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Kategorie: Reitsport

Ein Monat mit einer Prinzessin

Ein Monat mit einer Prinzessin

Fast einen Monat ist es nun her, dass ich meinen achtzehnten Geburtstag feiern konnte. Dazu habe ich das beste Geschenk erhalten, was man sich als Pferdemädchen nur vorstellen kann – ein neues Hü! Diarada LH heisst der Neuzugang, sie ist eine 7-jährige, dunkelbraune Hannoveranerstute von Diarado x A Jungle Prince.

 

Nun die Antwort zu der Frage, die bei euch wohl als erstes aufkommt – wie kam es dazu? Nun ja, da wir schon länger geplant hatten, Clavaro zu verkaufen, waren wir mehr oder weniger auf der Suche nach einem neuen Pferd. Eigentlich hatten wir immer gesagt, dass wir erst einen Platz für ihn finden wollen, bevor wir uns aktiv auf die Suche machen – leider sollte sich später herausstellen, dass es für Clavaro kein Happy-End mehr geben sollte. Lest dazu gerne meinen letzen Post. So hielten wir eigentlich noch nicht Ausschau nach einem neuen Pferd. Wie ihr wisst, haben wir früher dieses Jahr in den Stall meines Trainers gewechselt und eines seiner Pferde war eben Diarada. Sie ist schon seit sie zwei Wochen alt ist im Besitz vom Chef meines Trainers, also weiss man ganz genau was mit ihr alles so geschehen ist, was schon mal ein grosser Pluspunkt ist. Ich durfte sie dann immer wieder mal reiten und sie gefiel mir auf Anhieb meega gut, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch vom Gefühl her beim Reiten. Es war wie bei meinen bisherigen Pferden – draufgesessen, 5 Minuten geritten und direkt gefühlt wie zuhause. Als ich sie dann auch noch springen durfte, war es komplett um mich geschehen, trotzdem hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass sie jemals mein Pferd werden könnte. Sie ist nämlich so gar nicht unser bisheriger Typ Pferd – viel kleiner (sie wird von uns liebevoll ‚Pony‘ genannt), ziemlich aufgedreht, temperamentvoll und vor allem ist sie eine Stute. Mein Vater war immer vehement gegen den Kauf einer Stute und auch ich war bisher nicht so angetan, wir haben halt einfach ganz klar bessere Erfahrungen mit Wallachen gemacht. Mein Vater war dann mal mit meinem Trainer auf Turnier, dort ist Diarada das erste Mal eine Prüfung über 1.30m gelaufen und war direkt platziert – da hat sich dann sogar mein Vater in die kleine Prinzessin verliebt. 😉 Es kam wie es kommen musste: Wir waren nach kurzer Zeit alle hin und weg von der Süssen, es stimmte einfach alles und so fand sie dann den Weg in unsere Ponyfamilie. <3

 

Nun ist schon ein Monat vergangen, seit sie in unser Team gekommen ist. In der Zeit hat sich einiges getan, wir sind schon ein ganzes Stück zusammengewachsen und jeder Tag mit der Kleinen hat bisher wirklich einfach nur Spass gemacht. Zum Reiten ist sie das komplette Gegenteil von Amerzio und Ustino, da musste und muss ich mich immer noch ein bisschen einfuchsen, besonders wenn ich erst sie reite und dann Amerzio ist die Umstellung riesig, aber sie gefällt mir wirklich unwahrscheinlich gut. Wir haben auch schon unser erstes Turnier erfolgreich gemeistert, zwar hatten wir im ersten Parcours (R110) einen Fehler und im zweiten Parcours (R115) zwei, ich bin aber sehr zufrieden, da ich an dem Tag ziemlich krank war und die Fehler daher auf meine Kappe gingen. Alles in allem bin ich einfach nur super glücklich, wie das alles mit ihr gelaufen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell ein neues Pferd finden würde, denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, richtig viele auszuprobieren um das perfekte Pferd zu finden – dass es quasi vor meiner Türe stand, hätte ich nicht gedacht, es macht mich aber überglücklich und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was die Zukunft für die Prinzessin und mich so bringen wird.

 

