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Kategorie: Alltag

Ein Monat mit einer Prinzessin

Ein Monat mit einer Prinzessin

Fast einen Monat ist es nun her, dass ich meinen achtzehnten Geburtstag feiern konnte. Dazu habe ich das beste Geschenk erhalten, was man sich als Pferdemädchen nur vorstellen kann – ein neues Hü! Diarada LH heisst der Neuzugang, sie ist eine 7-jährige, dunkelbraune Hannoveranerstute von Diarado x A Jungle Prince.

 

Nun die Antwort zu der Frage, die bei euch wohl als erstes aufkommt – wie kam es dazu? Nun ja, da wir schon länger geplant hatten, Clavaro zu verkaufen, waren wir mehr oder weniger auf der Suche nach einem neuen Pferd. Eigentlich hatten wir immer gesagt, dass wir erst einen Platz für ihn finden wollen, bevor wir uns aktiv auf die Suche machen – leider sollte sich später herausstellen, dass es für Clavaro kein Happy-End mehr geben sollte. Lest dazu gerne meinen letzen Post. So hielten wir eigentlich noch nicht Ausschau nach einem neuen Pferd. Wie ihr wisst, haben wir früher dieses Jahr in den Stall meines Trainers gewechselt und eines seiner Pferde war eben Diarada. Sie ist schon seit sie zwei Wochen alt ist im Besitz vom Chef meines Trainers, also weiss man ganz genau was mit ihr alles so geschehen ist, was schon mal ein grosser Pluspunkt ist. Ich durfte sie dann immer wieder mal reiten und sie gefiel mir auf Anhieb meega gut, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch vom Gefühl her beim Reiten. Es war wie bei meinen bisherigen Pferden – draufgesessen, 5 Minuten geritten und direkt gefühlt wie zuhause. Als ich sie dann auch noch springen durfte, war es komplett um mich geschehen, trotzdem hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass sie jemals mein Pferd werden könnte. Sie ist nämlich so gar nicht unser bisheriger Typ Pferd – viel kleiner (sie wird von uns liebevoll ‚Pony‘ genannt), ziemlich aufgedreht, temperamentvoll und vor allem ist sie eine Stute. Mein Vater war immer vehement gegen den Kauf einer Stute und auch ich war bisher nicht so angetan, wir haben halt einfach ganz klar bessere Erfahrungen mit Wallachen gemacht. Mein Vater war dann mal mit meinem Trainer auf Turnier, dort ist Diarada das erste Mal eine Prüfung über 1.30m gelaufen und war direkt platziert – da hat sich dann sogar mein Vater in die kleine Prinzessin verliebt. 😉 Es kam wie es kommen musste: Wir waren nach kurzer Zeit alle hin und weg von der Süssen, es stimmte einfach alles und so fand sie dann den Weg in unsere Ponyfamilie. <3

 

Nun ist schon ein Monat vergangen, seit sie in unser Team gekommen ist. In der Zeit hat sich einiges getan, wir sind schon ein ganzes Stück zusammengewachsen und jeder Tag mit der Kleinen hat bisher wirklich einfach nur Spass gemacht. Zum Reiten ist sie das komplette Gegenteil von Amerzio und Ustino, da musste und muss ich mich immer noch ein bisschen einfuchsen, besonders wenn ich erst sie reite und dann Amerzio ist die Umstellung riesig, aber sie gefällt mir wirklich unwahrscheinlich gut. Wir haben auch schon unser erstes Turnier erfolgreich gemeistert, zwar hatten wir im ersten Parcours (R110) einen Fehler und im zweiten Parcours (R115) zwei, ich bin aber sehr zufrieden, da ich an dem Tag ziemlich krank war und die Fehler daher auf meine Kappe gingen. Alles in allem bin ich einfach nur super glücklich, wie das alles mit ihr gelaufen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell ein neues Pferd finden würde, denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, richtig viele auszuprobieren um das perfekte Pferd zu finden – dass es quasi vor meiner Türe stand, hätte ich nicht gedacht, es macht mich aber überglücklich und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was die Zukunft für die Prinzessin und mich so bringen wird.

