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Kategorie: Reitsport

CS Obergerlafingen Sommer 2018

CS Obergerlafingen Sommer 2018

An unserem Heimturnier, dem CS Obergerlafingen (6.-9. September), konnten wir einige schöne Erfolge verzeichnen.

 

Diarada zeigte im R/N120 eine schöne und schnelle Runde und konnte sich damit den fantastischen dritten Platz sichern. Im R/N125 fanden wir nicht direkt den Rhythmus und mussten daher einige Fehlerpunkte in Kauf nehmen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis – das Heimturnier ist ja weder für das aufgeregte Pferd noch für den übermüdeten Reiter eine einfache Angelegenheit.

 

Im R/N100/105 durfte ich mit Bounty und Carbo LH an den Start gehen. Beide Pferde hatten jeweils einen Stangenfehler im R/N100, im R/N105 konnten wir die vorherigen Fehler korrigieren und zeigten zwei schöne Nullrunden. Dies war somit mein erster fehlerfreier Ritt mit der fünfjährigen Bounty, worüber ich mich natürlich speziell gefreut habe. Für eine Platzierung hat es aufgrund der Zeit leider nicht mehr gereicht.

 

Auch unsere weiteren Verkaufspferde Galupy (7) und Graf Tip Top (5) zeigten mit Philip Ryan tolle Runden. Somit war der CS Obergerlafingen einmal mehr ein wunderschönes Turnier mit einmaliger Atmosphäre und ein voller Erfolg für unser Team.

 

 

CS Müntschemier Sommer 2018

CS Müntschemier Sommer 2018

Am 14.8 war ich mit Diarada LH in zwei Prüfungen R/N125 am Sommerturnier in Müntschemier am Start. Philip Ryan ritt die selbe Prüfung mit unserem Galupy.

 

Ziel war es etwas frecher zu reiten um eine gute Platzierung in den vorderen Rängen zu erreichen. Gleich in der ersten Prüfung gelang uns dies auch und mit einer Zeit von genau 59.13 Sekunden teilten Philip und ich uns den 5. Rang. Was für ein Zufall!

In der zweiten Runde verzeichnete ich in der ersten Phase einen Abwurf und war folglich nicht platziert.

 

Das Turnier in Müntschemier (www.etterevents.ch) war wie immer top organisiert. In Müntschemier finden mehrmals jährlich über mehrere Wochen Turniere statt und es ist sowohl für Amateure als auch für Profis immer etwas dabei. Ich persönlich finde es immer sehr angenehm, dort zu reiten und kann das Turnier jedem nur wärmstens empfehlen!

CS Kappelen-Lyss 2018

CS Kappelen-Lyss 2018

Die Vorfreude auf den CS Kappelen-Lyss war gross: Seit wir letztes Jahr zum ersten Mal dort an den Start gegangen sind, zählt dieses Turnier zu unseren absoluten Lieblingsturnieren. Vom Turnierplatz über den Abreiteplatz bis hin zur Parksituation stimmt hier einfach alles. Abwechslungsreiche Hindernisse und anspruchsvolle Parcours bieten eine besondere Herausforderung und machen das Turnier sowohl für die Ausbildung von Jungpferden als auch für fortgeschrittene Pferd-Reiter-Paare interessant.

 

Ich war mit Diarada LH in den Prüfungen RN120/125 sowie an der Berner Kantonsmeisterschaft am Start. Die Prüfung RN120 konnten wir mit einer schnellen, flüssigen Runde für uns entscheiden und somit unseren ersten gemeinsamen Sieg verbuchen. Im RN125 hielt uns ein Stangenfehler in der zweiten Phase von einer erneuten Top-10 Platzierung ab. In der Kantonsmeisterschaft über 125cm mussten wir zwei leichte Stangenfehler verzeichnen, schlugen uns ansonsten aber gut in dem anspruchsvollen Parcours.

 

Mit Philip Ryan waren einige unserer Verkaufspferde ebenfalls am Start. Der fünfjährige Graf Tip Top lief im RN110 eine schöne Nullrunde, lediglich ein halber Strafpunkt für Zeitüberschreitung landete auf seinem Konto. Santinas beendete gleich beide Runden fehlerfrei und konnte sich im RN110 auf dem 6. Rang und im RN115 auf dem 11. Rang klassieren. Auch Galupy blieb doppelnull und konnte sich mit zwei lockeren Runden im RN120 den 18. Rang und im RN125 den 17. Rang sichern.