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See you in heaven

See you in heaven

Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, dass nichts mehr von Clavaro kam, weil wir ihn verkauft haben. Ich wünschte, ich könnte schreiben, dass er einen tollen neuen Besitzer gefunden hat, dass er sich eingelebt hat, dass es ihm gut geht. Ich wünschte, ich könnte euch vom Abschied erzählen, von einem lachenden und einem weinenden Auge, davon dass ich ihn besucht habe und er glücklich ist. Ich wünschte, ich müsste nie einen Post schreiben wie diesen, wo der Text hinter den Tränen verschwimmt, wo Worte plötzlich unbedeutend werden, weil sie die unendliche Trauer sowieso niemals beschreiben könnten. Am Mittwoch, 27. September ist Clavaro seinen Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Nach einem beunruhigenden Vorfall beim Ausreiten wussten wir, dass etwas nicht in Ordnung sein kann. Wir haben begonnen ihn untersuchen zu lassen, haben ihn durchgeröngt und sind auf etwas Erschreckendes gestossen. Clavaro hatte an zwei von sieben Halswirbeln extreme Arthrose – der Tierarzt sprach vom schlimmsten Fall, den er je gesehen hatte. Dem war aber nicht genug, zusätzlich wurde dadurch auch noch Druck auf die Nerven ausgeübt, was ihn teilweise gelähmt hat. Die Diagnose hängt vermutlich mit einem schweren Unfall als Fohlen zusammen. Für uns war der Schock riesig, da wir nie irgendetwas von seinen unsäglichen Schmerzen gemerkt haben. Er war immer freundlich zu allen, egal ob Pferd oder Mensch. Er hat immer sein bestes gegeben, schien manchmal etwas tollpatschig, aber auf eine süsse Art und Weise … Auf die Prognose des Tierarztes hin, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis er nichtmal mehr seinen Hals strecken könne um zu fressen, und er auch sonst bei jeder Bewegung Schmerzen hat, entschlossen wir uns für die schwierige, aber einzig richtige Entscheidung; ihn von seinen Qualen zu erlösen. Clavaro, du wirst für immer in meinem Herzen bleiben. Ich konnte und kann so vieles von dir lernen – du warst ein ganz besonderes Pferd. Nicht auszudenken, was aus uns geworden wäre, hätte das Schicksal dich nicht so schwer getroffen. Ich hoffe dir geht es gut, da wo du jetzt bist. Ich hoffe, dass du viele Pferdefreunde hast, die mit dir über endlose Wiesen galoppieren, so wie du es bei uns immer gern getan hast. Ich vermisse dich unendlich, es schmerzt deine leere Box anzuschauen, es schmerzt wenn Amerzio und Ustino in den Auslauf kommen, um mich zu begrüssen, und dein Paddock leer bleibt. Ich hoffe so sehr, dass wir uns da oben irgendwann wiedersehen. Ich liebe dich mein Schimmelchen, ich habe es immer getan und werde es immer tun. see you in heaven ❤️

CS Sursee 2017

CS Sursee 2017

Kurz nach Langenthal hatten wir auch schon ein nächstes Turnier gemeldet, nämlich den CS Sursee. Geplant waren die Prüfungen R110/115 mit Amerzio und Ustino.

 

Der Tag begann nicht besonders gut: Die Wettervorhersage war schlecht und den ganzen Morgen bis zum Nachmittag regnete es wie aus Eimer. Als wir im Stall waren und die Pferde fertigmachten, glaubte ich nicht daran, dass es aufhören würde. Sobald wir aber verladen hatten und losfuhren in Richtung Turnierplatz hörte es allmählich auf. Glück gehabt! Der Abreiteplatz draussen war leider trotzdem überschwemmt, so dass man nur in der Halle abreiten konnte. Das ist an sich kein Problem, nur ist die Halle sehr klein und wenn viele Pferde drin sind, ist Chaos vorprogrammiert. Naja, kann man nicht ändern, also Parcours abgehen und Amerzio fertigmachen. Der Dicke war auch echt super drauf, beim Abspringen hatte ich ein richtig gutes Gefühl und freute mich auf die Prüfung. Leider habe ich schon nach dem ersten Parcours mal wieder die Nerven verloren und bin echt nicht gut geritten … Es blieb bei einem Stangenfehler für uns, womit wir aus den Platzierungen raus waren. Ärgerlich aber na gut, jeder hat mal einen schlechten Tag. Ich hatte ja noch einige Runden vor mir, um wieder besser zu reiten. Da es nicht übermässig viele Paare in der Prüfung gab und einige sich abgemeldet hatten, mussten wir gleich Ustino fertigmachen. Nachdem die beiden letzten Turniere mit ihm nicht so der Wahnsinn waren, hatte ich ein etwas mulmiges Gefühl. Beim Abreiten hatten wir dann plötzlich noch etwas Zeitdruck, weil viele Reiter einfach nicht erschienen sind, ohne sich abzumelden – BITTE liebe Reiter, nutzt doch einfach kurz euer Telefon, wenn ihr keinen Bock habt zu fahren. Es ist soo ärgerlich, wenn man denkt man hat noch 15 Nummern Zeit und dann fehlt plötzlich die Hälfte. 😉 Beim Abspringen war Ustino jedenfalls ganz gut, ich merkte allerdings, dass er etwas zurückhaltend war. Ich musste jeden Sprung richtig reiten, sonst würde er stehen, das war klar. Also ritt ich entschlossen in die Prüfung, galoppierte etwas vor dem ersten Sprung um ihn zu wecken und dann ging es auch schon los. Die ersten vier Sprünge waren wirklich super, er zog zwar nicht wirklich, ich konnte es aber ausgleichen und hatte gute Distanzen. Das fünfte Hindernis war eine etwas speziell gefärbte Kombination, dort hatte ich in der Wendung vielleicht minimal weniger Galopp als zuvor, die Distanz wäre aber passend gewesen. Mister Ustino hatte aber so gar keinen Bock, sich da etwas anzustrengen und drückte nach links weg. Ich hab ihm darauf einen Klaps mit der Gerte gegeben, ihn kurz nachdenken lassen und bin dann nochmal angeritten. Und siehe da? Den Rest des Parcours ist er ohne Springfehler durchgesprungen. Ich war soo happy! Das Gefühl war nach dem Steher richtig gut, ich glaube er war da erst so richtig „an“. Nach Rücksprache mit meinem Trainer beschlossen wir, es für Ustino bei dieser Runde zu belassen. Nachdem er in der letzten Zeit auf Turnier ziemlich frech gewesen war, hatte ich dieses Verhalten nun endlich mal korrigieren können und wir beide beendeten den Parcours dann mit einem guten Gefühl. So durfte er beim R115 nur zusehen, hoffen wir mal er hat was von seinem Kumpel Amerzio gelernt. 😛 Der war nämlich Mal wieder absolut klasse. Wir konnten eine schnelle und einigermassen schöne Runde abliefern, mit der ich recht zufrieden war. Am Schluss reichte es sogar für Platz 2, worüber ich mich mega gefreut habe. <3 Es ist so schön zu sehen, dass Amerzio wieder richtig mitkämpft und selber Spass an der Sache hat. Er war schon lange nicht mehr so selbstbewusst und sicher unterwegs. Das ist einfach Gold wert und noch viel besser als jede Platzierung. Danke Bub!