 

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See you in heaven

See you in heaven

Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, dass nichts mehr von Clavaro kam, weil wir ihn verkauft haben. Ich wünschte, ich könnte schreiben, dass er einen tollen neuen Besitzer gefunden hat, dass er sich eingelebt hat, dass es ihm gut geht. Ich wünschte, ich könnte euch vom Abschied erzählen, von einem lachenden und einem weinenden Auge, davon dass ich ihn besucht habe und er glücklich ist. Ich wünschte, ich müsste nie einen Post schreiben wie diesen, wo der Text hinter den Tränen verschwimmt, wo Worte plötzlich unbedeutend werden, weil sie die unendliche Trauer sowieso niemals beschreiben könnten. Am Mittwoch, 27. September ist Clavaro seinen Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Nach einem beunruhigenden Vorfall beim Ausreiten wussten wir, dass etwas nicht in Ordnung sein kann. Wir haben begonnen ihn untersuchen zu lassen, haben ihn durchgeröngt und sind auf etwas Erschreckendes gestossen. Clavaro hatte an zwei von sieben Halswirbeln extreme Arthrose – der Tierarzt sprach vom schlimmsten Fall, den er je gesehen hatte. Dem war aber nicht genug, zusätzlich wurde dadurch auch noch Druck auf die Nerven ausgeübt, was ihn teilweise gelähmt hat. Die Diagnose hängt vermutlich mit einem schweren Unfall als Fohlen zusammen. Für uns war der Schock riesig, da wir nie irgendetwas von seinen unsäglichen Schmerzen gemerkt haben. Er war immer freundlich zu allen, egal ob Pferd oder Mensch. Er hat immer sein bestes gegeben, schien manchmal etwas tollpatschig, aber auf eine süsse Art und Weise … Auf die Prognose des Tierarztes hin, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis er nichtmal mehr seinen Hals strecken könne um zu fressen, und er auch sonst bei jeder Bewegung Schmerzen hat, entschlossen wir uns für die schwierige, aber einzig richtige Entscheidung; ihn von seinen Qualen zu erlösen. Clavaro, du wirst für immer in meinem Herzen bleiben. Ich konnte und kann so vieles von dir lernen – du warst ein ganz besonderes Pferd. Nicht auszudenken, was aus uns geworden wäre, hätte das Schicksal dich nicht so schwer getroffen. Ich hoffe dir geht es gut, da wo du jetzt bist. Ich hoffe, dass du viele Pferdefreunde hast, die mit dir über endlose Wiesen galoppieren, so wie du es bei uns immer gern getan hast. Ich vermisse dich unendlich, es schmerzt deine leere Box anzuschauen, es schmerzt wenn Amerzio und Ustino in den Auslauf kommen, um mich zu begrüssen, und dein Paddock leer bleibt. Ich hoffe so sehr, dass wir uns da oben irgendwann wiedersehen. Ich liebe dich mein Schimmelchen, ich habe es immer getan und werde es immer tun. see you in heaven ❤️

2 Jahre mit dem besten Stinker der Welt

2 Jahre mit dem besten Stinker der Welt

Heute vor zwei Jahren war es, als der kleine Ustino ein Teil unserer Familie wurde. Diese zwei Jahre waren voller Höhen und Tiefen, besonders unser Anfang war nicht ganz so einfach. Doch wir haben uns durchgekämpft und es hat sich mehr als nur gelohnt, denn heute ist Ustino echt so mein kleiner Liebling.

 

Ich erinnere mich noch sehr genau an den Moment, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Wir waren damals bei Roberto Girao um eine Stute auszuprobieren, die den gleichen Vater wie Amerzio in der Abstammung hatte. Nach wenigen Minuten im Sattel wusste ich jedoch schon, dass das nicht mein Pferd sein würde. Wir probierten dann noch drei weitere Pferde, alle wirklich ganz toll und einzigartig, doch der Funke sprang bei keinem so richtig über. Ich befürchtete schon, ohne neues Pferdchen wieder nach Hause fahren zu müssen, da meinte er plötzlich, er habe da noch einen der passen könnte. Wenn ich mich recht erinnere, hätte er eigentlich noch gar nicht verkauft werden sollen … Auf jeden Fall wartete ich dann draussen und auf einmal guckte das süsseste Babypferd aus dem Stallgang hervor, was ich je gesehen hatte. Traumhafter Schopf, toller Körperbau und dieser unwiderstehliche Hundeblick – ich wusste schon, dass ich den und keinen anderen wollte, bevor ich überhaupt im Sattel sass. Ich dreht dann einige Runden mit ihm, sprang über die unterschiedlichsten Sprünge und er war einfach soo brav, obwohl er damals erst 4 Jahre alt war oder gerade eben 5 geworden. Am Ende des Probereitens hat mein Vater sogar noch ein Bild gemacht:

