich als Neuling auf diesem Gebiet einstufte. Demnach haben wir ganz langsam begonnen und sind zu Beginn nur im Schritt einen Absatz hoch, über einen kleinen Baumstamm und wieder runter. Das haben wir direkt ein paarmal wiederholt, bis die Pferde wussten, wie sie die Hindernisse überwinden musste. Es ging im Schritt weiter, immer wieder Absätze hoch und runter und über kleine Baumstämme. Später auch über einen Graben. Danach durften wir den Graben im Trab springen. Nach dem Graben sind wir Absätze  aus dem Trab hoch und runter. Dann ging es über vier Baumstämme, wobei der erste der tiefste und der letzte der höchste war. Die Baumstämme durften wir dann auch im Galopp anreiten. Einmal mussten wir im Trab einen Absatz hochspringen und dann über einen Baumstamm wieder nach unten. Amerzio hat auf den kleinen Baumstamm ziemlich gezogen und einen wahnsinnigen Satz genommen. Da wir von einer erhöhten Plattform auf den Boden sprangen, wirkte der Sprung gleich noch viel grösser. Ich dachte schon, wir kämen nie mehr am Boden an! Dafür bekam Amerzio für sein Vermögen ein Kompliment vom Trainer. Später ging es dann zum Wasser. Ich war sehr skeptisch, ob Amerzio überhaupt hineingehen würde, da ihm die Pfützen zuhause manchmal gar nicht gefallen. Allerdings musste ich kaum Druck machen und schon standen wir drin, wenn auch mit einem grooossen Satz. Wir sind dann immer wieder rein- und rausgeschrittet. Später ging es im Trab und im Galopp durchs Wasser, bevor wir dann über einen Baumstamm aus dem Wasser gesprungen sind. Als Abschluss sind wir ins Wasser galoppiert, über den Baumstamm wieder aus dem Wasser, rund um den Teich herum, über einen Baumstamm wieder ins Wasser und einen Absatz hoch aus dem Wasser. Amerzio war ein Goldschatz und hat überhaupt nicht gezögert! Ich glaube fast, wir sollten öfter ins Gelände, so toll hat er sich angestellt.

 

Nach dem Geländetraining war der Tag zu Ende. Wir haben unsere sieben Sachen gepackt, die Pferde verladen, wurden verabschiedet und dann ging es ab nach Hause. Für mich war es ein toller, lehrreicher und spassiger Tag!

Meine Meinung zu Stilprüfungen

Meine Meinung zu Stilprüfungen

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Ich habe die Stilprüfungen nun hinter mir. Bevor ich angefangen habe, Stilprüfungen zu reiten, habe ich von vielen gehört, wie mühsam und unfair Stilprüfungen seien. Ich bin insgesamt 12 Stilprüfungen geritten, wobei ich 9 Platzierungen erreiten konnte.

 

Für alle die nicht in der Schweiz leben und das Turniersystem der Schweiz nicht kennen, empfehle ich meinen Blogpost dazu, den ihr HIER findet.

 

Grundsätzlich muss ich sagen, dass es eine tolle Erfahrung war. Ich würde jedem, der die Springlizenz erwerben möchte, empfehlen, sie über Stilprüfungen zu erreiten, sofern er und sein Pferd ein einigermassen harmonisches Paar abgeben. Der ausschlaggebende Punkt ist dabei für mich, dass man eine gewisse Routine über 100cm bekommt, die man nach der eintägigen Prüfung nicht hat. Die Parcours werden ab 100cm was die Linienwahl angeht deutlich anspruchsvoller, als in den tieferen Prüfungen. Trotzdem wird ab und an etwas Rücksicht genommen und schwierigere Sprünge werden meistens nicht ganz ausgebaut, was bei normalen R100-Prüfungen nicht oder nur selten der Fall ist. Gleichzeitig kann es natürlich auch ausgebaute Sprünge geben, alle Prüfungen die ich geritten bin waren jedoch was die Höhe anging fair und ausgeglichen gebaut.