 

Leider haben wir von diesem Turnier keine Videos. Einmal haben wir die Kamera im Auto vergessen, dann war der Speicher voll … Es sollte wohl nicht sein. Nächstes Mal ist sie aber bestimmt wieder dabei!

CS Langenthal 2017

CS Langenthal 2017

Lange haben wir gewartet, nun war es endlich so weit: Der vierte reitsport.ch CS Langenthal stand vor der Tür! Das Programm versprach fünf aufregende Tage:

Am Mittwoch ging es los mit dem „Tag der Profis“. Dort startete mein Trainer morgens in den Prüfungen 120/125, dann im 130 und im 140. Ich hatte mich als TT zur Verfügung gestellt, also war ich schon morgens auf dem Platz und konnte mir noch das 125 ansehen. Das 130 konnte mein Trainer mit Kobold vom Schlösslihof für sich entscheiden und im 140 wurde er mit ihm nochmal 7. und mit Queen LH 8. Was für eine tolle Leistung und ein schöner Start des Turniers!

Am Donnerstag ging es weiter mit den Jungpferdeprüfungen. Dort hatte mein Trainer wieder einige Pferde am Start, unter anderem auch Santinas. Er ging die JPP für 5-Jährige und blieb zweimal fehlerfrei! Somit sammelte er an ‚unserem‘ Turnier die ersten zwei Platzierungen seines Lebens und machte uns alle mit seiner Ruhe und der Selbstverständlichkeit, die er schon jetzt bei jeder Prüfung an den Tag legt, sehr stolz.

Freitag war dann sein Kumpel Galupy an der Reihe. Er lief zwei Prüfungen über 110cm und 115cm, wobei das 115cm ein Jokerspringen mit zwei Joker über 125cm und 130cm war. Galupy schloss an die tollen Leistungen von Santinas an und lief ebenfalls fehlerfrei durch beide Prüfungen! Wow! Und das obwohl es anspruchsvolle und lange Parcours waren. Im R110 reichte die ruhige Nullrunde leider nicht mehr für eine Platzierung, im R115 reichte es aber für den 13. Rang.

Samstag war der einzige Tag, wo kein Vierbeiner aus unserem Team am Start war. Sonntag war es dann endlich soweit, dass ich selber reiten konnte. Ich freute mich sehr auf die Prüfungen, auch wenn ich ehrlich gesagt am CS Langenthal bisher nie Runden abgeliefert hatte, die für mich zufriedenstellend waren. Doch wir konnten dies dieses Jahr ändern! Ustino lief die Prüfungen 105cm und 110cm, Amerzio 110cm und 115cm.
Ustino lief im 105 bis zu einer engen Wendung auf einen Oxer super, dort hatte er aber Angst und verweigerte deshalb. Mist, nochmal anreiten, da klappte es dann und der Rest war bis auf eine Stange am letzten Sprung super. Der Fehler war ärgerlich, allerdings war ich trotzdem recht zufrieden. Ganz anders im 110, das lief leider gar nicht gut, wir kamen mit drei Verweigerungen vom Platz. 🙁 Was genau da geschehen ist, kann ich bis heute nicht sagen. Er hatte wohl einfach keine Lust, war unkonzentriert und abgelenkt? Ich war zugegebenermassen etwas geknickt nach diesem Resultat, denn eigentlich bin ich mit einem sehr guten Gefühl in die Prüfung geritten. Naja, man kann im Nachhinein auch nichts mehr machen. Abhaken, Amerzio satteln und ab auf den Abreiteplatz. Dort hatte ich ein schlechtes Gefühl, er war ziemlich maulig und ich kam irgendwie nicht zum Sprung. Ich hab mir schon überlegt nicht an den Start zu gehen … Glücklicherweise bin ich aber über meinen Schatten gesprungen und in die Prüfung geritten. Und was soll ich sagen? Fehlerfrei und am Schluss der 13. Rang für uns. Ich war zwar mit der Runde vom Gefühl her nicht ganz zufrieden, war aber so stolz auf den Bub, weil er die Aufgabe mal wieder souverän gelöst hat und mir viel Sicherheit gab. <3 Die zweite Prüfung lief dann schon wesentlich besser und wir konnten uns den 7. Platz sichern. Ich hätte das Stechen etwas besser reiten können, allerdings war es mit der Mischung aus langen Wegen und sehr kurzen Wendungen nicht ideal für meinen Grossen. Ich entschied mich deshalb dafür, einfach vorwärts zu reiten und nahm halt eine etwas langsamere Zeit in Kauf. Dafür hatten wir beide ein tolles Gefühl und konnten den CS Langenthal mit einem schönen Resultat beenden. 🙂