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Da war er noch echt eine halbe Portion, in den letzten zwei Jahren hat er doch ganz schön zugelegt. Glücklicherweise war mein Vater auch ganz begeistert von ihm, so dass ich nicht lange betteln musste, bis wir ihn dann eine Zeit lang auf Probe zu uns nach Hause nehmen konnten. Als ich ihn das erste Mal zuhause geritten bin, hat er mich gleich mal ordentlich in den Sand gesetzt, der kleine Stinker. 😛 Bocken kann er bis heute, nur weiss ich jetzt, wie ich darauf reagieren muss. Natürlich war für mich von Tag 1 an klar, dass ich ihn nicht mehr zurückgeben wollte und so zog er dann bei uns ein. Es folgte eine Zeit wo wir viel trainierten, Turniere gingen wir erst nach einigen Wochen/Monaten. Die ersten paar Turniere waren echt eine Katastrophe, er hat auf dem Abreiteplatz ständig gebockt und verweigert, was mich damals extrem verunsichert hat. Wir kämpften uns irgendwie durch die Parcours, eher schlecht als recht und öfters mal schieden wir wegen drei Verweigerungen aus. Am letzten Turnier des Jahres 2015 lud er mich vor der Kombination ab und ich flog schön in den Oxer, das fasste in etwa unser erstes halbes Jahr zusammen. Im Winter haben wir dann weiter fleissig trainiert und so langsam schien es zu klappen. Die Saison 2016 war dann auch gar nicht soo schlecht, wir fingen erst Mitte des Jahres an, konnten uns dann nach ein paar Startschwierigkeiten einige Schleifen nach Hause holen. Trotzdem fühlte ich mich noch nicht 100% wohl auf ihm, wir hatten einfach noch nicht ganz zueinander gefunden. Das sollte sich im Winter 16/17 jedoch ändern. Irgendwann während der Wintertrainings machte es „klick“. Ich fühlte, wie wir mit jedem Ritt mehr zusammenwuchsen und alles machte einfach unglaublich Spass, egal ob Springen, Dressur oder Ausritte. Wir begannen einander zu vertrauen. So begann auch die Saison 17 super, bis heute hat er an jedem Turnier 100% gegeben, er kommt in den Parcours rein und ist wach, ist bei mir und will genau so fehlerfrei bleiben wie ich. Auch zuhause macht er jeden Tag Freude, auch wenn es Tage gibt wo wir uns gegenseitig ärgern, wo er einfach nicht arbeiten will und mehr bockt als vorwärts läuft. Dieses Pferd hat echt Charakter und ist ein schlaues Kerlchen, das genau weiss, wann es muss und wann nicht. Nicht immer einfach, oft ziemlich anstrengend, aber alles in allem ist er einfach soo ein Goldjunge, dass man ihn nur lieben kann. Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre gemeinsam verbringen können mein Stinki, ich liebe dich! ❤️

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November Update

November Update

Es ist Zeit für ein Update!

 

Unser letztes Turnier in Müntschemier mit Amerzio lief leider nicht besonders gut – wir waren wohl beide schon mit den Gedanken in der Winterpause. Nachdem ich einige Tage sehr enttäuscht war von diesem unschönen Saisonabschluss, habe ich meine Motivation nun längst wiedergefunden und trainiere fleissig, um im Frühjahr 2017 voll durchzustarten.