 

Der grösste Unterschied zu normalen Prüfungen ist natürlich die Bewertung. Es wird nicht in erster Linie nach Hindernisfehlern und Zeit, sondern nach bestimmten Kriterien bewertet. Dabei gibt es jeweils 10 Punkte für das Tenue und die Vorführung, für die Linienwahl, die Hilfengebung, den Stil und für den allgemeinen Eindruck. Da es zwei Richter gibt, kann man insgesamt 100 Punkte erreichen. Pro Hindernisfehler gibt es 4 Punkte Abzug. Die höchste Punktzahl die ich erreichen konnte, waren 82 Punkte (zum Video).
Von vielen Freunden und Bekannten hörte ich, dass die Richter unfair und unfreundlich seien. Manchmal würden sie auch gar nicht richtig zuschauen und nach Lust und Laune bewerten. Natürlich kann es sein, dass ich mit meinen Richtern Glück hatte, aber grundsätzlich waren alle Richter bis auf zwei fair und haben korrekt bewertet.

 

Ärgerlich kann es werden, wenn man wegen ein oder zwei Punkten aus der Platzierung raus ist. Bei mir kam es vor, dass ich in der ersten Prüfung platziert war und in der zweiten knapp nicht mehr, obwohl ich persönlich den zweiten Ritt besser fand. Es lohnt sich allerdings nicht, sich darüber aufzuregen, denn erstens kann man es sowieso nicht ändern und zweitens ist es Geschmackssache – vielleicht ist man im zweiten Ritt etwas flotter geritten, der Richter mag es aber lieber ruhig. Dann hat man eben Pech gehabt und das einzige was man nach Hause nimmt, ist die Erfahrung. Genau so kann es einem aber auch in einer normalen Prüfung ergehen, wenn man eine Sekunde zu langsam ist oder die letzte Stange fällt.

 

Mein Fazit ist also, dass Stilprüfungen eine gute Sache sind und man daraus viel lernen kann. Wer mit seinem Pferd ein einigermassen harmonisches Paar abgibt, wird mit Sicherheit Erfolg haben. Schwierig wird es, wenn das Pferd unsicher ist, deshalb reiten die meisten an Stilprüfungen routinierte Pferde. Allerdings kann man auch auf einem jungen und/oder unerfahrenen Pferd, das sich im Parcours noch etwas ungeschickt anstellt platziert werden, denn es wird nicht das Pferd sondern der Reiter bewertet. Wenn er also die Fehler des Pferdes gut ausbügeln kann, steht ihm zur Platzierung nichts im Wege!

Unsere nächsten Ziele

Unsere nächsten Ziele

Meine Ziele für das Jahr 2015 habe ich schon vor dem Jahreswechsel niedergeschrieben (hier geht’s zum Blogpost). Jetzt, wo ich sehe, wie wir in die Turniersaison gestartet sind, haben sich diese Ziele etwas verändert und ich möchte sie gerne noch einmal etwas genauer definieren.

 

Unser grosses Ziel, die Springlizenz, haben wir schon so gut wie geschafft. Die acht Unterschriften hatte ich dank meinem Goldjungen sehr schnell. Exakt vor drei Monaten haben wir die Resultatkarte gelöst und nun ist sie auch schon voll. Morgen steht noch die Theorieprüfung an, die aber sehr einfach ist, von daher habe ich keine Bedenken, dass ich sie nicht bestehen werde.

 

Nach dem Erwerben der Springlizenz sind wir aber keinesfalls ziellos, im Gegenteil! Das nächste grosse Ziel ist nämlich schon klar: Ich will im Oktober für das Regionalkader vorreiten. Dazu muss ich bis zum 30. September drei Klassierungen über 115cm vorweisen können. Vier Monate haben wir also noch Zeit, was ausreichen sollte, wenn es weiterhin so toll läuft. Das Regionalkader ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Elite, wie die Grafik (Quelle: SVPS) aufzeigt. Natürlich muss für den Weg bis ganz oben alles wie am Schnürchen laufen, aber irgendwo muss man ja anfangen.