 

Alles in allem war es wie jedes Jahr ein wunderschönes Turnier, nicht nur wegen der tollen Resultate, die unsere Pferde nach Hause holen konnten. Das ganze Drum und Dran wie der tolle Boden, der überdachte Abreitplatz, die Ehrung ‚Pferd des Jahres‘, das VIP-Zelt und das vielseitig Menu im Festzelt machen den CS Langenthal zu einem besonderen Ereignis, das man nicht verpassen sollte!

 

 

 

CS Utzenstorf 2017

CS Utzenstorf 2017

Ich bin zugegebenermassen etwas spät mit diesem Blogpost, trotzdem möchte ich noch einmal kurz auf das Turnier in Utzenstorf zurückblicken. Wir sind einmal mit Ustino und einmal mit Amerzio losgefahren.

 

Am Freitag standen für Ustino zwei Prüfungen R110 an. Das war erst das zweite Mal, dass wir auf dieser Höhe unterwegs waren. Viel zu erzählen gibt es leider nicht, denn im ersten Parcours schieden wir am zweiten Sprung aus wegen einem Sturz und den zweiten Parcours brach ich frühzeitig ab, weil ich mich so unsicher fühlte und nichts kaputt machen wollte. Es lief definitiv nicht wie geplant, aber wir nehmen es hin wie es ist und probieren es in Zukunft einfach wieder.

 

Amerzio war dann am Sonntag in den beiden Hauptprüfungen über 1.15m und 1.20m mit. Es war unser erstes R120 für dieses Jahr und ich freute mich dementsprechend sehr darauf. Mein Grosser war wiedermal in Topform, das merkte man schon beim Abspringen. Im R115 konnten wir uns mit einer schönen Nullrunde auf dem tollen 3. Rang platzieren. Ich habe mich so darüber gefreut, ihr könnt euch das gar nicht vorstellen! Beflügelt und voller Elan ging es dann ins R120, was wir mit einem für mich absolut zufriedenstellenden Resultat von 8 Punkten aufgrund von zwei fallenden Stangen abschlossen. Amerzio hat mal wieder richtig mitgekämpft und Spass gehabt, er ist einfach ein Goldschatz. <3

 

Ich möchte an dieser Stelle mal wieder meinen Eltern sowie meinem Trainer Philip Ryan für die Unterstützung danken. Ausserdem geht ein grosses Dankeschön an Frau Nadine Guscetti von Nadine horses & dogs sowie an Longines CSI Basel für die tollen Spezialpreise, wir haben uns sehr darüber gefreut!

 

CS Kappelen-Lyss 2017

CS Kappelen-Lyss 2017

Vergangenes Wochenende waren wir zum ersten Mal am CS Kappelen-Lyss auf der wunderschönen Anlage von Niklaus Schurtenberger am Start. Es war wirklich ein ganz tolles Turnier mit einem Turnierplatz, der keine Wünsche offen lässt.

 

Wir hatten drei Pferde dabei: Amerzio, Ustino und Galupy, wobei dieser von meinem Trainer geritten wurde. Wir ritten die Prüfungen R/N110/115. Die erste Prüfung startete nachmittags um 13.30 Uhr. Es war an diesem Tag ziemlich warm, allerdings gerade noch angenehm.

 

Amerzio
Mein Grosser war an diesem Tag mal wieder in absoluter Bestform. Schon auf dem Abreiteplatz war er richtig locker und sprang wahnsinnig gut. In der Prüfung war er dann voll dabei, selbst als ich auf Sprung drei meinen Zügel verloren habe (ich reite mit einer Aufziehtrense mit zwei Zügeln) und ihn bis zu Sprung neun nicht wieder zu fassen bekam, hat er sich nicht beirren lassen und ist eine fehlerfreie Runde gelaufen. Wir wurden auf dem 8. Rang platziert, was mich riesig freute. Im R115 konnten wir uns dann nochmal steigern, indem wir wieder fehlerfrei blieben und uns über den 7. Platz freuen durften. Schon lange habe ich mich auf ihm nicht mehr so sicher und wohl gefühlt, wie an diesem Turnier. Ich bin sehr stolz und dankbar, dass dies gleich mit zwei Platzierungen belohnt wurde. Danke Bub! <3

 