 

Wie schon im letzten Jahr bekommen unsere Pferde nach der Saison ein paar Wochen Springpause. Für Ustino ist sie bereits wieder beendet, mit ihm fahren wir seit letzter Woche wieder regelmässig ins Training. Amerzio hat seit Anfang November Pause, mit ihm werden wir irgendwann im Dezember wieder anfangen zu springen, wir sind uns da noch nicht ganz klar wann, das wird auch immer nach Bauchgefühl entschieden. Clavaro bekommt nicht komplett Pause, da er sich noch immer im Muskelaufbau befindet und 2016 auch nicht so viel springen musste wie die anderen. Anstatt Parcours zu springen machen wir aber Gymnastik und versuchen mit gezielten Übungen, die Technik von Pferd und Reiter zu verbessern.
Für uns hat es sich bewährt, den Pferden eine Pause zu geben, ich kenne aber auch viele, die das ganze Jahr über springen. Wir haben festgestellt, dass die Pferde so zu Beginn der Saison wieder top motiviert sind. Ausserdem wollen wir ja noch möglichst lange etwas von unseren Sportspartnern haben und ich denke es tut auch ihrem Körper gut, wenn sie nicht immer springen müssen, oder wie im Falle von Clavaro zumindest keine hohen Sprünge.

 

Seit letzter Woche haben wir einen neuen Sattel von Amerigo. Ich bin bisher noch mit meinem ‚alten‘ Prestige Sattel geritten, der auf Chupa Chup angepasst war. Er hat dementsprechend meinen drei Jungs nicht einwandfrei gepasst und auch mir war er mit der Zeit nicht mehr bequem. So habe ich mich sehr auf den neuen Sattel gefreut, den ich nun schon eine Woche benutzt und für gut befunden habe. Er ist wunderbar weich, passt super auf alle Pferde und ist dazu noch unglaublich schick. Ich werde noch einige weitere Wochen damit reiten und dann auf jeden Fall mal einen Blogpost darüber schreiben!

 

Falls ihr euch übrigens fragt, woher das wunderschöne Beitragsbild ist: Eden von @photography_eden.a (Instagram) war Ende Oktober bei uns und hat ganz viele tolle Bilder geschossen, die ich euch im Laufe der Zeit noch zeigen werde. Wenn ihr sie jetzt schon sehen möchtet, schaut doch auf Edens Profil vorbei!

Als letzte kleine Anmerkung gibt es noch zu sagen, dass ich meinen Namen bei Instagram geändert habe. Wir sind dort nun unter @ms.showjumping zu finden.

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Zurück aus dem Winterschlaf

Zurück aus dem Winterschlaf

Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich aus einer etwas längeren Pause zurück, in der ich auf keinem meiner Social Media Profile wirklich aktiv war. Das tut mir echt leid, aber es ist so gut wie nichts passiert, ausser dass wir trainiert, trainiert und nochmal trainiert haben.

 

Beide Pferde sind momentan in Topform. Ustino hat über den Winter im Gymnastikkurs grosse Fortschritte gemacht, so dass er am 1. April schon sein erstes Turnier für diese Saison laufen wird. Ich werde allerdings nicht selber reiten, sondern Dominik, unser Bereiter, wird mit dem Kleinen an den Start gehen. Gemeldet ist 2x R100, das sollte für ihn absolut kein Problem sein. Ansonsten ist er bei der Dressurarbeit motiviert dabei, sein Vorwärtsdrang lässt zwar noch immer etwas zu wünschen übrig, allerdings wurde er schon besser. Im Gelände ist er im Moment ein kleines Ar***, er beginnt immer wieder aus dem Nichts zu buckeln. Da mir das einfach zu gefährlich wird und ich nicht möchte, dass er mich abwirft und blind wegrennt, gehe ich zur Zeit nicht mehr alleine raus. Mein Vater hat das für mich übernommen, bei ihm wird er schnell lernen, dass seine Spielchen ihn nicht weiterbringen. Schlimm ist das ja nicht, immerhin ist Frühling und er wird doch erst 6 Jahre alt, da dürfen sie ab und an solche Flausen im Kopf haben.

 

Amerzio hat momentan ebenfalls Frühlingsgefühle, er ist total aufgedreht. Wenn man ihn freilaufen lässt, könnte man echt meinen, er sei knackige fünf Jahre alt, ich habe ihn noch nie so toben gesehen. 😀 Beim Reiten wird es zwar ab und an etwas mühsam, da er sich gerne mal stark macht oder sich total hineinsteigert, wenn er vor etwas Angst hat, aber das wird schon vorbeigehen. Laut seinen vorherigen Reitern ist er im Frühling immer etwas überdreht. Was das Springen , er seine Sache toll, nur ich muss mich erst wieder etwas einfinden. Es läuft mit jedem Mal besser, allerdings habe ich mich über den Winter doch ziemlich auf Ustino eingestellt und darum fällt es mir momentan noch etwas schwer, Amerzio ordentlich zu reiten. Aber das wird schon wieder, zu Beginn der Saison muss ja noch nicht alles perfekt klappen. Mit ihm fahren wir diesen Samstag auf Turnier nach Härkingen. Ich freue mich eigentlich, habe aber auch ein etwas mulmiges Gefühl, da wir wie gesagt momentan nicht ganz so harmonisch unterwegs sind, wie ich mir das wünschen würde und die Halle auch echt klein ist. Es könnte in einer kleinen Katastrophe enden, aber hey, think positive, Hals- und Beinbruch, Augen zu und durch! 😛