 

Sobald wir die Springlizenz haben, kann ich an den Prüfungen des ZKV-Future-Cups mitreiten. Um am Finale reiten zu können, muss ich unter den 30 Reitern mit der höchsten Punktzahl sein. Punkte sammelt man an den Qualifikationsprüfungen, wobei es für den 1. Rang 20 Punkte, für den 2. Rang 19 Punkte, für den 3. Rang 18 Punkte, und so weiter gibt. Ichnsgesamt gibt es acht Qualifikationsprüfungen, drei haben wir leider schon verpasst, weil man dazu die Springlizenz braucht. Trotzdem bleiben uns noch fünf und zusätzlich gibt es für die vier besten Resultate aus Stilprüfungen Punkte, deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich bis zum Finale unter den qualifizierten Reitern sein werde.

 

Ein weiteres Ziel ist es ausserdem, dass Chupa auch auf Turnier zuverlässig springt. Nachdem sie sich über die letzten Monate so toll entwickelt und mir viel Hoffnung gemacht hat, waren die letzten Springtrainings wieder etwas weniger gut. Aufgrund der Stilprüfungen ist sie bisher etwas zu kurz gekommen, was Turniere anging. Jetzt wo die Stilprüfungen vorbei sind, kann ich mich aber wieder mehr auf die normalen Turniere konzentrieren. Natürlich werden wir Chupa nun auch regelmässig auf Turnier einsetzen. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als es immer wieder zu versuchen, auch wenn ich denke, dass wir gerade bei den ersten Turnieren einige Niederlagen werden einstecken müssen. Es war mit ihr noch nie einfach und es wird nie einfach sein, aber da sie im Training bewiesen hat, wie toll sie springen kann, kämpfen wir weiter. Genie und Wahnsinn liegen bei ihr wirklich sehr nahe beieinander!

 

Ihr seht – uns wird bis zum Jahresende auf keinen Fall langweilig! Ich bin gespannt was auf uns zukommt, ob ich meine Ziele erreichen kann oder ob sie sich in ein paar Monaten wieder ändern werden.

Mein Vorbild: Steve Guerdat

Mein Vorbild: Steve Guerdat

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Nicht mein Bild!

In diesem Blogpost möchte ich euch mein reiterliches Vorbild vorstellen.

Mein Idol ist Steve Guerdat (10. Juni 1982), ein international erfolgreicher Schweizer Springreiter. Er ist der Sohn von Philippe Guerdat, der selbst international erfolgreicher Reiter und Trainer war. Steve Guerdat sitzt im Sattel seit er sieben Jahre alt ist und brach für die Reiterei die elfte Klasse ab.

 

Guerdat nahm im Alter von 15 Jahren das erste Mal an den Junioren-Europameisterschaften teil. Bis 2002 ritt er fünfmal die Europameisterschaften und konnte dabei zweimal mit der Mannschaft die Bronzemedaille gewinnen. 2003 wechselte er dann in den Stall von Jan Tops. Noch im selben Jahr konnte er seine ersten grossen Erfolge in der Altersklasse „Reiter“ feiern, unter anderem ein sechster Platz im Einzel bei den Europameisterschaften und die Bronzemedaille mit der Mannschaft. 2004 folgte die erste Olympiateilnahme. Den Stall von Jan Tops verliess er nach dreieinhalb Jahren und begann für einen Ölmilliardär zu reiten. Nach drei Monaten trennten sich ihre Wege jedoch, weil Guerdat das Angebot ablehnte, die ukrainische Staatsbürgerschaft anzunehmen und für die ukrainische Nationalmannschaft zu reiten. Seine Aussage dazu: „Ich bin Schweizer. Punkt.“ Nachdem er einige Monate keine Pferde zur Verfügung hatte, kaufte ihm ein Sponsor und Freund der Familie neue Pferde. Kurz darauf gewann er mit Jalisca Solier als erster Schweizer das Weltcup-Springen in Genf. Zu Jalisca Solier meinte er: „Es war Liebe auf den ersten Blick. Als ich das erste Mal auf ihrem Rücken saß, wusste ich sofort: Das ist das Pferd meines Lebens. Wir verstehen uns blind. Auf die kleinste Bewegung des einen, reagiert der andere. Wir bilden ein harmonisches Paar, obwohl sie als ausgesprochene Kämpfernatur nicht leicht zu reiten ist. Sie hat einen außergewöhnlichen Charakter und einen starken Willen. Für kein Geld der Welt würde ich sie hergeben.“