 

 

CS Balsthal 2018

CS Balsthal 2018

 

Nach einer längeren Phase in der ich mich auf meine Maturaprüfungen konzentrieren musste, die ich Mitte Juni erfolgreich bestand, freute ich mich enorm den Fokus nun wieder auf das legen zu können, was mich wirklich erfüllt: Die Reiterei. Dazu bildete der CS Balsthal eine Art „Startschuss“. Sonnige Tage waren vorausgesagt und ich konnte es kaum erwarten, mit Diarada in Balsthal in den Parcours einzureiten.

 

Wir gingen in den Prüfungen RN120/125 an den Start. Im RN120 konnten wir uns mit einer fehlerfreien Runde den 8. Rang von rund 70 Startern sichern. Im RN125 mussten wir uns mit einem Abwurf geschlagen geben.

 

Unser Verkaufspferd Galupy brillierte mit seinem Reiter Philip Ryan am CS Balsthal mit einer fehlerfreien Runde in seinem ersten RN135. Auch im Stechen blieb er fehlerfrei und konnte sich mit dieser ausserordentlichen Leistung den 7. Platz sichern.

 

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Bilder gemacht von Milan Ondro

Januar – mich hat’s erwischt!

Januar – mich hat’s erwischt!

Für den Monat Januar hatte ich mir viel vorgenommen: Das Dressurtraining wieder steigern, die Kondition der Pferde durch lange Ausritte wieder hochschrauben und natürlich erste Springtrainings absolvieren. Ich bin so ein Mensch, der den Jahreswechsel immer als einen Neuanfang sieht – auch wenn sich eigentlich nichts ändert ausser dem Datum, gefällt mir die Vorstellung von einem neuen Jahr, einer neuen Chance. So bin ich mit einer riesigen Portion Motivation ins Jahr 2018 gestartet und war bereit, jeden Tag ein bisschen besser zu werden – nur leider wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Schon um Weihnachten rum war ich nicht ganz fit, ich hatte mir einen fiesen Husten eingefangen. Ich lasse mich aber von Erkältungen grundsätzlich nicht klein kriegen (dachte ich immerhin bis dato) und ging trotzdem in die Schule, ritt alle Pferde, ging am Abend mit Freunden aus und am Wochenende feiern. So auch anfangs Januar, obwohl nun auch noch weiter Unannehmlichkeiten wie Schnupfen und Kopfweh dazu kam. Den ganzen Januar versuchte ich immer alles zu ignorieren, ich gönnte mir lediglich ab und an einen Tag Ruhe. Leider wurde es entgegen meiner Hoffnung langsam immer schlimmer, bisher war es eher ein Auf und Ab gewesen, doch nun ging es mir langsam echt schlecht. Im Januar erwischte ich keinen Termin mehr beim Arzt und so fuhr ich auch noch in die Skiferien, wo ich zwar mal Ruhe hatte, die Höhe mir aber auch noch ziemlich zusetzte. Die Moral von der Geschicht: Liebe Leute, wenn ihr erkältet seid, nehmt euch eine Auszeit und seid nicht so stur wie ich, sonst zögert ihr das Ganze nur heraus. Ich musste es wohl einfach auf die harte Tour lernen – hätte ich mal besser auf die Menschen gehört, die mich davor gewarnt hatten.

 

Durch die ganze Krankengeschichte war der Januar leider um einiges langweiliger, als ich mir erhofft hatte. Für ernsthafte Dressurarbeit war ich nie wirklich fit genug, so bestand mein Trainingsprogramm leider eher aus longieren und ausreiten, wobei ich damit natürlich nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen konnte. Das erste Springtraining mit Amerzio und Diarada hatte ich am 18.1, ich hatte mich so unglaublich auf diesen Tag gefreut und beide Pferde zeigten sich auch wirklich von ihrer besten Seite. Von da an sprangen wir regelmässig mind. 1x die Woche. Amerzio fiel Ende Monat leider noch einmal 10 Tage aus, nachdem der Tierarzt bei einer Kontrolle bei ihm festgestellt hatte, dass er in den Hufgelenken leicht „sauer“ war. Auf seine Empfehlung hin behandelten wir ihn, worauf er 10 Tage nur Schritt gehen durfte.