Ustino
Für Ustino und mich war dieses Turnier etwas ganz besonderes, denn wir sind zum ersten Mal auf der Stufe 110/115 gestartet. Nachdem wir im Winter viele Fortschritte gemacht hatten und in dieser Saison bisher einige Platzierungen in tieferen Prüfungen sammeln konnten, fühlte ich mich bereit diesen Schritt zu wagen. Und was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg! In der ersten Prüfung hatten wir zwar zwei Stangenfehler, ich hatte aber ein richtig gutes Gefühl und es hat total Spass gemacht. Die zweite Prüfung war ein Zweiphasenspringen, wo wir leider in der ersten Phase Fehler hatten. Eine Stange fiel und ein Stopp ging auf unser Konto, weil der Herr Ustino eine Planke so mega gruselig fand. 😀 Schlimm war es aber nicht beim zweiten Anlauf sprang er sie, so dass wir den Parcours trotzdem sehr zufrieden beenden konnten. Die Endresultate waren vielleicht nicht die besten, für mich war es aber viel wichtiger, ein gutes Gefühl zu haben und sagen zu können „Ja, wir können nun mit gutem Gewissen R110/115 Prüfungen gehen.“ Und das kann ich definitiv sagen! Die nächsten Turniere sind schon genannt und ich freue mich wahnsinnig darauf.

 

Galupy
Auch Galupy zeigte sich an diesem Turnier wieder von seiner besten Seite. Nachdem auf dem Abreiteplatz erstmal der Kinderspielplatz mit Rutsche und Schaukeln inspiziert werden musste, war er konzentriert bei der Sache. In beiden Prüfungen hatte er je einen Stangenfehler, sprang aber klasse, obwohl es ein sehr ‚guckiger‘ Platz für junge Pferde ist. Wir sind sehr zufrieden mit seiner bisherigen Entwicklung und freuen uns auf die weitere Zeit!

 

CS Sand-Schönbühl 2017

CS Sand-Schönbühl 2017

Wir waren am Freitag 16.6 und am Samstag 17.6 wieder auf Turnier. Genauer im Sand in Schönbühl, wo ich mit Amerzio die Prüfungen R110/115 geritten bin und mit Ustino R100/105. Mein Trainer ist ausserdem mit Clavaro am Start gewesen.

 

Wir kamen am Freitag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Turnierplatz an und konnten sogleich den Parcours abgehen. Der war auch wirklich schön gestellt und machte Laune auf die Prüfung. Mein Trainer ritt an diesem Tag Clavaro in der selben Prüfung wie ich Amerzio. Er war als erster an der Reihe, also machten wir das Schimmeltier fertig und dann ging es ans Aufwärmen. Clavi war wirklich suuper brav, beim Fertigmachen und auch auf dem Abreiteplatz. Das war gar kein Vergleich zu den vorherigen Turnieren, wo er immer echt aufgedreht und kaum haltbar war. Das freute mich natürlich sehr, denn so war der Tag schon mal deutlich entspannter, als ich erwartet hatte. Beim Einspringen war Clavaro super, in der Prüfung dann eigentlich auch, nur sind leider wiedermal ganz schön viele Stangen gefallen. Er war mal wieder ziemlich unvorsichtig, hat sich zum Teil 10cm übersprungen und dann beim nächsten Sprung die Beine einfach hängenlassen. Zuhause ist er zum Glück schon viel besser, deshalb bin ich zuversichtlich, dass er auch auf Turnier noch vorsichtiger werden wird. Wir packten ihn dann wieder in den Transporter und holten Amerzio hervor. Schon auf dem Abreiteplatz hatte ich mit ihm ein super Gefühl, das Abspringen war nämlich auf Gras und das liebt er ja sowieso. Auch in der Prüfung war Amerzio dann echt top und wir hatten lediglich eine ärgerliche Stange an Sprung 2, weil ich dort schon über dem Sprung in der Wendung war, ihn also gar nicht habe fertig springen lassen. Ein reiner Routinefehler, also alles halb so wild. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden, da ich die Runde echt schön fand und den ganzen Parcours über immer das Gefühl hatte, alles unter Kontrolle zu haben. Okay, der letzte Sprung war vielleicht dann nicht mehr ganz so schön, aber darüber sehen wir mal hinweg. 😛

In der zweiten Prüfung war ich dann als erster dran und auch dort war ich zufrieden. Wir haben den Galopp nicht ganz so gut gefunden wie beim ersten Parcours und dadurch wurde es doch mal etwas grösser, aber Amerzio hat das super gelöst. Bei der Linie mit dem Wassergraben sollte ich den Steil ganz ruhig anreiten – da kam ich dann doch grad mit etwas wenig Schwung, deshalb auch die schlechte Distanz und der Fehler. Es hat mich aber ungemein gefreut, dass er dann so gut übers Wasser gesprungen ist und das obwohl ich ganz schön hinter der Bewegung war. Danke Bub! <3 Clavaro war in der zweiten Prüfung ziemlich ähnlich wie in der ersten – brav, aber unvorsichtig, so dass wieder einige Stangen fielen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er das Ganze einfach nicht so erst nimmt. ;P
Alles in allem war es aber ein super erster Turniertag und ich freute mich schon auf den nächsten Morgen.