Durch den Präsidenten des Schweizer Pferdesportverbandes entstand ein Kontakt zu Urs Schwarzenbach, der Guerdat seine Anlage zur Verfügung stellte. 2007 konnte er in der Mannschaft die Bronzemedaille an den olympischen Spielen gewinnen. Kurz darauf wurde er Schweizer Meister. Ende 2008 musste er am Rücken operiert werden und eine Pause einlegen. Sein nächster grosser Erfolg war die Goldmedaille an den Europameisterschaften mit der Mannschaft 2009.

2012 folgte dann die Olympia in London, wo er als einziger Reiter zwei Nullrunden hinlegte und mit Nino des Buissonnets die Einzel-Goldmedaille gewann. 2013 konnte er unter anderem den Worldcupfinal in Göteborg, die Globals Champions Tour in Chantilly und den Grand Prix in Genf für sich entscheiden. Ebenso verlief das Jahr 2014 mit vielen internationalen Siegen erfolgreich.

Im aktuellen Jahr konnte Steve Guerdat erneut ein Springen in Göteborg über 160cm gewinnen. Ausserdem gewann er auf Albführen’s Paille den Weltcup-Final in Las Vegas, nachdem er in vergangenen Jahren bereits mit einem dritten und zwei zweiten Plätzen den Sieg knapp verpasste.

 

Erfolge von Steve Guerdat 

Steve Guerdats Homepage

 

 

Quelle: Wikipedia
Bild: Ich besitze das Bild nicht, sondern habe es aus Google. Sollte der Besitzer ein Problem mit der Verwendung haben, so soll er mich doch bitte kontaktieren.
Die schönsten Pferdesprüche

Die schönsten Pferdesprüche

Pferde geben uns die Flügel die wir nicht haben.

 

Without my horse my house would be clean,
my wallet would be full, but my heart would be empty.

 

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd,
aber ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch.

 

Pferde geben uns die Flügel die wir nicht haben.

 

A good rider can hear his horse speak to him.
A great rider can hear his horse whisper.

 

There is no secret so close as that between a rider and his horse.

 

No hour of life is wasted that is spent in the saddle.

 

Whoever said „Diamonds are a girl’s best friend“ never met a rider.

 

Some horses will test you,
some will teach you,
and some will bring out the best in you.

 

If you have gained the trust of a horse,
you have won a friend for life.

 

Horses aren’t my whole life,
they make my life whole.

 

In riding a horse we borrow freedom.

 

Feeling down? Saddle up!

 

Every horse has something to teach,
every human has something to learn.

 

Riding is the best solution to any problem.

No Go’s auf Turnier

No Go’s auf Turnier

Turniere sind etwas, worauf man sich freut. Sie machen meistens grossen Spass, nicht nur wegen des Reitens, sondern auch weil man viele Bekannte trifft und neue Leute kennenlernt. Es gibt aber einige Dinge, die man auf Turnier beachten sollte, um anderen den Tag nicht zu verderben und um keinen schlechten Ruf zu bekommen.

 

Niemandem etwas gönnen 

Richtig nervig sind die Personen, die sich selbst als die einzigen sehen, die eine Schleife verdient haben. Sie wünschen vor dem Ritt niemandem Glück und gratulieren auch niemandem, der vor ihnen platziert ist. Wenn sie keinen Erfolg haben, dann ist die ganze Welt schuld, nur sie selbst auf keinen Fall. Wer sich auf Turnier so verhält, hat sehr schnell einen schlechten Ruf und erntet oft schräge Blicke. Niemand will mit so einer Person etwas zu tun haben, sie vermiesen einem nur den Tag. Spass machen Turniere mit Leuten, die einem vor der Prüfung Glück wünschen und einem bei der Siegerehrung die Hand schütteln – ganz egal ob man sich kennt oder nicht.