 

Das Highlight im Januar war für mich auf jeden Fall das Training bei Niall Talbot am 30.1, zu dem ihr auf Instagram (@ms.showjumping) einige Ausschnitte gesehen habt. Ich bin überzeugt, dass man einen Trainer braucht, bei dem man regelmässig Reitstunden nimmt, damit man sich wirklich verbessern kann – in meinem Fall Philip Ryan, in dessen Stall wie ihr wisst auch unsere Pferde stehen. Von Zeit zu Zeit erachte ich es allerdings als sehr aufschlussreich, auch mal bei einem anderen Trainer Unterricht zu nehmen – ich habe mir vorgenommen, zu diesem Thema bald mal einen ausführlichen Blogpost zu schreiben. Auf jeden Fall war es sehr interessant zu sehen, wo Niall bei Diarada und mir die Stärken und Schwächen sah. Ich fand die Art und Weise wie sein Unterricht aufgebaut war und die Übungen, die wir gemacht haben echt interessant. Ausserdem waren die Tipps, die er mir gegeben hat sehr aufschlussreich – spannend für mich war, dass er mir in vielen Hinsichten dasselbe gesagt hat wie Philip!

 

2018 – Los geht’s!

2018 – Los geht’s!

Lang ist’s her, dass ich mich hier auf meinem Blog zu Wort gemeldet habe. Woran das lag? Grösstenteils am Alltagsstress, fehlender Motivation mich abends noch vor den PC zu setzen, aber auch ein bisschen daran, dass ich nicht so recht wusste, was ich über die Winterzeit hinweg schreiben soll. Meistens wird es um die Zeit ja doch etwas ruhiger, zumindest wenn man eine Winterpause macht, wie wir das mit unseren Pferden handhaben. Alle unsere Pferde kriegen bei uns mindestens einen Monat Springpause, in der Zeit wird in der Regel gar nicht gesprungen, nicht einmal ein Cavaletti. Auch die Dressurarbeit wird ein wenig heruntergefahren, dafür geht es so viel wie möglich ins Gelände um den Kopf so richtig frei zu kriegen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Pferde dann zu Beginn der Saison hin wieder super frisch sind und sich richtig freuen, wieder springen zu dürfen. Ausserdem denke ich, dass es auch für den Körper ganz gut ist, mal eine Pause von der Belastung zu haben – nicht, dass es schlecht für ein Pferd ist zu springen, aber es ist ja doch eine zusätzliche Belastung, das kann man nicht leugnen. Letzte Woche ging dann für alle Pferde das Springtraining wieder los. Man hat ihnen richtig angemerkt, dass sie es vermisst haben. Diarada war kaum zu bremsen und hat sich bei jedem Sprung gefühlt 30cm übersprungen, Amerzio war ebenfalls richtig frisch und anfangs nach den Sprüngen nicht mehr zu halten. Ustino wurde von meinem Trainer gesprungen und auch er hat sich sehr gut geschlagen. Ich glaube wir sind alle froh, die bunten Stangen endlich wieder in unseren Alltag einbauen zu können – soll noch einmal einer sagen, Pferde springen nicht freiwillig und nur ungern. Derjenige darf gerne meine Pferde kennenlernen kommen und sich vom Gegenteil überzeugen!

 

Für die kommende Saison haben wir uns hohe Ziele gesteckt. Ich möchte bis Ende Jahr mein erstes R130 geritten sein, ausserdem möchte ich auf der Stufe 120/125 mal endlich richtig Fuss fassen. Bisher haben wir mal hier mal da ein Turnier auf dieser Stufe gemacht, meistens mit bescheidenem Erfolg, das wollen wir dieses Jahr ändern. So wie die Pferde momentan drauf sind und ich meine reiterlichen Fortschritte einschätze, sollte das durchaus machbar sein. Gerne würden wir dieses Jahr auch an etwas grösseren Turnieren an den Start gehen und vielleicht das eine oder andere internationale Turnier besuchen – inwiefern uns das gelingen wird, wird die Zeit zeigen, da es ja immer von vielerlei Faktoren abhängig ist, ob so eine Reise tatsächlich klappt. Generell kann ich sagen, dass ich ein super Gefühl für die Turniersaison 2018 habe und mir übergeordnet über die oben genannten Zielen eigentlich nur wünsche, dass wir alle zusammen Spass haben und von jedem Turnier wieder heile nach Hause kommen.
Starten wird unsere Turniersaison übrigens am 2. März am CS Hildisrieden und anschliessend steht auch schon unser Heimturnier vom 16-18. März an. Richtig gehört, auf dem Lindenhof in Obergerlafingen gibt es erstmals ein Hallenturnier – das dürft ihr nicht verpassen! Von B90 bis R/N135 ist alles dabei, also meldet euch unbedingt an um diesen tollen Event nicht zu verpassen. Ich werde vermutlich jeden Tag dort sein und würde mich sehr freuen euch zu treffen.