 

Am Sonntag geht es dann gleich nochmal los, allerdings nach Bern, zu einem weiteren Kadertraining. Diesmal werden wir Ustino mitnehmen, da Amerzio natürlich am Tag nach dem Turnier entspannen darf. Ich bin gespannt wie wir uns schlagen werden, da das Niveau natürlich etwas höher ist, als ich es mir mit dem Kleinen gewohnt bin. Ich werde die Kamera mitnehmen, wenn es nicht allzu chaotisch wird, werdet ihr also ein Video zu sehen bekommen.

 

Meine Turnierplanung ist jetzt unter ‚Turniere‘ wieder aktualisiert, falls ihr euch dafür interessiert, wo wir so hinfahren, schaut doch mal vorbei.

 

Mehr gibt es eigentlich gerade nicht zu erzählen. Jetzt würde mich interessieren, ob ihr auch schon Turniere genannt habt und wenn ja, wo? Ist vielleicht jemand von euch sogar in Härkingen am Start? 🙂

Liebe Grüsse!

Stangenarbeit mit Amerzio und Ustino

Stangenarbeit mit Amerzio und Ustino

Letzten Sonntag, also am 24.1., waren Lara und ich fleissig. Und zwar haben wir eine Übung von Horsephysio nachgebaut und sind sie mit allen drei Pferden geritten. Dabei hat Lara gefilmt, so dass ich euch ein Video von Ausschnitten mit Ustino und Amerzio zeigen kann.

 

Wenn ihr Stangenarbeit mögt, kann ich euch nur empfehlen, der Seite Horsephysio auf Facebook zu folgen (hier geht’s zur Seite). Dort findet ihr regelmässig neue Videos und Anleitungen zu verschiedensten Übungen, die wirklich super durchdacht und einfach nachzubauen sind. Stangen- bzw. Cavalettiarbeit ist nicht nur super für Pferd und Reiter, sondern macht auch noch unglaublich Spass!

 

Amerzio und Ustino haben die Übung beide wunderbar mitgemacht. Mit Amerzio war das Ganze etwas einfacher, weil er viel besser im Gleichgewicht ist als Ustino und sich feiner steuern lässt. Das ist nur logisch, er ist schliesslich auch schon fertig ausgebildet, trotzdem wurde mir nochmal bewusst, wie viel Arbeit ich mit Ustino noch vor mir habe. Natürlich freue ich mich darauf, denn der Kleine ist immer konzentriert und mit viel Arbeitswillen dabei, so auch bei dieser Übung. Gegen Ende wurde es auch viel besser.

 

Ich werde von nun an versuchen, öfters solche Übungen nachzureiten. Möchtet ihr davon in Zukunft weitere Videos? 🙂

 

Das war die Übung:

(Bild von Horsephysio.ch)

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Zu meinem Video:

Winter Wonderland

Winter Wonderland

Nun ist der Winter auch bei uns angekommen und es hat übers Wochenende kräftig geschneit. Das mussten wir natürlich für ein Schneeshooting ausnutzen! Wir sind dabei völlig eingefroren und haben ziemlich gelitten, aber die Ergebnisse lassen sich sehen! Danke nochmal an Lara für die tollen Fotos. <3

 

Ähm … jetzt wo ich meine Winterfotos habe, kann der Schnee von mir aus wieder verschwinden. Ich wär nun bereit für den Frühling. 😛

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Ustino und das Monster mit den langen Ohren

Ustino und das Monster mit den langen Ohren

Ich gehe ja mit meinen Pferden ziemlich oft ausreiten. Gibt nichts was ich entspannender finde, als einen schönen Ausritt bei gutem Wetter. Naja, meistens jedenfalls. Früher ging das noch locker-flockig, auf dem dicken Pony mit Papa nebendran, der fleissig mitrennt. Oder mit Ronja, wo man auch rückwärts draufsitzen könnte. Mit verbundenen Augen. Aber jetzt, mit meinen zwei Sportlern und gerade mit Ustino, der mit seinen zarten fünf Jahren gerne mal auf lustige Ideen kommt, ist es nicht mehr ganz so entspannend. Meistens jedenfalls.