 

Die, die eigentlich gar nicht hier sein wollen

Es gibt sie tatsächlich, Personen die mit mieser Laune auf Turnier fahren. Sie kommen auf dem Platz an, machen ihr Pferd fertig und ziehen dabei ein Gesicht, als hätte es drei Tage geregnet. Oder gleich drei Wochen. Niemand weiss so genau, warum sie es sich trotzdem immer wieder antun, denn weder ihrer Begleitung noch dem Pferd macht es Spass, mit so einem Miesepeter auf Turnier zu fahren

 

Platz da, ich bin dran 

Dieser Punkt bezieht sich auf den Abreiteplatz. Ich persönlich hasse den Abreiteplatz, unter anderem, weil man sich dort öfters mal mit rücksichtslosen, chaotischen und egoistischen Menschen herumschlagen muss, die einem wirklich den letzten Nerv rauben können. Es gibt nichts Mühsameres, als wenn ein Sprung ewig besetzt wird, weil jemand in gefühlten 2 Stunden noch einmal abspringen möchte und die Höhe ja nicht verstellt werden darf. Ganz gerne mag man auch die, die auf Bahnregeln grundsätzlich nicht achten und denen man immer ausweichen muss. Auf den Abreiteplatz ist es oftmals ohnehin schon so eng und voll, dass man sich kaum auf sein eigenes Pferd konzentrieren kann. Wenn dann aber noch Menschen abreiten, die völlig planlos oder ohne jegliche Rücksicht in der Gegend herumgurken, dass wird die Sache doppelt ätzend!

 

Lästertanten an der Bande

Wenn die Lästertanten mal wieder an der Bande stehen wird man nur dann nicht zum Opfer, wenn man das Pferd im Hänger stehen lässt. Sie kritisieren alles und jeden, von ihnen wird niemand verschont. Dabei haben sie oft nicht besonders viel Ahnung, aber sie nehmen sich heraus, über alle urteilen zu dürfen, ruhig auch mal über Profireiter. Schliesslich können alle noch von den Lästertanten lernen, sie machen nämlich alles richtig. (Auf Turnier hat man sie zwar noch nie gesehen und es gibt keinen Trainer, der Auskunft geben kann, aber hey …)

 

 

Spätentwickler

Spätentwickler

Wie bei uns Menschen gibt es auch unter den Pferden Spätentwickler. Es sind Pferde, die man mit vier Jahren besser noch auf der Wiese lassen würde, die einfach noch nicht bereit sind für den Sport. Ich wage zu behaupten, dass ich mit Chupa genau so ein Modell erwischt habe.

 

Chupa war früher nervös, sie konnte nie Stillstehen, sich konnte sich nicht lange konzentrieren, sie hatte null Vertrauen in sich selbst und wurde schnell unsicher. Wir haben immer wieder Fortschritte gemacht, aber aus dem Nichts kam dann wieder etwas, das sie so verunsichert hat, dass wir jedes Mal wieder am Anfang standen. Es gab nie einen bestimmten Moment, in dem etwas passierte. Von heute auf morgen hat sie wieder all ihren Mut verloren und hat sich teilweise über keine 60 Zentimeter mehr getraut, während sie zwei Wochen zuvor noch locker 90cm sprang. Es war zum Verzweifeln und hat mich unendlich Nerven gekostet, aber wenn ich sehe, wie toll sie sich seit diesem Winter entwickelt hat, war es jede Träne wert.

 