 

In der Zukunft warten übrigens einige tolle Neuigkeiten auf euch. Ihr dürft gespannt sein! Weiter plane ich dieses Jahr auch erste Gewinnspiele, falls ihr darüber informiert sein wollt, folgt mir doch am besten auf Instagram @ms.showjumping, auf dieser Plattform bin ich täglich aktiv und ihr verpasst garantiert nichts. Wenn ihr Wünsche oder Anregungen für Blogposts habt, dürft ihr mir diese immer gerne mitteilen, immerhin schreibe ich diese Posts für euch und dann möchte ich auch die Themen aufgreifen, die euch wirklich interessieren.

 

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Ein Monat mit einer Prinzessin

Ein Monat mit einer Prinzessin

Fast einen Monat ist es nun her, dass ich meinen achtzehnten Geburtstag feiern konnte. Dazu habe ich das beste Geschenk erhalten, was man sich als Pferdemädchen nur vorstellen kann – ein neues Hü! Diarada LH heisst der Neuzugang, sie ist eine 7-jährige, dunkelbraune Hannoveranerstute von Diarado x A Jungle Prince.

 

Nun die Antwort zu der Frage, die bei euch wohl als erstes aufkommt – wie kam es dazu? Nun ja, da wir schon länger geplant hatten, Clavaro zu verkaufen, waren wir mehr oder weniger auf der Suche nach einem neuen Pferd. Eigentlich hatten wir immer gesagt, dass wir erst einen Platz für ihn finden wollen, bevor wir uns aktiv auf die Suche machen – leider sollte sich später herausstellen, dass es für Clavaro kein Happy-End mehr geben sollte. Lest dazu gerne meinen letzen Post. So hielten wir eigentlich noch nicht Ausschau nach einem neuen Pferd. Wie ihr wisst, haben wir früher dieses Jahr in den Stall meines Trainers gewechselt und eines seiner Pferde war eben Diarada. Sie ist schon seit sie zwei Wochen alt ist im Besitz vom Chef meines Trainers, also weiss man ganz genau was mit ihr alles so geschehen ist, was schon mal ein grosser Pluspunkt ist. Ich durfte sie dann immer wieder mal reiten und sie gefiel mir auf Anhieb meega gut, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch vom Gefühl her beim Reiten. Es war wie bei meinen bisherigen Pferden – draufgesessen, 5 Minuten geritten und direkt gefühlt wie zuhause. Als ich sie dann auch noch springen durfte, war es komplett um mich geschehen, trotzdem hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass sie jemals mein Pferd werden könnte. Sie ist nämlich so gar nicht unser bisheriger Typ Pferd – viel kleiner (sie wird von uns liebevoll ‚Pony‘ genannt), ziemlich aufgedreht, temperamentvoll und vor allem ist sie eine Stute. Mein Vater war immer vehement gegen den Kauf einer Stute und auch ich war bisher nicht so angetan, wir haben halt einfach ganz klar bessere Erfahrungen mit Wallachen gemacht. Mein Vater war dann mal mit meinem Trainer auf Turnier, dort ist Diarada das erste Mal eine Prüfung über 1.30m gelaufen und war direkt platziert – da hat sich dann sogar mein Vater in die kleine Prinzessin verliebt. 😉 Es kam wie es kommen musste: Wir waren nach kurzer Zeit alle hin und weg von der Süssen, es stimmte einfach alles und so fand sie dann den Weg in unsere Ponyfamilie. <3

 