 

Am Samstag waren wir um 6.00 Uhr schon wieder mit Ustino unterwegs, denn unsere Prüfung ging um 7.00 Uhr los. Der Parcours war schön gestellt und einige enge Wege hätten sich angeboten, ich entschloss mich aber, heute nur ruhige Runden zu reiten. Dies tat ich mit dem Hintergedanken, dass wir hoffentlich bald unser erstes R110/115 starten werden. Da ist es einfach wichtiger, ihm nochmal Vertrauen zu geben und Nullrunden zu reiten, als gewinnen zu wollen. Ustino war auf dem Abreiteplatz im Gegensatz zu Amerzio nicht besonders wohl, er ist auf Gras nicht so sicher. Es war am Morgen auch noch recht feucht und dadurch ziemlich rutschig, daran wird es wohl gelegen haben. Wir haben deshalb nicht allzu viele Sprünge gemacht, das war auch nicht nötig, da ich sowieso immer ein tolles Gefühl habe auf ihm. Die Prüfung lief dann super, wir hatten keinen Fehler, waren aber wegen der etwas längeren Zeit nicht mehr platziert. Ich finde das immer so schade, wenn man mit einer Nullrunde nicht mehr platziert ist, leider ist das aber heutzutage ja ziemlich oft so. Naja, was will man machen. Auch in der zweiten Runde ritt ich nur auf null und da reichte es dann doch noch, was mich natürlich sehr freute. Es gab aber auch bedeutend weniger Nullfehlerritte. Manchmal ist es schon krass, was 5cm ausmachen können. Natürlich wurde es auch langsam heiss, das muss man wohl auch dazuwerten. Ich freute mich jedenfalls sehr über die Platzierung und wir fuhren glücklich über die Resultate dieses Turnierwochenendes nach Hause.

 

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Herzlichen Dank an Sergio Petrillo von www.photoprod.ch für die tollen Fotos.

 

 

 

2 Jahre mit dem besten Stinker der Welt

2 Jahre mit dem besten Stinker der Welt

Heute vor zwei Jahren war es, als der kleine Ustino ein Teil unserer Familie wurde. Diese zwei Jahre waren voller Höhen und Tiefen, besonders unser Anfang war nicht ganz so einfach. Doch wir haben uns durchgekämpft und es hat sich mehr als nur gelohnt, denn heute ist Ustino echt so mein kleiner Liebling.

 

Ich erinnere mich noch sehr genau an den Moment, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Wir waren damals bei Roberto Girao um eine Stute auszuprobieren, die den gleichen Vater wie Amerzio in der Abstammung hatte. Nach wenigen Minuten im Sattel wusste ich jedoch schon, dass das nicht mein Pferd sein würde. Wir probierten dann noch drei weitere Pferde, alle wirklich ganz toll und einzigartig, doch der Funke sprang bei keinem so richtig über. Ich befürchtete schon, ohne neues Pferdchen wieder nach Hause fahren zu müssen, da meinte er plötzlich, er habe da noch einen der passen könnte. Wenn ich mich recht erinnere, hätte er eigentlich noch gar nicht verkauft werden sollen … Auf jeden Fall wartete ich dann draussen und auf einmal guckte das süsseste Babypferd aus dem Stallgang hervor, was ich je gesehen hatte. Traumhafter Schopf, toller Körperbau und dieser unwiderstehliche Hundeblick – ich wusste schon, dass ich den und keinen anderen wollte, bevor ich überhaupt im Sattel sass. Ich dreht dann einige Runden mit ihm, sprang über die unterschiedlichsten Sprünge und er war einfach soo brav, obwohl er damals erst 4 Jahre alt war oder gerade eben 5 geworden. Am Ende des Probereitens hat mein Vater sogar noch ein Bild gemacht:

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Da war er noch echt eine halbe Portion, in den letzten zwei Jahren hat er doch ganz schön zugelegt. Glücklicherweise war mein Vater auch ganz begeistert von ihm, so dass ich nicht lange betteln musste, bis wir ihn dann eine Zeit lang auf Probe zu uns nach Hause nehmen konnten. Als ich ihn das erste Mal zuhause geritten bin, hat er mich gleich mal ordentlich in den Sand gesetzt, der kleine Stinker. 😛 Bocken kann er bis heute, nur weiss ich jetzt, wie ich darauf reagieren muss. Natürlich war für mich von Tag 1 an klar, dass ich ihn nicht mehr zurückgeben wollte und so zog er dann bei uns ein. Es folgte eine Zeit wo wir viel trainierten, Turniere gingen wir erst nach einigen Wochen/Monaten. Die ersten paar Turniere waren echt eine Katastrophe, er hat auf dem Abreiteplatz ständig gebockt und verweigert, was mich damals extrem verunsichert hat. Wir kämpften uns irgendwie durch die Parcours, eher schlecht als recht und öfters mal schieden wir wegen drei Verweigerungen aus. Am letzten Turnier des Jahres 2015 lud er mich vor der Kombination ab und ich flog schön in den Oxer, das fasste in etwa unser erstes halbes Jahr zusammen. Im Winter haben wir dann weiter fleissig trainiert und so langsam schien es zu klappen. Die Saison 2016 war dann auch gar nicht soo schlecht, wir fingen erst Mitte des Jahres an, konnten uns dann nach ein paar Startschwierigkeiten einige Schleifen nach Hause holen. Trotzdem fühlte ich mich noch nicht 100% wohl auf ihm, wir hatten einfach noch nicht ganz zueinander gefunden. Das sollte sich im Winter 16/17 jedoch ändern. Irgendwann während der Wintertrainings machte es „klick“. Ich fühlte, wie wir mit jedem Ritt mehr zusammenwuchsen und alles machte einfach unglaublich Spass, egal ob Springen, Dressur oder Ausritte. Wir begannen einander zu vertrauen. So begann auch die Saison 17 super, bis heute hat er an jedem Turnier 100% gegeben, er kommt in den Parcours rein und ist wach, ist bei mir und will genau so fehlerfrei bleiben wie ich. Auch zuhause macht er jeden Tag Freude, auch wenn es Tage gibt wo wir uns gegenseitig ärgern, wo er einfach nicht arbeiten will und mehr bockt als vorwärts läuft. Dieses Pferd hat echt Charakter und ist ein schlaues Kerlchen, das genau weiss, wann es muss und wann nicht. Nicht immer einfach, oft ziemlich anstrengend, aber alles in allem ist er einfach soo ein Goldjunge, dass man ihn nur lieben kann. Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre gemeinsam verbringen können mein Stinki, ich liebe dich! ❤️

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CS Bolligen 2017

CS Bolligen 2017

 

Endlich mal wieder ein Turnierbericht, yay!

Am Freitag dem 19.5 waren wir mit Amerzio am CS Bolligen am Start. Dieser fand auf der schönen Anlage des NPZ in Bern statt. Eigentlich habe ich bisher mit diesem Ort was Turniere betrifft nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht, nun scheinen wir diesen kleinen ‚Fluch‘ aber gebrochen zu haben. Mit Sicherheit ist das sowieso nur im Kopf des Reiters, dass es auf einer bestimmten Anlage nicht gut laufen kann, umso besser, dass ich das nun in den Griff bekommen habe. Das Turnier an sich ist nämlich wirklich sehr schön und empfehlenswert!

 

Gestartet sind wir am Freitag Morgen um 7.00 in den Prüfungen R110/115. Da der Start so früh war, klingelte der Wecker für mich um 4:10 Uhr. Das war schon ziemlich früh, aber welcher leidenschaftliche Turnierreiter lässt sich von frühen Aufstehzeiten schon bremsen? Richtig, keiner! Also raus aus den Federn, schnell in die weissen Reithosen hüpfen und dann ab in den Stall. Dort musste ich erstmal den armen, nichtsahnenden, friedlich schlummernden Amerzio wecken und den noch viel ärmeren, verdutzten Ustino, der nur als Beistellpferd mitkommen musste, weil der andere im Transporter nicht alleine sein möchte. Beide haben sich ihrem Schicksal schnell gefügt und folgten mir brav in den Transporter, wo sie erstmal mit dem Frühstück belohnt wurden. Nun ging es also los aufs Turnier – habe ich schon erwähnt, dass es langsam immer kälter wurde und wie aus Eimern regnete? Jedenfalls kamen wir ein ganzes Stück zu früh auf dem Turnierplatz an, wo wir uns erstmal den Parcours angesehen und gefrühstückt haben. Pünktlich begann dann die erste Prüfung, wo ich mir dank einer eher späteren Startnummern noch einige Paare anschauen konnte, bevor es dann aufs Pferd ging.

 

Amerzio war beim Abreiten erst etwas steif, nach einigen Minuten wurde er aber locker. Beim Einspringen sprang er toll und gab mir ein sehr gutes Gefühl. Wir hatten wieder die Aufziehtrense drin, damit lässt er sich wesentlich besser kontrollieren und springt dadurch auch um einiges schöner. Mit einem guten Gefühl ritt ich also in den Parcours und auch meine Nervosität hielt sich ziemlich in Grenzen. Den ersten Sprung konnte ich direkt mit guten Tempo und genügend Zug anreiten, so zog es sich dann durch den ganzen Parcours. Wir hatten eine schöne Nullrunde und dank den kurzen Wegen, die ich gewählt hatte, waren wir schliesslich auf dem 11. Rang von 56 Startern platziert. Über diesen kleinen Erfolg freute ich mich sehr und mir wurde einmal mehr klar, dass Erfolg eben doch kein Glück ist. Das Training der letzten Wochen hatte sich definitiv ausgezahlt.