Ich kann nicht sagen, woran es liegt. Irgendein Schalter hat sich bei ihr umgelegt, sie ist seit diesem Jahr wie ausgewechselt. Mit jedem Training wird sie besser und zwar in beiden Sparten, beim Springen wie in der täglichen Dressurarbeit. Sie entwickelt immer mehr Ruhe, sie wirkt viel ausgeglichener und zufrieden. Die Unruhe von früher kommt nur noch selten durch. Seit Wochen läuft sie immer besser am Zügel und ich habe kaum etwas in der Hand, kein Vergleich zu früher, wo ich sie für keine Hallenlänge rund gekriegt habe. Auch im Galopp bleibt ihr Kopf immer öfter ruhig unten, es ist wirklich verblüffend. Beim Springen ist sie immer mutiger, beim letzten Springtraining (5.3) war sie einfach unglaublich. Ich denke seit Wochen nicht mehr an Verweigerungen, weil ich mich auf sie immer mehr verlassen kann. Alle unsere grossen Probleme verschwinden immer mehr und ich bin sicher, dass es nicht an mir liegt. Bestimmt habe auch ich Fortschritte gemacht, aber allein daran liegt es nicht. Es kommt auch von ihr aus, sie will jetzt arbeiten, sie will ihrem Reiter gefallen und benimmt sich langsam so, wie man es von einem siebenjährigen Pferd erwartet. Deshalb kann ich jedem, der mit seinem Jüngling ähnliche Probleme hat und dem Verzweifeln nahe ist nur raten, durchzubeissen. Nicht aufgeben, weitermachen, es lohnt sich und es gibt kein besseres Gefühl, als wenn man alte Probleme hinter sich lassen kann. Endlich haben wir es geschafft. Bisher nur im Training, aber auch auf Turnier wird es im Vergleich zu letztem Jahr ganz anders werden, dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen.

Rückblick Winter 14/15

Rückblick Winter 14/15

Der März ist da, die Temperaturen steigen langsam aber sicher, der Schnee verschwindet und bald wird alles wieder grün. Ich freue mich immer sehr, wenn der Winter sich endlich zurückzieht, trotzdem möchte ich noch einmal zurückblicken. Dieser Winter war für mich sehr lehrreich und es gab so einige Veränderungen.

 

Noch kurz vor dem Winter, genau am 17. Oktober, hat mein Vater mir Amerzio gekauft, unser drittes Pferd. Damit hatte ich eine neue, grosse Aufgabe für den Winter – mit ihm zu einem Team zusammenzuwachsen. Aber auch Chupa sollte in diesem Winter nicht zu kurz kommen, denn es gab einige Lücken in ihrer Ausbildung, die es diesen Winter zu füllen galt. Was das Springen anging war sie Anfang November auf einem super Stand und so ritt ich am 2. November die ZKV Future Sichtung mit ihr. Es war ein voller Erfolg und ich wurde ins Future Förderprogramm aufgenommen. Danach war es eine Weile etwas stiller um uns, ich habe intensiv trainiert und Chupa wurde von meinem neuen Trainer geritten, der den Stall dann im neuen Jahr leider schon wieder verlassen hat. Ein Highlight im Januar war für mich das CSI Basel, das wie schon im letzten Jahr einfach fantastisch war und Springsport auf höchstem Niveau geboten hat. Anfang Februar stand dann das erste ZKV Future Training an, das ich mit Amerzio geritten bin. Das Training wurde von meinem vorherigen Trainer geleitet und ich habe mich natürlich sehr gefreut, ihn wiederzusehen. Auch das Training zwei Wochen später war super, bisher bereue ich es keine Sekunde, in diesem Förderprogramm zu sein und empfehle es jedem! Am letzten Februartag stand dann unser erstes Turnier für dieses Jahr an, eine Stilprüfung die ich mit Amerzio geritten bin. Ich war vorher noch nie mit ihm auf Turnier, aber er hat mir gleich zwei Platzierungen eingebracht. Unser Start in die Saison hätte also nicht besser laufen können.

 

Im Allgemeinen habe ich in diesem Winter sehr viel gelernt, was die Dressurarbeit angeht, aber auch beim Springen. Ich bin geduldiger, mutiger und sicherer geworden. Früher hatte ich ständig Angst vor Verweigerungen, aber seit diesem Winter kann ich meinen Kopf beim Springen völlig ausschalten. Das liegt grösstenteils an Amerzio, der mir so viel Sicherheit vermittelt. Dadurch werde ich sicherer und mittlerweile kann ich diese Ruhe und diese Sicherheit auch auf Chupa übertragen. Jetzt, wo wir in die neue Saison gestartet sind, habe ich mit beiden Pferden ein tolles Gefühl. Wir sind ein Team, wir arbeiten zusammen und bauen immer mehr Vertrauen auf. Damit ist das Ziel dieses Winters absolut erreicht und ich hoffe, dass dieses gegenseitige Vertrauen durchs ganze Jahr ziehen wird.