Nun ist schon ein Monat vergangen, seit sie in unser Team gekommen ist. In der Zeit hat sich einiges getan, wir sind schon ein ganzes Stück zusammengewachsen und jeder Tag mit der Kleinen hat bisher wirklich einfach nur Spass gemacht. Zum Reiten ist sie das komplette Gegenteil von Amerzio und Ustino, da musste und muss ich mich immer noch ein bisschen einfuchsen, besonders wenn ich erst sie reite und dann Amerzio ist die Umstellung riesig, aber sie gefällt mir wirklich unwahrscheinlich gut. Wir haben auch schon unser erstes Turnier erfolgreich gemeistert, zwar hatten wir im ersten Parcours (R110) einen Fehler und im zweiten Parcours (R115) zwei, ich bin aber sehr zufrieden, da ich an dem Tag ziemlich krank war und die Fehler daher auf meine Kappe gingen. Alles in allem bin ich einfach nur super glücklich, wie das alles mit ihr gelaufen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell ein neues Pferd finden würde, denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, richtig viele auszuprobieren um das perfekte Pferd zu finden – dass es quasi vor meiner Türe stand, hätte ich nicht gedacht, es macht mich aber überglücklich und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was die Zukunft für die Prinzessin und mich so bringen wird.

 

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See you in heaven

See you in heaven

Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, dass nichts mehr von Clavaro kam, weil wir ihn verkauft haben. Ich wünschte, ich könnte schreiben, dass er einen tollen neuen Besitzer gefunden hat, dass er sich eingelebt hat, dass es ihm gut geht. Ich wünschte, ich könnte euch vom Abschied erzählen, von einem lachenden und einem weinenden Auge, davon dass ich ihn besucht habe und er glücklich ist. Ich wünschte, ich müsste nie einen Post schreiben wie diesen, wo der Text hinter den Tränen verschwimmt, wo Worte plötzlich unbedeutend werden, weil sie die unendliche Trauer sowieso niemals beschreiben könnten. Am Mittwoch, 27. September ist Clavaro seinen Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Nach einem beunruhigenden Vorfall beim Ausreiten wussten wir, dass etwas nicht in Ordnung sein kann. Wir haben begonnen ihn untersuchen zu lassen, haben ihn durchgeröngt und sind auf etwas Erschreckendes gestossen. Clavaro hatte an zwei von sieben Halswirbeln extreme Arthrose – der Tierarzt sprach vom schlimmsten Fall, den er je gesehen hatte. Dem war aber nicht genug, zusätzlich wurde dadurch auch noch Druck auf die Nerven ausgeübt, was ihn teilweise gelähmt hat. Die Diagnose hängt vermutlich mit einem schweren Unfall als Fohlen zusammen. Für uns war der Schock riesig, da wir nie irgendetwas von seinen unsäglichen Schmerzen gemerkt haben. Er war immer freundlich zu allen, egal ob Pferd oder Mensch. Er hat immer sein bestes gegeben, schien manchmal etwas tollpatschig, aber auf eine süsse Art und Weise … Auf die Prognose des Tierarztes hin, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis er nichtmal mehr seinen Hals strecken könne um zu fressen, und er auch sonst bei jeder Bewegung Schmerzen hat, entschlossen wir uns für die schwierige, aber einzig richtige Entscheidung; ihn von seinen Qualen zu erlösen. Clavaro, du wirst für immer in meinem Herzen bleiben. Ich konnte und kann so vieles von dir lernen – du warst ein ganz besonderes Pferd. Nicht auszudenken, was aus uns geworden wäre, hätte das Schicksal dich nicht so schwer getroffen. Ich hoffe dir geht es gut, da wo du jetzt bist. Ich hoffe, dass du viele Pferdefreunde hast, die mit dir über endlose Wiesen galoppieren, so wie du es bei uns immer gern getan hast. Ich vermisse dich unendlich, es schmerzt deine leere Box anzuschauen, es schmerzt wenn Amerzio und Ustino in den Auslauf kommen, um mich zu begrüssen, und dein Paddock leer bleibt. Ich hoffe so sehr, dass wir uns da oben irgendwann wiedersehen. Ich liebe dich mein Schimmelchen, ich habe es immer getan und werde es immer tun. see you in heaven ❤️

CS Sursee 2017

CS Sursee 2017

Kurz nach Langenthal hatten wir auch schon ein nächstes Turnier gemeldet, nämlich den CS Sursee. Geplant waren die Prüfungen R110/115 mit Amerzio und Ustino.