Hinzu kommt noch, dass in unserem Ausreitgebiet manchmal ganz schön was los ist. Da wird einem nicht langweilig. Ganz bestimmt nicht.

 

So bin ich letzten Freitag nach längere Zeit mal wieder alleine mit Ustino ins Gelände. Das Wetter war gut, der Junge in den vergangenen Tagen ordentlich ausgepowert worden, also alles paletti und ich habe einen schönen, ruhigen Ausritt erwartet. Denkste.

Zuerst ging alles gut. Ein Kinderwagen war kein Problem, vorbeifahrende Autos waren kein Problem. Nichtsahnend biege ich also auf eine unserer Galoppstrecken ab. Erst will der Kleine sofort losrennen, lässt sich dann aber gut zurückhalten und lässt sogar die sonst für ihn üblichen Bocksprünge sein. So weit so gut. Dann entdeckt er die Schafe, die neuerdings auf einer kleinen Weide am Weg stehen. Natürlich liegen sie alle direkt am Weg, da wo wir vorbei müssen. Da hat Ustino aber grosse Augen gemacht. Die Schafe sind natürlich auch alle aufgesprungen, als wir direkt neben ihnen waren, und ihre Glocken haben geläutet, das muss man bis zurück zum Stall gehört haben. Glücklicherweise entschied sich Ustino für den Weg nach vorne und so sind wir zwar etwas flott, aber ohne grössere Probleme an den Ungeheuern vorbeigekommen.

Der weitere Ausritt verlief sehr ruhig, Ustino war brav und hat weder gebockt noch gescheut.

 

Wir begeben uns also auf den Heimweg und ich lasse ihm die Zügel lang. Ich reite an einem kleinen See im Wald vorbei und biege dann auf einen Waldweg ab, der an den Waldrand führt. Dort liegen zwischen zwei Wäldern grosse Felder. Wir reiten mir-nichts-dir-nichts um die Kurve, keine bösen Gedanken, rundherum alles ruhig. Es sind noch wenige Meter bis zum Waldrand. Da sehe ich es. Und dann sieht Ustino es.

Das ganze Feld direkt am Ende des Wegs ist voll mit Schafen. Einen Zaun gibt es nicht, sie gehören wohl zu einem Hirten. Der ist natürlich weit und breit nirgends zu sehen. Es müssen über 100 gewesen sein, vielleicht sogar das Doppelte, ich bin unglaublich schlecht im Schätzen. Auf jeden Fall entscheidet sich Ustino erstmal für eine Vollbremsung. Da stehen wir nun und während mein Pferd sich überlegt, in welche Richtung es flüchten soll, überlege ich mir, wie in aller Welt wir an diesen Schafen vorbeikommen sollen.

Weil Schafe allein ja noch nicht genug sind und das Schicksal gerne mal noch einen draufsetzt, kommt plötzlich von links am Waldrand entlang ein Esel gelaufen. Ja. Ein Esel. Ich vermute jeder Reiter weiss, wie Pferde auf Esel reagieren. Für die, die es nicht wissen: Nein, Pferde verstehen nicht, dass Esel mit ihnen verwandt sind. Die langen Ohren und das zottelige Fell ändern alles.

