1. ZKV Future Training

1. ZKV Future Training

Gestern stand für mich das erste ZKV Future Training an. Ich habe mich entschieden, Amerzio mitzunehmen, weil ich mich mit ihm beim Springen eine Spur sicherer fühle, als mit Chupa. Fürs erste Training wollte ich eher auf der sicheren Seite sein, da ich nicht genau wusste, was mich erwartet.

 

Das Training war natürlich nicht bei uns am Stall, deshalb mussten wir erstmal verladen. Amerzio war vor dem Losfahren im Transporter etwas unruhig, beim Fahren hat er aber keinen Mucks gemacht. Als wir angekommen sind, war er komischerweise richtig nervös, ist nur getänzelt und hat vor allem gescheut. Wir haben ihn also schnell fertiggemacht, unter anderem auch, weil es gestern richtig kalt war. In der Reithalle beim Schrittreiten wurde er dann langsam wieder ruhiger. Das Training war bei meinem alten Trainer, den ich nun schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen, geschweige denn bei ihm trainiert habe. Daher habe ich mich ziemlich gefreut und war mir sicher, dass das Training mir gefallen wird. Insgesamt waren wir vier Reiter, was eine sehr angenehme Anzahl war.

 

Der Schwerpunkt des Trainings war, die Pferde gut am inneren Bein zu führen und exakt zu reiten. Die Halle war eher klein, weshalb man die Ecken gut ausreiten musste und die Kontrolle vor und nach dem Sprung wichtig war. Da unsere Halle zuhause sogar noch ein Stück kleiner ist, kam es mir aber gar nicht so eng vor, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, viel mehr Platz zu haben als zuhause.

 

Bevor wir aber angefangen haben, zu springen, stand 40 Minuten lösende Dressurarbeit auf dem Programm. Wir haben an der Kontrolle des Tempo, einer guten Anlehnung und aktiver Hinterhand gearbeitet. Da wir keine Pause bekommen haben, wurde es mit der Zeit ziemlich anstrengend. Amerzio muss man eher treiben und besonders als er müde wurde, musste ich ganz schön arbeiten, damit er ordentlich lief. Nach den vierzig Minuten war er aber total locker und zufrieden. Wir müssen auf jeden Fall noch an der Hinterhand arbeiten, die schleift er nämlich sehr gerne durch den Sand.

 

Nach der Dressur hatten wir kurz Pause, bevor es dann mit Cavalettis los ging. Später sind wir Linien von Cavaletti auf Steil oder Oxer. Danach sind wir einige Sprungfolgen gesprungen und zum Schluss einen ziemlich langen, komplizierten Parcours, der aber interessant zu reiten war. Amerzio wurde vor dem Parcours ziemlich faul und wir hatten ein schlechtes Grundtempo. Vor dem Parcours habe ich ihn dann noch einmal etwas geweckt. Wie wenn er gewusst hätte, dass es die letzten Hindernisse sind, hat er sich nochmal ins Zeug gelegt und hat wieder von selbst auf die Sprünge gezogen. Daher war ich am Schluss komplett glücklich und zufrieden mit ihm. Es war nicht so, dass ich mir Gedanken gemacht habe, ob es denn klappen wird, aber ich bin ihn erst wenige Male auswärts gesprungen und wusste daher nicht genau, wie er sich anstellen wird. Er hat sich aber wirklich von seiner Schokoladenseite gezeigt, so dass wir ein sehr schönes, erfolgreiches wenn auch ziemlich anstrengendes Training hinter uns hatten.

 

Ich freue mich sehr aufs nächste Training! Es findet in zwei Wochen statt.

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