 

Der Tag begann nicht besonders gut: Die Wettervorhersage war schlecht und den ganzen Morgen bis zum Nachmittag regnete es wie aus Eimer. Als wir im Stall waren und die Pferde fertigmachten, glaubte ich nicht daran, dass es aufhören würde. Sobald wir aber verladen hatten und losfuhren in Richtung Turnierplatz hörte es allmählich auf. Glück gehabt! Der Abreiteplatz draussen war leider trotzdem überschwemmt, so dass man nur in der Halle abreiten konnte. Das ist an sich kein Problem, nur ist die Halle sehr klein und wenn viele Pferde drin sind, ist Chaos vorprogrammiert. Naja, kann man nicht ändern, also Parcours abgehen und Amerzio fertigmachen. Der Dicke war auch echt super drauf, beim Abspringen hatte ich ein richtig gutes Gefühl und freute mich auf die Prüfung. Leider habe ich schon nach dem ersten Parcours mal wieder die Nerven verloren und bin echt nicht gut geritten … Es blieb bei einem Stangenfehler für uns, womit wir aus den Platzierungen raus waren. Ärgerlich aber na gut, jeder hat mal einen schlechten Tag. Ich hatte ja noch einige Runden vor mir, um wieder besser zu reiten. Da es nicht übermässig viele Paare in der Prüfung gab und einige sich abgemeldet hatten, mussten wir gleich Ustino fertigmachen. Nachdem die beiden letzten Turniere mit ihm nicht so der Wahnsinn waren, hatte ich ein etwas mulmiges Gefühl. Beim Abreiten hatten wir dann plötzlich noch etwas Zeitdruck, weil viele Reiter einfach nicht erschienen sind, ohne sich abzumelden – BITTE liebe Reiter, nutzt doch einfach kurz euer Telefon, wenn ihr keinen Bock habt zu fahren. Es ist soo ärgerlich, wenn man denkt man hat noch 15 Nummern Zeit und dann fehlt plötzlich die Hälfte. 😉 Beim Abspringen war Ustino jedenfalls ganz gut, ich merkte allerdings, dass er etwas zurückhaltend war. Ich musste jeden Sprung richtig reiten, sonst würde er stehen, das war klar. Also ritt ich entschlossen in die Prüfung, galoppierte etwas vor dem ersten Sprung um ihn zu wecken und dann ging es auch schon los. Die ersten vier Sprünge waren wirklich super, er zog zwar nicht wirklich, ich konnte es aber ausgleichen und hatte gute Distanzen. Das fünfte Hindernis war eine etwas speziell gefärbte Kombination, dort hatte ich in der Wendung vielleicht minimal weniger Galopp als zuvor, die Distanz wäre aber passend gewesen. Mister Ustino hatte aber so gar keinen Bock, sich da etwas anzustrengen und drückte nach links weg. Ich hab ihm darauf einen Klaps mit der Gerte gegeben, ihn kurz nachdenken lassen und bin dann nochmal angeritten. Und siehe da? Den Rest des Parcours ist er ohne Springfehler durchgesprungen. Ich war soo happy! Das Gefühl war nach dem Steher richtig gut, ich glaube er war da erst so richtig „an“. Nach Rücksprache mit meinem Trainer beschlossen wir, es für Ustino bei dieser Runde zu belassen. Nachdem er in der letzten Zeit auf Turnier ziemlich frech gewesen war, hatte ich dieses Verhalten nun endlich mal korrigieren können und wir beide beendeten den Parcours dann mit einem guten Gefühl. So durfte er beim R115 nur zusehen, hoffen wir mal er hat was von seinem Kumpel Amerzio gelernt. 😛 Der war nämlich Mal wieder absolut klasse. Wir konnten eine schnelle und einigermassen schöne Runde abliefern, mit der ich recht zufrieden war. Am Schluss reichte es sogar für Platz 2, worüber ich mich mega gefreut habe. <3 Es ist so schön zu sehen, dass Amerzio wieder richtig mitkämpft und selber Spass an der Sache hat. Er war schon lange nicht mehr so selbstbewusst und sicher unterwegs. Das ist einfach Gold wert und noch viel besser als jede Platzierung. Danke Bub!

 

Leider haben wir von diesem Turnier keine Videos. Einmal haben wir die Kamera im Auto vergessen, dann war der Speicher voll … Es sollte wohl nicht sein. Nächstes Mal ist sie aber bestimmt wieder dabei!

CS Langenthal 2017

CS Langenthal 2017

Lange haben wir gewartet, nun war es endlich so weit: Der vierte reitsport.ch CS Langenthal stand vor der Tür! Das Programm versprach fünf aufregende Tage:

Am Mittwoch ging es los mit dem „Tag der Profis“. Dort startete mein Trainer morgens in den Prüfungen 120/125, dann im 130 und im 140. Ich hatte mich als TT zur Verfügung gestellt, also war ich schon morgens auf dem Platz und konnte mir noch das 125 ansehen. Das 130 konnte mein Trainer mit Kobold vom Schlösslihof für sich entscheiden und im 140 wurde er mit ihm nochmal 7. und mit Queen LH 8. Was für eine tolle Leistung und ein schöner Start des Turniers!