 

Für die zweite Prüfung hatte ich mir nichts besonderes vorgenommen, wie schon bei der ersten wollte ich einfach einen schönen, kontrollierten Ritt zeigen. Diesmal war auch Amerzios Feind der Wassergraben drin, im Training sprang er ihn allerdings die letzten Wochen über sehr gut, deshalb beunruhigte er mich nicht allzu sehr. Beim Abreiten war Amerzio noch ein Stück besser als bei der vorherigen Prüfung, so machten wir nur einige wenige Sprünge, bevor es dann in den Parcours ging. Es war ein Zweiphasenspringen, das heisst acht Sprünge in der ersten Phase und wenn man fehlerfrei bleibt, darf man die letzten fünf auch noch reiten. Leider hatten wir in der ersten Phase am Wassergraben einen Fehler. Ich habe ihn durch die Wendung etwas zu wenig geritten und dann die Hand etwas vorgeschoben, so fiel dann leider die Stange. Er ist aber absolut ohne zu zögern gesprungen, also war ich trotz des Fehler sehr zufrieden. Den Rest des Parcours fand ich nämlich auch sehr gut, alles fühlte sich so schön flüssig und locker an, genau so wie es sein sollte.

 

Wie ihr auf den Videos wahrscheinlich seht waren die Runden keinesfalls perfekt. Allerdings war das Gefühl für mich beide Male sehr gut und das Turnier hat mir viel Sicherheit gegeben, nachdem das letzte mit ihm so doof gelaufen ist. Wenn ich richtig reite klappt das und auf Amerzio kann man sich dann eben doch verlassen. <3 Ich freue mich schon auf nächsten Freitag, dort werden wir in zwei Prüfungen R115 in Aarberg starten. Auch Ustino wird dort endlich wieder Mal an den Start gehen, darauf freue ich mich auch schon ganz besonders.

 

 

Neuer Stall, neues Glück

Neuer Stall, neues Glück

Es ist nun schon eine ganze Weile her, seit ich mich hier das letzte Mal gemeldet habe. Leider war die Schule eine Zeit lang ganz schön stressig und hat meine ganze Aufmerksamkeit eingefordert, neben den Pferden natürlich. Nun sollte es aber wieder etwas ruhiger werden und so hoffe ich, wieder regelmässiger Blogposts schreiben zu können. Falls ihr tägliche Updates möchtet, dürft ihr mir übrigens gerne auf Instagram folgen @ms.showjumping, da bin ich ein ganzes Stück aktiver als hier.

 

Den Grund für diesen Blogpost könnt ihr wohl schon am Titel erahnen: Wir sind umgezogen! Seit etwas mehr als zwei Wochen stehen meine drei Jungs Amerzio, Ustino und Clavaro nun im RPZ Lindenhof. Den Namen habe ich auf meinen Social Media Kanälen auch vor dem Umzug schon öfters erwähnt, wir sind nämlich häufig zum Training dorthin gefahren. Gründe für den Umzug gab es diverse, ausschlaggebend war für mich vor allem, dass ich mehr Unterstützung von meinem Trainer habe und durch die bessere Infrastruktur einfach besser trainieren kann. Unter anderem auch, weil es im Stall keine Reitschule gibt und ich dadurch immer reiten kann, wenn ich Zeit habe, ohne auf einen Plan achten zu müssen.

 

Sowohl ich als auch die Pferde fühlen uns sehr wohl. Der Umzug hat so einige Veränderungen mit sich gebracht, an die wir uns alle erst gewöhnen mussten, sich aber bisher alle als überaus positiv herausgestellt haben. Die Pferde bekommen beispielsweise anderes und zum Teil auch mehr Futter. Besonders Clavaro hat dadurch im Training mehr Energie und sieht äusserlich schon viel besser aus. Weiter haben sie nun grössere Boxen und dazu noch einen Auslauf. Diesen nutzen sie echt oft, sei es um die Sonne zu geniessen oder den Nachbarn etwas zu ärgern … Dass sie dadurch mehr Kontakt zueinander oder auch zu anderen Pferden haben gefällt mir echt gut, das hat mir bisher immer etwas gefehlt. Im Stall hat es auch eine Führanlage, dort kommen alle täglich rein, um ihnen zusätzlich Bewegung zu verschaffen. Auch zum Ein- oder Ausschritten ist das ganz schön praktisch. Viele vom Stall nutzen diese Möglichkeit, ich muss mich daran noch etwas gewöhnen. Meistens wärme ich sie doch lieber selber auf, ich habe ja im Stall keinen Stress und bin gerne so lange wie möglich dort. Pro Tag sind das übrigens gut mal 5-6 Stunden, denn seit wir umgezogen sind, reite ich die Jungs täglich alle selber. Ich wusste erst nicht, ob ich dazu die Motivation habe, weil es ja doch sehr viel Zeit kostet und fast meine komplette Freizeit einnimmt. Allerdings ist das Gegenteil der Fall, ich bin mir mit jedem Tag sicherer, dass es genau das ist, was ich mein Leben lang machen möchte: Reiten! Und zwar von morgens bis abends. Aber nun schweife ich ab .. ;P

 

Um zu einem Schluss zu kommen kann ich nur sagen, dass ich wirklich sehr, sehr glücklich bin und meine sagen zu können, dass das auch für meine Pferde gilt. Ich habe die Entscheidung über den Umzug keine einzige Sekunde bereut. An dieser Stelle möchte ich noch meinen Eltern danken, die mir das alles überhaupt ermöglichen und meinem Trainer Philip Ryan, der mich täglich so toll unterstützt.