 

So stehen wir da also und müssen etwa den gleichen Gesichtsausdruck gehabt haben. Der Esel hatte übrigens links und rechts Taschen und einen Eimer auf dem Rücken. Das hat ihn natürlich NOCH gruseliger gemacht, als er ohnehin schon war. Als er dann auch noch auf unseren Weg abbiegt und direkt auf uns zukommt, verabschiedet sich Ustino erstmal. Linksumkehrt und in vollen Karacho um die Kurve, zurück in Richtung See. Der Esel bleibt freundlicherweise hinter der Kurve stehen, so kann ich Ustino nach ein paar Galoppsprüngen wieder bremsen. Aber dumm ist Ustino ja nicht und versteht sofort, dass hinter der Kurve jetzt das Monster lauert. So habe ich erstmal fünf Minuten mit Steigen und Bocken zu kämpfen, bis ich mein Pferd schon nur in Richtung der Kurve umdrehen kann. Schritt für Schritt überzeuge ich es dann, doch bitte wieder nach vorne zu gehen. Nach weiteren fünf Minuten sind dann die zehn Meter bis zur Kurve geschafft. Phuu. Aber wir beide wissen, was da hinter der Ecke lauert. Und kaum erblickt Ustino die langen Ohren erneut, versucht er wieder kehrt zu machen. Ha! Diesmal war ich vorbereitet. So lasse ich ihn erstmal in der Kurve stehen, während der Esel auf der anderen Seite geparkt hat und uns genauso ungläublig anglotzt, wie wir ihn.

Natürlich ist es ein neugieriger und freundlicher Esel, der Ustino erstmal beschnuppern möchte. Das findet Ustino wiederum natürlich gar nicht toll und versucht erneut zu fliehen. Irgendwie schaffe ich es, ihn davon zu überzeugen, dass wir an dem Esel vorbei müssen. Müssen wir eigentlich nicht, es gäbe auch einen anderen Weg, aber jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt. Lebensschulung für Ustino. Was, wenn mal ein Esel auf dem Turnierplatz ist? Man muss schliesslich auf alles vorbereitet sein.

 

So schaffe ich es tatsächlich mein Pferd davon zu überzeugen, todesmutig einen Schritt nach dem anderen auf das Monster zuzumachen. Es ist kein einfaches Unterfangen, denn so schnell gibt der Esel nicht auf. Irgendwann verliert er dann doch das Interesse an uns und Ustino beruhigt sich langsam. Nach minutenlanger Überzeugungsarbeit schaffe ich es dann, mich mit meinem zutiefst geschockten Pferd an dem vermeintlichen Monster vorbei zu schleichen. Geschafft, das nennt man Lebensschulung. Oder so.

 

Hattet ihr auch schon solche Begegnungen mit euren Pferden? Wie ist es ausgegangen? Seid ihr da so wie ich und wollt unbedingt vorbei oder geht ihr lieber auf Nummer sicher und sucht einen anderen Weg? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

2015 – this is only the beginning

2015 – this is only the beginning

 

2015 war ein unfassbar tolles Jahr für mich. Mit Amerzio hatte ich Ende 2014 mein Seelenpferd gefunden. Zu Beginn der Saison standen Stilprüfungen auf dem Programm. Wir waren auf jedem Turnier mindestens einmal platziert und so hatte ich meine Lizenz zur Mitte des Jahres hin in den Händen. Ein grosses Ziel für dieses Jahr war schonmal abgehakt! Weiter ging es mit unserem ersten R110, wo wir uns mit einer fehlerfreien Runde sogar für das Stechen qualifizieren konnten. Auch unsere ersten R115 liefen wunderbar. Leider gab es in dieser Zeit auch weniger schöne Momente, denn wir fällten die Entscheidung Chupa Chup zu verkaufen. Gleichzeitig Ustino seinen Weg zu uns. So verabschiedete ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von meinem Schimmelchen und freute mich auf die Zukunft mit Ustino. Auf dem Turnier in Worb erreichten wir dann unsere 3. Platzierung über 115cm und konnten und somit sogar für die Sichtung zum Regionalkader qualifizieren. Und es kam noch besser – wir wurden aufgenommen!
Alles in allem also ein aufregendes und unvergessliches Jahr. Danke an alle die mich unterstützt haben, insbesondere natürlich meine Eltern. Aber ein ganz grosses Dankeschön gilt auch meinen Pferden, selbst wenn sie das hier nie lesen werden! 😜

Halsringreiten Amerzio (24.10)

Halsringreiten Amerzio (24.10)

Ich habe die Bilder irgendwie total vergessen! Im Oktober war Lara bei uns und hat Fotos vom Halsringreiten mit Amerzio gemacht. Der Dicke macht das wirklich super!

Wir sind da übrigens zum ersten Mal mit Halsring gesprungen, zwar nur einen Mini-Sprung aber immerhin.

 

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