Am Donnerstag ging es weiter mit den Jungpferdeprüfungen. Dort hatte mein Trainer wieder einige Pferde am Start, unter anderem auch Santinas. Er ging die JPP für 5-Jährige und blieb zweimal fehlerfrei! Somit sammelte er an ‚unserem‘ Turnier die ersten zwei Platzierungen seines Lebens und machte uns alle mit seiner Ruhe und der Selbstverständlichkeit, die er schon jetzt bei jeder Prüfung an den Tag legt, sehr stolz.

Freitag war dann sein Kumpel Galupy an der Reihe. Er lief zwei Prüfungen über 110cm und 115cm, wobei das 115cm ein Jokerspringen mit zwei Joker über 125cm und 130cm war. Galupy schloss an die tollen Leistungen von Santinas an und lief ebenfalls fehlerfrei durch beide Prüfungen! Wow! Und das obwohl es anspruchsvolle und lange Parcours waren. Im R110 reichte die ruhige Nullrunde leider nicht mehr für eine Platzierung, im R115 reichte es aber für den 13. Rang.

Samstag war der einzige Tag, wo kein Vierbeiner aus unserem Team am Start war. Sonntag war es dann endlich soweit, dass ich selber reiten konnte. Ich freute mich sehr auf die Prüfungen, auch wenn ich ehrlich gesagt am CS Langenthal bisher nie Runden abgeliefert hatte, die für mich zufriedenstellend waren. Doch wir konnten dies dieses Jahr ändern! Ustino lief die Prüfungen 105cm und 110cm, Amerzio 110cm und 115cm.
Ustino lief im 105 bis zu einer engen Wendung auf einen Oxer super, dort hatte er aber Angst und verweigerte deshalb. Mist, nochmal anreiten, da klappte es dann und der Rest war bis auf eine Stange am letzten Sprung super. Der Fehler war ärgerlich, allerdings war ich trotzdem recht zufrieden. Ganz anders im 110, das lief leider gar nicht gut, wir kamen mit drei Verweigerungen vom Platz. 🙁 Was genau da geschehen ist, kann ich bis heute nicht sagen. Er hatte wohl einfach keine Lust, war unkonzentriert und abgelenkt? Ich war zugegebenermassen etwas geknickt nach diesem Resultat, denn eigentlich bin ich mit einem sehr guten Gefühl in die Prüfung geritten. Naja, man kann im Nachhinein auch nichts mehr machen. Abhaken, Amerzio satteln und ab auf den Abreiteplatz. Dort hatte ich ein schlechtes Gefühl, er war ziemlich maulig und ich kam irgendwie nicht zum Sprung. Ich hab mir schon überlegt nicht an den Start zu gehen … Glücklicherweise bin ich aber über meinen Schatten gesprungen und in die Prüfung geritten. Und was soll ich sagen? Fehlerfrei und am Schluss der 13. Rang für uns. Ich war zwar mit der Runde vom Gefühl her nicht ganz zufrieden, war aber so stolz auf den Bub, weil er die Aufgabe mal wieder souverän gelöst hat und mir viel Sicherheit gab. <3 Die zweite Prüfung lief dann schon wesentlich besser und wir konnten uns den 7. Platz sichern. Ich hätte das Stechen etwas besser reiten können, allerdings war es mit der Mischung aus langen Wegen und sehr kurzen Wendungen nicht ideal für meinen Grossen. Ich entschied mich deshalb dafür, einfach vorwärts zu reiten und nahm halt eine etwas langsamere Zeit in Kauf. Dafür hatten wir beide ein tolles Gefühl und konnten den CS Langenthal mit einem schönen Resultat beenden. 🙂

 

Alles in allem war es wie jedes Jahr ein wunderschönes Turnier, nicht nur wegen der tollen Resultate, die unsere Pferde nach Hause holen konnten. Das ganze Drum und Dran wie der tolle Boden, der überdachte Abreitplatz, die Ehrung ‚Pferd des Jahres‘, das VIP-Zelt und das vielseitig Menu im Festzelt machen den CS Langenthal zu einem besonderen Ereignis, das man nicht verpassen sollte!